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Alle Jahre wieder – Nationalismus-Diskussionen zur WM

Mit unserem OB am Tischkicker

Regelmäßig zur Fußball-Weltmeisterschaft und zur Europameisterschaft melden sich linke Jugendgruppen und grüne PolitikerInnen zu Wort und warnen vor Nationalismus. Als Grund des Übels erkennen sie stets die schwarz-rot-goldenen Fahnen an Autos, Jubelgesänge nach den Spielen und die Frage, ob die Nationalhymne mitgesungen werden sollte.

In diesem Jahr hat es Claudia Roth bundesweit in die Schlagzeilen geschafft. Pünktlich zum heutigen WM-Start der deutschen Mannschaft forderte sie die deutschen Fans zur Zurückhaltung auf und erklärte nebenbei noch wie sie die Diskussion um die Türkei und deutsche Fußballer sieht. Nun sind wir es von den Grünen durchaus gewöhnt regelmäßig belehrt und moralisch bewertet zu werden. Ich werde mich allerdings nicht damit abfinden und dem auch regelmäßig widersprechen. Glücklicherweise bekommt Frau Roth den Widerspruch auch medial.

Ich trage bei Sportveranstaltungen gerne Fanutensilien mit mir und dokumentiere damit, welches Team ich anfeure. Ich habe einen Schrank voll Trikots von Fußball, Volleyball, Eishockey, Basketball und Handball – darunter viele aus anderen Ländern. Aber wenn unser Team spielt ist es angemessen schwarz-rot-goldene Deko zu nutzen. Das hat überhaupt nichts mit Nationalismus zu tun, wie es die Grüne gerne unterstellt, sondern mit Begeisterung für unser Team. Ich habe kein Verständnis, wenn der Umgang mit der AfD inzwischen dazu führt, dass unsere Nationalfarben und die Hymne in eine Ecke gerückt wird, wo sie Linke und Grüne gerne sehen wollen.

Gestern Vormittag habe ich im Sportpark Johannesplatz mit unserem Oberbürgermister eine Runde am Tischkicker gespielt. Ich hatte dabei das Sporttrikot von Kroatien an, weil die gestern Abend gespielt haben. Niemand hat mich darauf angesprochen – keine deutschen Nationalisten und auch keine der anderen Sportparkbesucher. Insofern kann sich Frau Roth wieder abreagieren. Im Jahr 2008 ging der Zirkus schon los, als linke Jugendgruppe Autofahnen zum Sturm frei gaben. 2010 war es die Präsidentschaftskandidatin der Linken Luc Jochimsen. 2016 bekamen sich die Grünen in Thüringen zum Thema in die Wolle und dieses Jahr halt Frau Roth. Glaubhaft ist das alles nicht.

 

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