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Die Kita-Diskussion geht weiter

Kita Glückskäfer (1)

Baulich gibt es in Erfurt noch viel zu tun, bis ausreichend Kita-Plätze da sind

Im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Erfurt ging es gestern Abend einmal mehr um die Kita-Situation in Erfurt, die leider vor allem von einem Platzmangel geprägt ist. In den nächsten Wochen werden der Jugendhilfeausschuss und der Stadtrat zwar den Kita-Bedarfsplan 2011/2012 beschließen, allerdings wird damit wohl nur eine geringfügige Besserung der Situation eintreten.

Es bleibt das größte Problem, dass alle bestehenden Einrichtungen übervoll sind, insbesondere Eltern mit Kleinkindern unter 2 Jahren keinen Platz finden. Das Jugendamt verweist in der Regel darauf, dass der Rechtsanspruch für diese Altersgruppe schließlich erst ab 1.8.2013 gelten würde. Damit liegen sie allerdings nur bedingt richtig, denn Tatsache ist, dass Eltern bereits jetzt einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben wenn es gemäß KitaG die besondere Lebenssituation der Eltern erfordert. Dies gilt wenn beide berufstätig sind, für Alleinerziehende und analog auch, wenn sie in Ausbildung oder Studium sind.

Zuoft lassen sich leider Eltern vertrösten, hinhalten oder abwimmeln. Um eine besonders benachteiligte Gruppe ging es dabei erneut im Jugendhilfeausschuss. Die Inanspruchnahme von Kita-Plätzen durch Kinder mit Migrationshintergrund zeigt auf, dass 19 Kinder unter 2 Jahren und 793 Kinder zwischen 2 Jahren bis Schuleintritt in Erfurter Kitas betreut werden. Insbesondere bei den Kindern unter 2 Jahren weisen diese Zahlen extreme Unterschiede auf. Es bleibt ein Ärgernis, dass die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund offensichtlich zuwenig Hilfe bei der Suche nach Kita-Plätzen und Durchsetzung ihres Rechtsanspruchs erhalten.

Die zuständige Sozialbeigeordnete hat gestern zum Thema zwar wieder viel gesagt, aber nur wenig was den Eltern tatsächlich hilft. Ich habe für die CDU erklärt, dass wir das Wunsch- und Wahlrecht überhaupt nicht gewährleistet sehen und erst recht nicht bereit sind Wartezeiten von bis zu einem Jahr bei Kindern mit Rechtsanspruch hinzunehmen. Ich kenne Fälle von 4 und 5 jährigen Kindern mit Migrationshintergrund, die immer noch keinen Kita-Platz haben. Ganz am Ende der gestrigen Beratung kam dann dazu das Angebot der Beigeordneten, dass sich Eltern werne direkt an ihr Büro wenden können und dann ihr Problem gelöst wird. Ich bin gespannt wie weit diese Brücke trägt und werde Eltern gerne an das Büro von Frau Thierbach im Rathaus verweisen.

 

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