Michael Panse bloggt

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Stand der Vorbereitung zur Reformationsdekade

Anfrage und Antwort nach § 9 Abs. 2 GeschO

 

Die Vorbereitungen des Reformationsjubiläums „Luther 2017“, stellen seitens evangelischen Kirche, der freien Träger und der Stadt Erfurt vielfältige Anforderungen an die Absicherung und Koordinierung der Themenjahre bis 2017. Durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wurden Förderhilfen für das „Reformationsjubiläum 2017“ bereitgestellt. Dazu frage ich Sie:

Ihre Anfragen möchte ich wie folgt beantworten:

1. Wie ist der Stand der Vorbereitungen insbesondere für die Jahre 2012/2013 und darüber hinaus (Bitte um Auflistung der geplanten Veranstaltungen und Höhepunkte)?

In den Jahren 2010/2011 fand und findet in Erfurt ein kultureller Veranstaltungskomplex als Luther(doppel)jahr unter dem Titel: „Luther. Der Aufbruch“ in Anlehnung an die 500. Wiederkehr der Romreise Luthers statt. 2010 wurden ganzjährig 84 Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen angeboten und durchgeführt, 2011 ist ein ähnlicher Veranstaltungsumfang geplant. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr in der Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Stadtmuseum Erfurt “ Tolle Jahre – An der Schwelle der Reformation“. Das Veranstaltungsprogramm in beiden Jahren wurde und wird durch die Stadt Erfurt mit der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, dem Bistum Erfurt, der Universität Erfurt, der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, zahlreichen städtischen kulturellen Einrichtungen, dem VBK Thüringen und vielen engagierten Vereinen und Künstlern koordiniert, vorbereitet und durchgeführt. Dieses, über zwei Jahre laufende kulturelle Jahresthema, bildet in dieser komprimierten Form den zentralen Beitrag der Landeshauptstadt Erfurt innerhalb der Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum. Die relativ frühe Einordnung 2010/2011 ergab sich durch den historischen Bezug zur Romreise Luthers.

Die weiteren Projekte werden unten genannt. Die Bau- und Veranstaltungsprojekte wurden innerhalb einer Steuerungsgruppe der Stadt, bestehend aus Stadtverwaltung (OB-Bereich, Dezernat 05, Kulturdirektion, Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung, Stadtkämmerei), Evangelischer Kirche Mitteldeutschlands, Bistum Erfurt, Universität Erfurt und Erfurter Tourismus&Marketing GmbH abgestimmt. Desweiteren erfolgten mit dem Thüringer Kultusministerium sowie mit den weiteren thüringer Lutherstädten Eisenach und Schmalkalden gegenseitige Informationen zu den Projekten, die vom Sprecher der thüringer Luther-Kommunen im Lenkungsausschuss „Reformationsjubiläum 2017“, dem Bürgermeister der Stadt Schmalkalden, vertreten werden. Generell steht das Augustinerkloster als die authentische Lutherstätte in Erfurt sowohl als anerkanntes Kulturdenkmal und Kirchenbauensemble als auch mit der ständigen Ausstellung „Bibel-Kloster-Luther“ ständig für interessierte Besucher zur Verfügung und damit auch gewissermaßen bis 2017 und darüber hinaus im Mittelpunkt des Geschehens.

Ebenso bietet die Erfurt Tourismus&Marketing GmbH eine zweistündige Stadtführung „Martin Luther in Erfurt“ ganzjährig an. Seitens der Thüringer Tourismus GmbH wird an der Etablierung des Lutherweges in Thüringen gearbeitet. In Erfurt erfolgt die Einweihung des durch die Stadt führenden Teilstückes als „Luthermeile“ bereits in diesem Jahr und verbindet die Lutherstätten und Lutherorte innerhalb Erfurts. In den Jahren bis 2017 sind derzeit folgende städtische Projekte geplant:

– 2012: Orientierung, entsprechend des Themenjahres der Lutherdekade „Reformation und Musik“, auf kulturelles Jahresthema in Erfurt „Musik baut Brücken“, innerhalb dessen Veranstaltungen zum Thema vorgesehen sind, Festliche Eröffnung des Thüringer Reformations-Themenjahres am 18.01.2012 in der Thomaskirche in Erfurt; – Sonderausstellung „Amplonius“ des Museums für Thüringer Volkskunde;

– 2013: Sonderausstellung „„Pracht, Toleranz und Mord – Juden und Christen im Mittelalter“ des Stadtmuseum und der Alten Synagoge Erfurt;

– 2014: Sonderausstellung zum Pfründnerwesen im Museum für Thüringer Volkskunde „Von Glaubensdingen und Geldsachen – Das Erfurter ‚Große Hospital‘ zu Luthers Zeiten“;

– 2015: Dauerausstellung zur patrizischen Wohn- und Lebenskultur im 16. Jh. mit Bezug zur Alten Universität als wichtigsten Studienort Luthers im Vorderhaus zum Güldenen Krönbacken (ehemaliges Lateinisches Viertel);

– 2016: Sonderausstellung „Von Dürer bis Thal – Naturbetrachtung und Naturdarstellung in der Reformationszeit“ im Naturkundemuseum;

– 2017: dezentrale Sonderausstellung „Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben“ – Geschichte und Wirkung der Bettelorden in Erfurt“ im Stadtmuseum, Barfüßerkirche, Predigerkirche, Augustinerkloster.

Darüber hinaus wird innerhalb der jährlichen Veranstaltungsreihen wie den Erfurter Kirchenmusiktagen, den Nachtkonzerten im Augustinerkloster, den Orgelkonzerten in der Predigerkirche u.ä. besonders die Musik der Reformationszeit einen Schwerpunkt bilden. Sowohl die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands als auch das Bistum Erfurt werden sich mit einer Vielzahl inhaltlicher Veranstaltungen bis 2017 einbringen. Bis 2017 und gegebenenfalls darüber hinaus wird an der Entwicklung des ehemaligen Lateinischen Viertels als authentischer Stadtraum aus der Reformationszeit – fixiert an der Person Martin Luthers und dessen Aufenthalt und Wirken in Erfurt – mit Schwerpunkt Kulturhof Krönbacken gearbeitet.

2. Wodurch werden diese Vorhaben langfristig finanziert?

Für die unter 1. genannten städtischen Projekte sind städtische Mittel, Landesmittel und die Förderung durch Dritte vorgesehen. Seit März dieses Jahres liegen seitens des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Fördergrundsätze für das Programm „Reformationsjubiläum 2017“ vor. Inwieweit sich o.g. Projekte in dieses Programm einordnen lassen, ist im Einzelfall zu prüfen.

3. Beabsichtigt die Stadt Erfurt, Träger von Lutherstätten bzw. deren Projekte und Bauvorhaben bei den Förderanträgen der Bundesregierung zu unterstützen, wenn ja, in welcher Form?

In Erfurt werden nachfolgend genannte authentische Orte als Lutherstätten bezeichnet:

– Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt

– Collegium maius

– Dom St. Marien

– Georgenburse Erfurt

– Michaeliskirche (Universitätskirche).

Über etwaige Projektförderanträge dieser kirchlichen bzw. privaten Einrichtungen an die Bundesregierung liegen der Stadt derzeit keine Kenntnisse vor. Sollten Anträge, insbesondere Bauanträge gestellt werden, wird die Stadt projektbezogen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und unter Beachtung der geltenden Förderrichtlinien unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Bausewein

 

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