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Allen alles versprechen…

Beratung beim Oberbürgermeister (Bildquelle: Thüringen-Journal)

Beratung beim Oberbürgermeister (Bildquelle: Thüringen-Journal)

Spätestens seit heute dürfte es dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt klar sein, dass es unredlich ist allen alles zu versprechen und dann nichts zu tun. Die Lieblingsstrategie von Andreas Bausewein ist heute gleich doppelt gescheitert.

Am Vormittag erklärte er den Medien, dass er mit Beginn des Jahres sein Amt als SPD-Landesvorsitzender niederlegt, weil er sich auf den Oberbürgermeisterwahlkampf konzentrieren möchte. Dass er nach zunehmenden Druck aus seiner Partei und der gescheiterten Gebietsreform hinschmeißen würde war weniger überraschend – der Zeitpunkt hingegen überraschte auch die Mitstreiter. Die Genossinnen beklagten sich in den sozialen Netzwerken, dass sie es mal wieder aus den Medien erfahren würden.

Vor zwei Wochen war SPD-Landesparteitag und dort hätte natürlich nicht nur der Stellvertreter, sondern auch der Vorsitzende neu gewählt werden können. Andreas Bausewein absolvierte den Pflichttermin auch schon sichtlich lustlos. Seine Partei hat er in den letzten Jahren weder geführt noch gestaltet. Ebenso wie im Amt des Oberbürgermeisters ist er kein Gestalter und Macher, sondern vor allen ein Verwalter.

Wer dafür heute noch nach einem weiteren Beleg suchen wollte, wurde bei der Beratung der Fraktionsvorsitzenden mit dem OB zum Thema Rot-Weiß fündig. Vor genau 10 Tagen gab es eine erste Beratung zur finanziellen Lage bei Rot-Weiß. Im Interview auf seiner Facebook-Seite erkläre damals es ginge ihm darum „Wie kriegen wir RWE gerettet.“ und wir werden „sehen was gemeinsam zu machen ist“. Nach dem Gespräch passierte bis heute nichts. Auch heute lag kein konkreter Vorschlag auf dem Tisch – lediglich das Fazit des Oberbürgermeisters, dass es wohl keine breite Mehrheit für eine Unterstützung von RWE im Stadtrat gäbe.

Verschaukelt fühle ich mich schon, wenn ich zu dieser Analyse ins Rathaus eingeladen werde. Fakt ist: eine Finanzierung der Deckungslücke von RWE in Höhe von 600.000 Euro ist rechtlich nicht möglich und politisch nicht durchsetzbar. Ich habe vor einigen Tagen schon geschrieben, warum dies nicht geht und bin erstaunt, dass offensichtlich selbst der OB glaubte es könnte gehen (im Bild-Interview erklärte Ex-RWE-Präsident Rolf Rombach, dass Bausewein ihm 600.000 Euro in Aussicht gestellt habe.

Beim anschließenden Gespräch mit dem MDR

Beim anschließenden Gespräch mit dem MDR

Die CDU-Fraktion hat bereits beim Bau der Multifunktionsarena gewarnt, dass dieses Projekt zum Bumerang für die Stadt und RWE werden könne. Leichtfertig haben der OB und seine zuständige Beigeordnete den Aussagen geglaubt, dass in ein neues Stadion durchschnittlich 10.000 Zuschauer kommen würden und RWE über zu 500.000 Euro Miete zahlen könnte, wenn Namensrechte und Logen verkauft sein würden. Diesem Prinzip Hoffnung folgt nun die Ernüchterung. Verspätete Fertigstellung der MFA und die Probleme der Westtribüne, weniger Zuschauer und höhere Aufwendungen für die Stadionsicherheit bringen für RWE das wirtschaftliche Fass zum Überlaufen. Natürlich sind dies nicht die Hauptursachen der jetzigen Probleme, aber sie tragen dazu bei.

Wie es bei RWE weiter geht vermag momentan kein Mensch sagen. Dass es darum gehen muss die Nachwuchsarbeit zu sichern und den Verein auch im Falle einer Insolvenz zu retten scheint der einzige Konsens zu sein. Die heutige Beratung beim Oberbürgermeister war dafür aber wenig hilfreich. Allerdings war es heute sowieso nicht sein Tag.

Bericht des Thüringen-Journals

Artikel in der TA zum Thema

Kicker.de

 

 

 

 

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  1. Lebenszeichen von RWE | Michael Panse, Ihr Stadtrat für Erfurt

    […] gleich wieder relativieren. Insofern schauen Medien und Fans gespannt auf den heutigen Abend. Seit Ende Dezember 2017 ist klar, dass die Stadt bei der Frage nicht helfen kann. Hoffnungen, die Oberbürgermeister Andreas […]

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