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Gespielte Empörung

Ohne die sonst übliche Floskel "mit sozialistischen Grüßen" ;-)

Ohne die sonst übliche Floskel „mit sozialistischen Grüßen“ 😉

Gekaufte Adressdateien für den Wahlkampf? Seit einer Woche wird das Thema medial heftig diskutiert, ob es in Ordnung ist, wenn den Parteien zu Wahlkampfzwecken Adressdateien von speziellen Wählergruppen zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist das allerdings etwas Neues noch außergewöhnlich. Seit vielen Jahren stellen die Einwohnermeldebehörden den Parteien zu Wahlkampfzwecken aufbereitete Adressdateien zur Verfügung – auch bei uns in Erfurt.

Je nach Zielgruppe und zur Verfügung stehenden Finanzen entscheiden sich die Parteien für Senioren- oder Erstwähler, manchmal auch sortiert nach Ortsteilen. Ebenso wenig Neu ist es, dass sich Parteien an den Wahlergebnissen vergangener Wahlen orientieren. Diese Auswertungen gibt es stadtteilbezogen oder nach Ortsteilen von den jeweiligen statistischen Landesämtern. Die Kritik am aktuellen Verfahren, welche vor allen von den Linken und der AfD kommt, zeugt nicht nur von Unwissenheit, sondern ist auch verlogen.

Mein 16jähriger Sohne hat an diesem Wochenende einen sogenannten Erstwählerbrief von der Erfurter Oberbürgermeisterkandidatin der Linken erhalten. Inhaltlich bot der Brief keine wahlrelevanten Themen an und wird ihn wohl auch nicht überzeugen können. Aber immerhin war der Brief personalisiert und mein Sohn wurde von der Kandidatin im vertraulichen Genossen-Tonfall geduzt und mit Vornamen angesprochen. Natürlich geschah dies sicher in Kenntnis wer in Erfurt Erstwähler ist, bzw. der „Zielgruppe“ 16-18-Jährige angehört. Ganz offensichtlich haben somit auch die Linken das Angebot des Einwohnermeldeamtes in Erfurt genutzt. Das ist OK und nicht zu kritisieren – allerdings sollten sie dann auch selbst den „Ball flach“ halten. Bevor sich also die Bundes-Linken wieder einmal mit gespielter Empörung zu Wort melden, wäre es angezeigt, sich einmal bei den eigenen Parteiniederungen zu erkundigen.

 

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