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Schwarz-Weiß hält bei Rekordmeister zwei Sätze lange offen

Mein Blickwinkel

Unsere Damen von Schwarz-Weiß Erfurt waren an diesem Wochenende wieder auf Tour. Mit dem Bus ging es zum Rekordmeister nach Schwerin. Wie bei uns in Erfurt dürfen in Schwerin nur Geisterspiele stattfinden.

Alle Fans konnten aber das Spiel via Internet verfolgen – theoretisch zumindest. Praktisch funktionierte das System aber einen halben Satz gar nicht und einen weiteren Satz nur eingeschränkt. Nachfolgend daher der offizielle Spielrückblick zum Spiel:

„Der SSC Palmberg Schwerin hat Ernst gemacht – und sich für die junge Mannschaft von Schwarz-Weiß Erfurt als Nummer zu groß erwiesen. Keineswegs unerwartet. Doch bot das auf dem Papier kurzrundig erscheinende 0:3 (-20, -22, -17) für Erfurts Trainer Dirk Sauermann einigen Anlass, um mit positiven Eindrücken die lange Heimreise anzutreten.

„Wir sind auf einem guten Weg für die wichtigen Spiele“, sagte er mit Blick etwa auf das nächste Heimspiel gegen Roten Raben Vilsbiburg am kommenden Samstag. Die Bayern, die Straubing und Münster besiegt haben, scheinen als Siebter ein Team zu sein, gegen das sich die Erfurterinnen mehr ausrechnen dürften als vielleicht im Duell mit dem zwölffachen deutschen Meister. Der stand nach der 2:3-Niederlage in Aachen am Mittwoch umso mehr unter Druck und dachte nicht daran, auch nur eine Sekunde nachzulassen.

Dass die Erfurter gegen den lange durchspielenden Schweriner Stammsechser die ersten beiden Sätze aber offenhalten konnten, verbuchte Sauermann als einen der positiven Eindrücke. Und das besonders, weil seine Mannschaft den Ausfall einer ihrer Hauptangreiferinnen kompensieren musste. Madeline Palmer hatte sich im Training eine Kapselverletzung am Mittelfinger der linken Hand zugezogen. Die US-Amerikanerin fällt wohl mehrere Wochen aus.

Im Verbund mit Rica Maase gab speziell Paula Reinisch einen ansprechenden „Ersatz“. Sauermann attestierte der Erfurter Außenangreiferin „ein überzeugendes Spiel“. Das trug dazu bei, immer Kontrolle auch über die eigenen Aktionen zu haben und nicht einzubrechen.

Sorgen, dass es eine flotte Angelegenheit beim hochkonzentriert beginnenden Gastgeber werden könnte, schienen aufgrund des Auftaktes nicht so abwegig zu sein. Vor der gelben „Ersatzwand“ mit ein paar Pappmaché-Spielerinnen als Zuschauerkulisse legte die Mannschaft von Nationaltrainer Felix Koslowski ein 4:0 vor. Doch fingen sich die Erfurterinnen nach einer Auszeit schnell wieder und konnten ihrerseits einige schöne Punkte bis zum 20:25 erzielen.

Am häufigsten gelang das in Summe auf Erfurter Seite Sindy Lenz (12), während Taylor Agost bei Schwerin als Punktbeste elf direkte Zähler markierte. Die US-Amerikanerin wurde im Anschluss zur wertvollsten Spielerin gekürt. Gekonnt ihr Hieb durch die Lücke zum 22:20, der die Erfurter Hoffnungen im zweiten Satz so ziemlich zu begraben schien.

Dabei agierte Schwarz-Weiß mit einer ebenso als herausragende Spielerin gekürten Libera Michelle Petter auf Augenhöhe, lag sogar mehrfach minimal vorn und kam durch Maases Block noch einmal zum 22:23 heran. Nach einer risikoreichen, aber zu langen Aufgabe von Sara Kovac nutzte der Favorit seinen ersten Satzball zur 2:0-Führung nach Durchgängen.

Vielleicht wäre etwas mehr möglich gewesen. „Aber insgesamt geht der Sieg so in Ordnung“, resümierte Dirk Sauermann, nachdem der dritte Abschnitt klarer zugunsten Schwerins ausgefallen war. „Aber die Mannschaft hat sich vor allem in den ersten zwei Sätzen sehr gut verkauft.“.“

 

 

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