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Shell-Jugendstudie 2019 – Rückblick auf zwei Jahrzehnte

Meine ersten beiden Jugendstudien

Schon seit dem Jahr 2000 beschäftige ich mich regelmäßig mit der Shell-Jugendstudie. Während es während der Abgeordnetenzeit automatisch mein Thema war, weil ich in der CDU-Landtagsfraktion für Jugend- und Familienpolitik zuständig war, war es später das berufliche Interesse. Als Generationenbeauftragter und als Leiter der Elternakademie gehörte die Lebenssituation und Erwartungshaltung junger Menschen ebenfalls zu meinen Aufgaben.

Aus der nun 19jährigen Beschäftigung mit den Shell-Jugendstudien ist natürlich das Interesse geblieben, was uns die neue aktuelle Shell-Jugendstudie 2019 zu sagen hat. Erstaunlich finde ich, dass das Bild, welches die Medien von „der Jugend“ zeichnen so nicht stimmt. Dass sich die Jugend mehr für politische Themen interessiert ist nicht neu. Schon seit 2003 ist da eine kontinuierliche Zunahme zu verzeichnen und nicht erst mit der Generation Greta.

Bei persönlichen Werten der Jugendlichen waren es schon immer an erster Stelle gute Freunde (97 Prozent), eine vertrauensvolle Partnerschaft (94 Prozent) und ein gutes Familienleben (90 Prozent) an der Spitze. Das Umweltbewusstsein ist gestiegen, während materielle Dinge und ein hoher Lebensstandard sowie die Durchsetzung eigener Bedürfnisse weniger wichtig werden. Es zeigt sich nach Auffassung der Forscher ein Trend zu eher idealistischen, postmaterialistischen Einstellungen.

Beim Familienbild waren die Forscher überrascht. Immer noch wollen zwei Drittel der jungen Menschen später einmal Kinder haben – dies ist durch alle Jahre konstant. Sehr überraschend war aber für die Forscher, dass die Mehrheit der Jugendlichen sie ein eher traditionelles Familienbild haben. Die knappe Mehrheit von 54 Prozent wünscht sich bei einer späteren Partnerschaft mit Kleinkind ein Modell, bei der der Mann Allein- oder Hauptversorger ist. Jungs und Mädchen sehen das sehr ähnlich, trotz aller Veränderungen und neuen Rollenbilder. Dies alles sind Kurzzusammenfassung, die sicher auch politische diskutiert werden – so wie insbesondere auch die Anfälligkeit junger Menschen für Populismus. 9 Prozent der Jugendlichen stimmen allen populistischen Thesen zu und 24 Prozent immerhin noch einem großen Teil.

Eine ausführliche Beschäftigung mit der Shell-Jugendstudie habe ich mir vorgenommen, wenn sie bei mir auf dem Tisch liegt. Erst danach wird sie wie ihre Vorgänger im Regal stehen. Es ist immer wieder interessant zwei Jahrzehnte zurück zu blicken und zu vergleichen.

 

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