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„Vom langen zum sehr langen Leben“

Dr. Christoph Rott bei seinem Vortrag

Dr. Christoph Rott bei seinem Vortrag

Mit dieser Zielstellung warb heute Dr. Christoph Rott vom Institut für Gerontologie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg dafür körperlich aktiv zu bleiben und einen bewegungsarmen Lebenstil zu vermeiden. Bei Expertenworkshop zur „Bewegungsförderung für Ältere im Wohnumfeld diskutierten rund 80 Teilnehmer mit Fachexperten und Praktikern.

Als Veranstalter waren die Zentren für Bewegungsförderung Hessen, Sachsen und Thüringen für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes in-form des BMG. Frau Dr. Ute Winkler erläuterte stellvertretend für das Bundesgesundheitsministerium die Beweggründe für dieses Projekt, welches 2008 gestartet wurde und bis 2020 angelegt ist. Der Bewegungsmangel ist einhergehend mit Fehlernährung eine der Hauptursachen für die sogenannten Volkskrankeiten. Die aktuelle HBSC-Studie hat gerade in Thüringen bei aller positiver Entwicklung immer noch gravierende Gesundheitsmängel bei Kindern und Jugendlichen aufgezeigt. Sport und Bewegungsfreude will hier der Landesportbund als ein Angebotskonzept entgegenstellen.

Die in allen 16 Bundesländern etablierten Bewegungszentren widmen sich hingegen der Bewegungsfreude im Alter. Dabei geht es um mehr, als um die leider oft noch belächelten Seniorenspielplätze sondern um ein ganzheitliches Konzept zur Lebensfreude und Aktivität im Alter. Dr. Rott verwies auf die Herausforderungen und Handlungsbedarfe bei der alternden Bevölkerung. Die erfreulicherweise kontinuierlich steigende Lebenserwartung muss sich nicht in der Lebenslänge sondern vor allem auch in der Lebensqualität messen lassen. Oder wie es Dr. Rott sagte: „Es geht um Aktivitäten die den Menschen wichtig sind und ihrem Leben Sinn geben.“.

1850 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 45 Jahren, 1950 bei 70 Jahren und heute bei 85 Jahren. So vielfältig die Gründe, wie unter anderem die sich stetig verbessernde Gesundheitsvorsorge und Bekämpfung von Krankheiten, dafür sind, so lässt sich prognostizieren, dass dieses Entwicklung weiter geht. Heute geborene Mädchen können durchaus mit einer Lebenserwartung von 100 Jahren rechnen. Die Lebenserwartung steigt jährlich um 3 Monate oder umgerechnet 5-6 Stunden pro Tag! Aber insbesondere im sogenannten „vierten Alter“ ab 80 Jahren aufwärts steigt auch die Bedrohung für die Selbstständigkeit der Menschen. Bewegung ist dafür neben geistiger Beweglichkeit die Grundvoraussetzung. Beides bedingt sich, wie Dr. Rott erläuterte. Demenzrisiken können durch körperliche Aktivitäten halbiert werden erläuterte er anhand mehrer Studien.

Die Hoffnung, dass seine Anregungen auf fruchtbaren Boden auch bei der Poltik fallen drückte Dr. Rott aus. Ich werde den Entwicklungsprozeß bei den Bewegungszentren, aber auch das Engagement der Agethur weiter gerne begleiten und unterstützen. Im März 2011 läuft zwar ein Teil der Förderung des Bundes für die Bewegungszentren aus, aber heute gab es reichlich Argumente sie danach noch nicht ganz „in die Freiheit zu entlassen“, sondern weiter zu unterstützen und als Land hier einzusteigen.

 

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