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Richtfest Mehrgenerationenwohnhaus in Eisenberg

mehrgenerationenhaus

Die Baustelle des Mehrgenerationenhauses in Eisenberg

Wenn ich mich in den zurückliegenden Monaten mit Mehrgenerationenhäusern beschäftigt habe, ging es in aller Regel um die 30 bestehenden Modellprojekte, die seit nun knapp fünf Jahren die Sozialstruktur in allen Kreisen in Thüringen bereichern. Deutschlandweit gibt es davon 500 und gerade in der letzten Woche endete das Antragsverfahren für das Folgeprojekt MGH II.

Bei diesen Häusern handelt es sich allerdings entgegen der landläufigen Meinung nicht um Orte an denen mehrere Generationen unter einem Dach zusammen leben, sondern um Sozial- und Familienzentren mit einer offenen Angebotsstruktur. In Eisenberg wurde gestern hingegen Richtfest für ein Mehrgenerationen Wohnhaus gefeiert. Davon gibt es derzeit nur drei Modelle in Thüringen und so bin ich gerne nach Eisenberg gefahren, um mir ein Bild vom Konzept vor Ort zu machen.

In einem Mehrfamilienhaus mitten in der Innenstadt sollen sechs Wohnungen alten- und behindertengerecht entstehenund darüber hinaus ein Wohnprojekt für junge alleinerziehende Mütter aus sozialen Projekten des Trägers. Die notwendige Investitionssumme von über einer halben Million Euro wird von der Stiftung Wendepunkt Alternative [1]gemeinsam mit Partnern aufgebracht. Unterstützung erfährt das Projekt mit rund 100.000 Euro als eines von 30 Modellprojekten [2]des Bundes. Die anderen in Thüringen angedachten Projekte des Mehrgenerationwohnens werden frei finanziert und in der Regel von den künftigen Bewohnern selbst getragen. Angesichts des demografischen Wandels sehe ich allerdings einen großen Bedarf für solche Projekte. Deshalb habe ich den Vertretern der Stiftung Frau Adelheid Bäger und Herrn Michael Frankenstein gestern versichert, dass ich ihr Projekt aufmerksam begleiten und falls möglich auch unterstützen werde.

Bedauerlich finde ich, dass die auch in dieses Projekt einfließenden Mittel aus dem Bundesprogramm für den altersgerechten Umbau von Wohnungen der KfW [3]in den Folgejahren nicht fortgeführt werden soll. Nach dem Entwurf des Bundeshaushalts 2012 hat die Bundesregierung dafür keine Mittel eingeplant. Ich hoffe dabei noch auf Änderungen bei der Beratung zum Haushalt.