Es geht voran im alten „Klub der Jugend und Sportler“

Blick in den Saal

Pünktlich zum Public Viewing zur Fußball WM soll der Stadtgarten wieder seine Türen öffnen. Bis dahin sind es noch zwei Monate. Sie wollten schon immer wissen, wie es hinter den Kulissen des alten jetzt Stadtgartens aussieht? Sie interessiert, was der neue Betreiber im Stadtgarten vor hat und welche Angebote es dort künftig geben soll?

Die Mitglieder meines CDU Ortsverbandes „Am Petersberg“ haben gestern Abend Antworten auf diese Fragen aus erster Hand bekommen. Wir alle verbinden sicher dem Stadtgarten im Dalbergsweg schöne Erinnerungen an Tanzstundenabschlussbälle und Konzerte. Viele Jahre war der Stadtgarten eine gute Veranstaltungsadresse. Allerdings haben die Stadt als Eigentümer und der Pächter nicht in die Bausubstanz investiert und so wurde die Liegenschaft im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages im letzten Jahr schließlich nach längerem Tauziehen an einen neuen Betreiber übergeben.

Die CDU-Stadtratsfraktion hat bei der Entscheidung im Stadtrat für das Angebot von Wolfgang Staub und seiner Tochter Hanna Staub votiert, weil es uns überzeugt hat. Ein schlüssiges Gesamtnutzungs- und Finanzierungskonzept, die kulturelle Nutzung des Objektes und der Erhalt des großen Saals waren dafür die ausschlaggebenden Punkte.

Wolfgang Staub ist in Erfurt kein Unbekannter. Er betreibt unter anderem erfolgreich die Kultureinrichtungen Alte Oper und Dasdie Brettl. Seine Tochter übernimmt jetzt das alte und neue Haus und zeigte uns die Bauentwicklung. Sowohl konzeptionell, als auch beim Sicherheits- und Brandschutz sowie der Sanitärräumen ist das Haus schon jetzt deutlich verändert. Konzerte werde sich künftig an das traditionelle junge Publikum wenden und der Biergarten ein Angebot für das Umfeld schaffen. Ich freue mich darauf, wenn im Stadtgarten die Neueröffnung ist und wünsche Hanna und Wolfgang Staub viel Erfolg.

Bilder vom Stadtgarten

„Den Knochen zum Hund bringen“

Bilder der Tagung

Sabine Eder, Vorsitzende der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) brachte es am Ende auf diese Formel, wenn es darum geht mit welchen Formaten der politischen Medienbildung wir wen erreichen wollen. Bei einer zweitägigen Fachtagung „Politische Medienbildung? Perspektiven für politische Bildung und Medienpädagogik“ in Dresden wurde gestern und heute der Austausch zwischen den Professionen Medienpädagogik/ Medienbildung und politischer Bildung angeregt. Für die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen habe ich an der Tagung teilgenommen.

„Kritische Medienbildung ist immer auch kritische politische Bildung und umgekehrt. Das betont nicht nur der aktuelle Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung vom Herbst 2020. Das zeigt auch die Erfahrung: Denn politische und mediale Wirklichkeiten sind schon seit Langem zunehmend verschränkt und nicht mehr ohne einander zu entschlüsseln. Doch wie lässt sich das in der Praxis konkret umsetzen? Was zeichnet „politische Medienbildung“ eigentlich aus?“ Diesen Fragestellungen gingen zahlreiche Referenten mit ihren Vorträgen nach, aber sie wurden auch in den Workshops von den Akteuren der politischen Medienbildung diskutiert.

Festgestellt wurde, dass es viele gute Angebote gibt, von denen viele Menschen gar nicht wissen. Neben der Frage, was wir vermitteln wollen, geht es vor allem um die Frage, wen erreichen wir womit. Darauf gab es keine abschließenden Antworten, aber viele wichtige Anregungen.

Bilder der Tagung

Schon lange hier und angekommen

Xuan Dan

Sehr gefreut habe ich mich gestern Abend über eine Einladung zu einem großen vietnamesischen Abendessen. Xuan Dan hatte ihre Familie, Freunde und Politiker eingeladen, um gemeinsam ihre offizielle Einbürgerung in Deutschland zu feiern.

Xuan und ihr Mann sind schon über dreißig Jahre in Deutschland und einst noch als Vertragsarbeiter zu DDR-Zeiten gekommen. Sie haben sich mit ihren Obst- und Gemüsegeschäft eine solide Existenz aufgebaut. Ihre beiden Kinder sind hier geboren und hatten damit schon die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei Xuan hat es etwas gedauert, aber wurde jetzt um so freudiger gefeiert.

Wir kennen uns seit vielen Jahren und haben viele Veranstaltungen miteinander gemacht. Xuan ihr Mann engagiert sich im Ausländerbeirat in Erfurt und ihre Tochter hat einst bei mir ein Praktikum im Landtag absolviert. In all den Jahren hat mich immer beeindruckt, wie sich unsere vietnamesischen Mitbürgerinnen und Mitbürger für ihre Kinder engagieren.

Bildung ist das zentrale Thema getreu dem asiatischen Sprichwort „Nur Bildung führt weg vom Reisfeld“. Konfuzius soll dies vor über 2500 Jahren gesagt haben. Vor fast 20 Jahren konnte ich etwas mithelfen, die vietnamesische Samstagsschule in Erfurt zu etablieren. Dort haben vietnamesische Kinder intensiv die deutsche Sprache und die vietnamesische Kultur gelernt und ihre Eltern haben dies neben dem normalen Schulprogramm selbst organisiert und finanziert.

Ich wünsche Xuan und ihrer Familie alles Gute. Es ist toll zu erleben, wie sie mit ihrer Familie bei uns uns angekommen ist, selbstverständlich dazu gehört und uns trotzdem immer wieder auch die vietnamesische Kultur näher bringt. Danke für einen sehr schönen gemeinsamen Abend!

Neuwahl beim 38. Landesparteitag der CDU Thüringen

Es ist immer wieder eine Freude Bernhard Vogel zu treffen

Landesparteitage sind wie große Familientreffen – so ganz genau weiß man nie was einen erwartet, aber man hofft das Beste. Seit 1991 war ich bei fast allen Landesparteitagen der CDU Thüringen dabei und die Storys davon könnten inzwischen Bücher füllen. Irgendwann vielleicht einmal…

Der 38. Landesparteitag im Schützenhaus in Pößneck hatte die Neuwahl des Landesvorstandes auf dem Programm. Der Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag Mario Voigt übernahm den Staffelstab mit beachtlichen 85 Prozent Zustimmung von Christian Hirte. Statt drei haben wir jetzt vier Stellvertreter. Zu Raymond Walk, Thadäus König und Beate Meißner kam Christian Hirte dazu. Ansonsten gab es viel Konstanz bei den weiteren Wahlen.

Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Prof. Bernhard Vogel. Mit fast 90 Jahren lies er es sich nicht nehmen als Ehrenvorsitzender der CDU Thüringen beim Parteitag dabei zu sein und ans Rednerpult zu treten. Wie immer wenn Bernhard Vogel spricht ist ihm die Aufmerksamkeit und der Applaus sicher. Er ist und bleibt ein politisches Ausnahmetalent. Für mich war Bernhard Vogel immer ein Vorbild und ich denke gerne an die gemeinsame Zeit.

Bilder vom Landesparteitag

Ergebnisse des 38. Landesparteitages

Spoileralarm (oder auch nicht)

Großlieferung

Wenn der Paketbote im Homeoffice klingelt, kann es auch eine dienstliche Lieferung sein. Heute jedenfalls war der Paketbote froh, dass er sein großes Paket nicht wieder mitnehmen musste. Im Buchhandel ist das neue Buch von Arye Sharuz Shalicar „Schalom Habibi“ (erscheinen im Verlag Hentrich & Hentrich), von dem ich nun (vorübergehend) 75 habe erst ab dem 1. Oktober erhältlich.

Außer einigen Buchrezensionen ist im Netz darüber noch nicht so viel zu lesen. Ich werde das Buch zwar in den nächsten Tagen lesen, aber natürlich noch nichts dazu verraten – der Spannungsbogen soll ja erhalten bleiben.

Bis zum Start der Pilgerreise der CDU Thüringen in zwei Wochen werde ich es durch haben – oder auf dem Flug nach Tel Aviv lesen. Ich freue mich darauf, dass ich am Tag nach dem Verkaufsstart am 2. Oktober Arye in Jerusalem treffen und wir dabei sicher auch über das Buch sprechen werden.

Vor allem werden wir aber seine Thüringen-Tour vorbereiten. Ende November wird Arye Sharuz Shalicar für fünf Tage nach Thüringen kommen und auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen sein neues Buch in voraussichtlich zwei Abendveranstaltungen vorstellen. Zudem werden wir in vier Schulveranstaltungen den Film über seine Jugendzeit „Ein nasser Hund“ präsentieren und mit ihm darüber diskutieren und eine Veranstaltung zum Antisemitismus in der Erfurter Universität durchführen.

Die 75 Bücher wird Arye dann im Dezember mit zurück nach Israel nehmen – falls ich bis dahin nicht alle verkauft habe.

Newsletter 15/2022 zur Arbeit der LZT

Der NL 15/2022

Inzwischen ist es wieder normal geworden, dass wir in der LZT Veranstaltungen planen und dann auch tatsächlich durchführen. Die Beteiligung an den Veranstaltungen bleibt aber höchst unterschiedlich. Dies hat nach meiner Beobachtung mit Corona, aber vor allem mit einer intensiveren Auswahl der Veranstaltungen zu tun. In den letzten zweieinhalb Jahren haben sich die Menschen angewöhnt weniger und gezielter Veranstaltungen zu besuchen. Zudem ist auch viel von der alten „Stammkundschaft“ verloren gegangen.

Seit Januar 2021 bewerben wir unsere Veranstaltungen nicht nur mit Flyern, über unsere Homepage und die sozialen Medien, sondern auch mit einem 14tägig erscheinenden Newsletter. Heute habe ich den aktuellen verschickt.
Der Newsletter 15/2022 enthält die Termine der LZT bis Ende September und zudem eine Rückblick auf ausgewählte Veranstaltungen. Für das 20. Internationale Symposium in Weimar, die Seminarreise der LZT nach Berlin und das Frauenseminar in Würzburg sind die Programm und die Anmeldeunterlegen ebenfalls im Newsletter 15/2022. Der nächste Newsletter folgt Ende September.
Über neue Abonnenten freue ich mich auch ganz persönlich. Die Anmeldung ist einfach mit einem Klick auf unserer Homepage machbar.

Weit gereister Wein

Weinprobe auf dem Petersberg

Südafrika ist für seine Weine bekannt und Weinkenner wissen natürlich auch, dass es die Holländer waren, die vor 370 Jahren den Weinanbau an das Kap brachten. Am 7. April 1652 betrat damals der Kaufmann Jan van Riebeeck zum ersten Mal südafrikanischen Boden und stellte fest, dass man aufgrund des Klimas hier Weinanbau betreiben könnte. Weinpflanzen wurden nach Südafrika gebracht und rund 20 Jahre später wurde Stellenbosch das erste Zentrum der „Winelands“.

1685 entstand das Weingut Muratie. Der heutige Weingutsleiter Dr. Rijk Melck brachte heute Abend seinen Wein zurück nach Europa, nach Erfurt auf den Petersberg. Die Weinprobe von sieben ausgewählten Muratie-Weinen im Thüringer Vinarium war mit vielen Informationen und Anekdoten zum südafrikanischen Wein angereichert und machte Lust auf mehr. Vielen Dank für die Organisation und die Einladung Stefan Beck. Nach dem Weinfest am vergangenen Wochenende war dies der perfekte Start in die neue Woche 😉

Chaim Noll in Ettersburg

Wiedersehen mit Chaim Noll

Volles Haus gab es heute auf Schloss Ettersburg. Der israelische Schriftsteller Chaim Noll war Gast im Weißen Saal und stellte sein Buch „Die Wüste“ vor. Über das Wiedersehen mit Chaim Noll habe ich mich sehr gefreut.

In den letzten Jahren hatten wir mehrmals Veranstaltungen mit ihm in Thüringen und bei unseren Israel-Reisen waren wir drei Mal bei ihm in seinem Haus im Negev zu Gast. Unter den rund 80 Besuchern der heutigen Buchvorstellung waren daher auch ein halbes Dutzend Israel-Mitreisende der letzten Jahre. Sein neues Buch „Die Wüste“ hatte Chaim Noll uns schon im Oktober letzten Jahres vorgestellt.

20 Jahre hat er an dem rund 700 Seiten starken Buch gearbeitet und darin viel Wissenswertes über die Wüste und seine Bewohner zusammengetragen. Die Wüste spielt in allen drei großen Weltreligionen eine große Rolle. Das alte Testament spielt nahezu ausschließlich in der Wüste und darauf nimmt Chaim Noll in vielen seiner Texte Bezug. Das Land Israel ist heute ein modernes Land, es gibt genug Wasser um nicht nur die 10 Millionen Israelis zu versorgen, sondern auch für Jordanien und die Palästinenser. Die Wüste – insbesondere die Negev an deren Rand Chaim Noll wohnt – übt aber immer noch eine besondere Faszination aus.

In drei Wochen werden wir wieder mit einer Gruppe in Israel sein. Dieses Mal werden wir nur einen kleinen Eindruck von der Wüste bekommen, wenn wir nach Massada fahren. Aber ich werde dabei an das Buch von Chaim Noll denken.

Bilder der Buchvorstellung

Dank und Wehmut!

Abschiedsfoto

Herzlichen Glückwunsch den Sportlerinnen und Sportlern sowie Mannschaften des Jahres 2020 und 2021. Leider fiel zwar die Eintragung in das goldenen Buch der Stadt Erfurt (traditionell am Vormittag der Sportgala) aus, aber trotzdem wurden die Sportlerinnen und Sportler geehrt.

Wie in den letzten Jahren moderierte die Stadtsportbundvorsitzende Birgit Pelke die Veranstaltung in der Thüringenhalle. Herzlichen Dank ihr und ihrem Team vom SSB, dass sie die Organisation bis jetzt immer übernommen haben. Viele zeitgleich stattfindende Termine führten aber dazu, dass viele Tische leer blieben. Ich finde dies sehr schade, denn unsere Sportlerinnen und Sportler verdienen eine angemessene Ehrung.

Voraussichtlich war die gestrige Erfurter Sportgala nach über 30 Jahren wahrscheinlich auch die letzte. Der Stadtsportbund kann leider den hohen Aufwand der Organisation nicht mehr bewältigen und die Unterstützung der Stadt ist in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen. Bezeichnend und befremdlich finde ich es auch, dass der für Sport eigentlich zuständige linke Beigeordnete Matthias Bärwolff weder bei so einer Veranstaltung dabei ist, noch sich überhaupt für Sport interessiert. Wenn Erfurt sich irgendwann einmal wieder mit dem Titel Sportstadt schmücken möchte, muss sich einiges ändern!

Bilder von der Sportgala

Im Gedenken an Dagmar Schipanski

Dagmar Schipanski beim CDU Bundesparteitag

Betroffen und traurig hat in den letzten Tagen nicht nur der Tod von Michail Gorbatschow und gestern der Tod der Queen gemacht, auch heute hat die Nachricht vom Tod von Dagmar Schipanski Trauer ausgelöst. Ich denke dankbar an die gemeinsame Zeit mit Dagmar im Thüringer Landtag zurück.

Sie stand seit ihrer Kandidatur um das Bundespräsidentenamt auch immer wieder bundesweit im Blickpunkt und hat klare Worte gefunden. Gemeinsam mit ihr habe ich um das Nichtraucherschutzgesetz in Thüringen.

Nachfolgend die Erklärung der CDU Thüringen und der Landtagsfraktion:

Dagmar Schipanski war nie um klare Worte verlegen, ob als Landtagspräsidentin, Ministerin, Hochschulrektorin oder in einem ihrer zahlreichen Ehrenämter. Als Stimme ihrer Thüringer Heimat wurde sie gehört – auch weit über die Thüringer Landesgrenzen hinaus. Mit großer Trauer und Bestürzung reagieren die CDU Thüringen und die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag auf den Tod der langjährigen CDU-Politikerin, Ministerin und Landtagspräsidentin. Schipanski verstarb im Alter von 79 Jahren.

Mit Dagmar Schipanski verliert die Thüringer CDU eine leidenschaftliche Kämpferin für Freiheit und Unabhängigkeit, die Zeit ihres Lebens mit voller Kraft in den Diensten der Wissenschaft und der Bildung stand. Sie war nicht nur eine großartige Wissenschaftlerin, sondern auch eine engagierte Politikerin, die zu den bekanntesten Thüringern gehörte. Dagmar Schipanski hat sich auch unter widrigen Umständen immer große Ziele gesteckt und war mit dem unbändigen Willen versehen, sie zu erreichen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Mario Voigt. „Wir sind in Gedanken bei ihrer Familie.“

Schipanski kam am 3. September 1943 in Sättelstädt im heutigen Wartburgkreis zur Welt. Nach den ersten Jahren der Kindheit zog es die Familie 1949 nach Ilmenau, wo Schipanski die Ungerechtigkeiten des Systems kennenlernte und unter erschwerten Bedingungen und Einsatz der Eltern an der Oberschule zugelassen wurde, wo sie 1962 ihr Abitur machte. Den Bau der Berliner Mauer bezeichnete sie später als einen „gravierenden Einschnitt in meinem Leben“. Mit großem Freiheitsdrang versehen und immer neugierig entschied Schipanski sich für ein Physik-Studium, weil die geisteswissenschaftlichen Fächer so ideologisiert waren, dass sie für sie nicht infrage kamen. Obwohl Promotion und Habilitation folgten blieb der Sprung an die Spitze der Hochschule Ilmenau zunächst aus – Schipanski verweigerte die Mitgliedschaft in der SED. Schipanski wurde 1995 in ihrer Heimat die bundesweit erste weibliche Rektorin einer technischen Hochschule.

Der CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte erklärt: „Dagmar Schipanski hat sich um unser Land verdient gemacht. Sie hat Thüringen geprägt. Wir sind dankbar für ihren wichtigen Dienst. Sie war von ausgesprochenem Mut und Willen, hat sich von ihrem Weg nie abbringen lassen und wurde als Verfechterin der Werte der CDU bis heute zu einem Vorbild für viele in unserer Partei. Sie trug ihre Heimat im Herzen und hat sie sich auch in der Politik immer für das Wohl von Land und Leuten eingesetzt. Dafür gebührt ihr Respekt, Hochachtung und vor allem unser Dank.“

Helmut Kohl holte Schipanski 1995 in den Wissenschaftsrat, an dessen Spitze sie kurze Zeit später als erste Frau kam. „Als stets wissensdurstiger Geist und überall anerkannte Wissenschaftlerin hat sie sich verdient gemacht um den Wissenschaftsstandort Thüringen, Ostdeutschland und schließlich der ganzen Bundesrepublik“, so Hirte. 1999 trat Schipanski bei der Wahl zum Bundespräsidenten gegen Johannes Rau an. Thüringens langjähriger Ministerpräsident, Bernhard Vogel, der Schipanski für die Wahl vorgeschlagen hatte, holte die Ilmenauerin schließlich als Wissenschaftsministerin in sein neues Kabinett. Mit dem besten Ergebnis aller wurde sie ins CDU-Präsidium gewählt. Insbesondere als Leiterin der Kultusministerkonferenz kämpfte sie anschließend engagiert für die Bildung der Kinder, ehe Schipanski zwischen 2004 und 2009 Präsidentin des Thüringer Landtags wurde.

„Wir haben Dagmar Schipanski hier in Thüringen und auch über die Landesgrenzen hinaus viel zu verdanken. Das zeigen nicht zuletzt ihr breites gesellschaftliches Engagement und die vielen Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz oder die Wahl zur Frau des Jahres 1999. Sie wird uns fehlen“, so Mario Voigt abschließend.