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„Europäisches Jahr 2012 für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“

Redebeitrag bei der Regierungsmedienkonferenz am 17. Januar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Seniorenmitwirkungsgesetz wurde heute von der Landesregierung beschlossen. Über das wichtige Signal zum Beginn des Jahrs des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen freue ich mich. Es zeigt, dass es tatsächlich um aktive Mitwirkung geht und nicht nur um Angebotsgestaltung für Seniorinnen und Senioren geht.

Aktives Altern ist laut Weltgesundheitsorganisation ein Prozess, in dem die Möglichkeiten im Hinblick auf Gesundheit, Teilhabe und Sicherheit optimiert werden, um die Lebensqualität der alternden Personen zu verbessern. Durch aktives Altern können die Menschen ihr Potential für ihr physisches, soziales und geistiges Wohlergehen im Laufe ihres ganzen Lebens ausschöpfen und am Gesellschaftsleben teilhaben, und gleichzeitig werden sie in angemessener Weise geschützt, abgesichert und betreut, sollten sie dies benötigen. Daher erfordert die Förderung des aktiven Alterns einen mehrdimensionalen Ansatz sowie Mitverantwortung und dauerhafte Unterstützung aller Generationen.

Das Europäische Jahr 2012 für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen baut auf dem Vermächtnis des Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und des Europäischen Jahres 2011 der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft auf, und dem entsprechend sollten die Synergien zwischen diesen Europäischen Jahren gefördert werden. 2013 wird das Jahr der Bürgerinnen und Bürger sein.

An die Themen „Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung“ und „Freiwilligentätigkeit zur Förderung der aktiven Bürgerschaft“ knüpfen besonders die Akzentsetzungen in den neuen Bundesländern an. Wir haben hier Jahrgänge, in denen nicht wenige bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, ohne vor Erreichen des Rentenalters voraussichtlich noch einmal den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu schaffen. Aber gerade sie dürfen sich nicht abgeschrieben fühlen, sondern müssen in das gesellschaftliche Leben eingebunden werden. Freiwillige Übernahme von ehrenamtlichen Aufgaben kann hier sehr hilfreich sein und das Europäische Jahr des aktiven Alterns ist geeignet dafür einen zusätzlichen Motivationsschub zu leisten. Selbstverständlich sind wir auch in den neuen Bundesländern daran interessiert, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre letzten Berufsjahre sowie den Übergang in das Rentenalter bei guter Gesundheit bewältigen, in den alten Bundesländern wird dies allerdings vielfach als der Hauptschwerpunkt des europäischen Jahres gesehen. Beiden Schwerpunktsetzungen, Gesundheit und Teilhabe, ist jedoch gemeinsam, dass sie nicht nur bei den Seniorinnen und Senioren im höheren Lebensalter ansetzen, sondern davon ausgehen, dass für ein aktives Alter bereits die Einstiegsphase in das Rentenalter von hoher Bedeutung ist und bereits hier die Weichen richtig gestellt werden müssen.

Morgen wird die europäische Auftaktveranstaltung in Kopenhagen sein und am 6. Februar in Berlin die bundesweite Auftsaktveranstaltung. Die geplante Thüringer Eröffnungsveranstaltung Ende März hat Frau Ministerin Walsmann bereits erwähnt. Daran werden sich noch viele Veranstaltungen auf verschiedenen Ebenen anschließen.

In der ersten Jahreshälfte werde ich eine Fachtagung gemeinsam mit der Liga der Wohlfahrtspflege ausrichten, die sich mit den Chancen des Bundesfreiwilligendienstes insbesondere für die Vorruheständler und Senioren beschäftigt. Darüber hinaus wird es einen Fachkongress zum Thema Gesundheit im Seniorenalter geben, der für die zweite Jahreshälfte geplant ist. Bereits im Februar wird es zum Europäischen Jahr 2012 in Erfurt und in Nordhausen zwei Veranstaltungen zur Vielfalt des Alterns und des gesellschaftlichen Engagements geben.

Insbesondere die Entwicklung im ländlichen Raum vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen einschließlich der Land-Stadt-Wanderungs-bewegungen wird ein Themenschwerpunkt von Veranstaltungen mit Blick auf die ältere Generation sein. Vorgesehen sind weiterhin Veranstaltungen zum Fachkräftebedarf und der Einbeziehung älterer Arbeitnehmer. Zu deren Vorbereitung gibt es Kooperationsgespräche mit Wirtschaftsverbänden. Die ESF-Jahreskonferenz im Sommer 2012 wird ihren Schwerpunkt auf ältere Beschäftigte legen, voraussichtlich unter dem Motto: „Ältere Beschäftigte – zu jung um alt zu sein“.

Für den September plane ich zusammen mit einem Seniorenverband eine Fachtagung zum Thema Generationenarbeit. In Zusammenarbeit der Serviceagentur Demografischer Wandel mit dem Thüringer Netzwerk Demografie ist eine Veranstaltung zur Bedeutung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Installierung von betrieblichen Demografieberatern in kommunalwirtschaftlichen Unternehmen vorgesehen.

Für mich gehört es auch zum Jahr des aktiven Alterns möglichst vielen Thüringer Seniorinnen und Senioren die Möglichkeiten, die das neue Seniorenmitwirkungsgesetz bietet, näher zu bringen. Auch hierzu wird es mit Sicherheit eine Reihe von Veranstaltungen geben.

Anfang Oktober letzten Jahres habe ich sowohl öffentlich als auch durch direkte Ansprache mögliche Interessenten auf die Projektausschreibung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 hingewiesen. Die Projektausschreibung stieß in Thüringen auf großes Interesse, in dessen Ergebnis 24 Anträge aus Thüringen gestellt wurden. Ausgewählt wurden schließlich deutschlandweit 46 Projekte. Ich freue mich, dass Thüringen unter den 16 Bundesländern mit vier ausgewählten Projekten überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat. Im Einzelnen sind dieses Projekte des AWO Landesverbandes Thüringen, der Fachhochschule Jena, des Offenen Hörfunkkanals Eisenach e.V. und des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Thüringen e.V. ausgewählt, darunter auch die vier genannten aus Thüringen. Ich werde diese Projekte begleiten. Aber auch die Vorhaben der anderen Antragsteller werde ich mir näher anschauen und je nach Bedarf und Möglichkeiten prüfen, inwieweit eine Unterstützung auf Landesebene möglich ist.

2012 ist nicht nur das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen, sondern durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wurde das Jahr 2012 zum „Jahr gegen Altersdiskriminierung“ erklärt. Ich denke, dass dies sehr gut zusammen passt, denn gerade die Betonung des aktiven Alterns wird dabei helfen, die leider sehr tief sitzenden Altersklischees, auch bei Älteren selbst, zu bekämpfen und zu positiveren Bildern vom Altern zu finden, als sie vielfach vermittelt werden.

Dafür ist es wichtig, dass die Solidarität zwischen den Generationen gelebt wird, dass verschiedene Generationen auch außerhalb der Familie zusammenfinden können. Ein gute Möglichkeit dafür sind die Mehrgenerationenhäuser. Informationen dazu können Sie einer von mir herausgegebenen Broschüre über die Thüringer Mehrgenerationenhäuser entnehmen, die ich Ihnen mitgebracht habe und die auch über die Homepage des Generationenbeauftragten zur Verfügung steht.

 

 

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  1. Auftakt zum Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen | Michael Panse, Ihr Stadtrat für Erfurt

    […] nun vorliegt. Gemeinsam mit der Europa- und Staatskanzleiministerin Marion Walsmann habe ich die Aktivitäten des Landes vorgestellt. Inzwischen ist eine ganze Menge an guten Veranstaltungen zusammengekommen und ich bin […]

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