Ihr habt gekämpft – wir haben es gesehen

Saisonauftakt

Wenn die Fans am Ende eines verlorenen Spiels beim Eishockey dies singen, ist dies unter den gegebenen Umständen die höchste Form der Anerkennung für das eigene Team. Gestern Abend wurde dies für unsere Volleyballdamen in der Erfurter Riethsporthalle gesungen. Die lag daran, dass über 50 Eishockeyfans in der vollen Riethsporthalle waren. Aber dies lag auch daran, dass unsere Spielerinnen sich nach Kräften gegen den vielfachen Meister Schwerin wehrten.

Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es aber keinen Punkt, sondern eine klare 0:3 Niederlage. Nachfolgend der Bericht von Stephan Siegl zum Spiel:

Rekordmeister zu stark

Im ersten Spiel der neuen Saison unterlag Schwarz-Weiß Erfurt dem SSC Palmberg Schwerin mit 0:3. Damit untermauerten die Gäste ihre Ambitionen, um Titel mitspielen zu wollen, während die junge Erfurter Mannschaft die klare Überlegenheit der Mecklenburgerinnen anerkennen musste.

Die Gastgeberinnen begannen sehr nervös und kamen zunächst gar nicht ins Spiel. Erst nach der ersten Erfurter Auszeit (0:4), gelang Neuzugang Jaidyn Blanchfield der erste Punkt. Jedoch war es nicht der Knotenlöser für Schwarz-Weiß, die in der Annahme Probleme hatten. Am Ende des Satzes standen nur neun Punkte zu Buche.

Im zweiten Satz machte zwar Schwerin wieder den ersten Punkt, jedoch kämpften sich die jungen Thüringerinnen jetzt in die Partie. Bis zum 8:10 blieben sie dem Gast auf den Fersen, ehe sich dieser zum 14:21 entscheidend absetzte. Zwei Auszeiten von Konstantin Bitter konnten Schwerin nicht bremsen. Die knapp 800 Zuschauer feuerten die SWE-Damen trotzdem an und im Verbund mit Kapitänin „Toni“ Stautz, die zwei Satzbälle abwehrte, war das Satzende mit 19:25 aus Erfurter Sicht schon freundlicher.

Die spätere Erfurter MVP, Vera Mulder, eröffnete den dritten Durchgang mit einem erfolgreichen Angriff und in der Folge ging SWE, sehr zur Freude der lautstarken Kulisse, mit 7:4 in Führung. Doch der SSC korrigierte das postwendend mit vier Punkten in Serie. Das Agieren auf Augenhöhe gab es nur kurz, denn die effizient angreifenden Schwerinerinnen zogen kurz an, entfernten sich wieder in der Satzmitte (10:16) und beendeten nach 72 Spielminuten mit 25:17 das Spiel.

Auch wenn Schwarz-Weiß Erfurt dem Spiel gerne etwas mehr Spannung verliehen hätte, so werden sie die Niederlage schnell abhaken können. Die Partien, wo Punkte geholt werden müssen, kommen erst noch. StS

Bilder vom Spiel

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