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Situation der Schulsportstätten in Erfurt

Stadtratssitzung vom 05.03.2009
Drucksache 0031/09 – Einreicher: Die Linke
Änderungsanträge: Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD

Der vorgelegte Antrag legt den Finger in eine offene Wunde. Es gibt derzeit keinen aktuellen Zustandsbericht über die Schulsportstätten in der Landeshauptstadt. Die letzten umfänglichen Aussagen der Stadtverwaltung dazu stammen vom März 2007. Damals beantwortete der Oberbürgermeister eine Stadtratsanfrage von mir und bezifferte dabei den Investitionsbedarf, allein um die Auflagen und Nutzungseinschränkungen abzuarbeiten, auf 6,8 Mio. Euro in 19 Schulsporthallen. Nicht enthalten war dabei die Riethsporthalle, weil diese vom Sportbetrieb verwaltet wird.

Die Zahlen stammten allerdings bereits aus dem Jahr 2004. Mit dem Auslaufen des Schulsporthallensanierungsprogramms des Landes hat die Stadt auch nicht mehr weiter geplant. Der Investitionsbedarf ist aber seit dem immens gestiegen. Die ist wenig verwunderlich wenn man sieht, dass einige Schulen bis zu vier verschiedene Hallen nutzen müssen, andere gar keine eigene Halle haben und einige Hallen schon weit über 100 Jahre alt sind (SBBS 4 Baujahr 1886, Grundschule 1 Baujahr 1899, SBBS 3 Baujahr 1906).

Für die jetzt dringend anstehenden Sanierungen der Sporthalle der Grundschule 8 werden statt 500.000 Euro nun 800.000 Euro benötigt und beim Förderzentrum Mitte sind es statt 350.000 Euro sogar 700.000 Euro.

In einer ersten Stellungnahme kündigte die Verwaltung an, dass die von den Linken geforderte Berichterstattung dazu bis zum Juli 2009 dauern würde. Dies ist der CDU deutlich zu spät! Schließlich sind Instandsetzungsarbeiten an den Hallen nur in den Sommerferien möglich und auch die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II muss schnell geklärt werden. Auch die anderen Fraktionen wollte diesen späten Zeitpunkt nicht akzeptieren.

Letztlich wurde einmütig beschlossen, dass die Stadtverwaltung dem Stadtrat bis April 2009 eine alternative Prioritätenliste inklusive der Kostenschätzungen und der mögliche Einbeziehung von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II vorlegen soll. Dabei soll auch differenziert werden nach Schulsporthallen die dem Sportbetrieb bzw. dem Schulverwaltungsamt unterstehen.