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30 Jahre DAG Erfurt

Mit dem US-Generalkonsul Ken Toko und meinem Sohn

Gestern Abend hat die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Erfurt e.V. ihr 30jähriges Jubiläum gemeinsam mit dem US-Generalkonsul Ken Toko gefeiert. Ken Toko hielt die Festrede, dankte den Akteuren für ihr Engagement und nahm sich viel Zeit für anschließende Gespräche. Künstlerisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Stephanie Johnson Carlucci und Richard Carlucci vom Theater Erfurt. Der Finanz-Beigeordnete der Stadt Erfurt Steffen Linnert hielt in Vertretung des Oberbürgermeisters ein Grußwort.

Die Arbeit der DAG Erfurt kenne und schätze ich seit vielen Jahren. In den alten Bundesländern gibt es die DAG schon seit 70 Jahren. In den neuen Bundesländern ging Erfurt 1992 an den Start und leitet bis heute gute Arbeit. 1995 war ich das erste Mal in Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war für mich, aber wohl auch für viele ehemalige DDR-Bürger immer der große und vermeintlich unerreichbare Traum. Zwei Mal konnte ich an mehrwöchigen politischen Austauschprogrammen teilnehmen. 1995 mit dem USIA-Programm und 2002 mit der KAS und dem AJC. An beide Reisen habe ich sehr gute Erinnerungen und bis heute noch Kontakte.

Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Austauschprojekte, wie zum Beispiel auch die Jugendprogramme des VDAG und der Studentenaustausch ganz wichtig für das bilden von Netzwerken für jungen Menschen sind. Die DAG in Erfurt ist die einzige regionale Organisation des VDAG in Mitteldeutschland. Bei vielen Veranstaltungen zeigt die DAG öffentlich Flagge und das ist gut so. Herzlichen Glückwunsch dem Präsidenten der DAG Klaus-Jochen Gühlcke und vielen Dank für das Engagement auch seinen Vorgängern im Amt.

Bilder von der Festveranstaltung

Schreiben gegen das Vergessen

Start der Aktion

Heute wurde in Erfurt auf dem Bahnhofsvorplatz an die 474 Erfurterinnen und Erfurter erinnert, die aufgrund ihres Glaubens oder jüdischen Herkunft im Nationalsozialismus aus Erfurt deportiert und getötet wurden. Landesrabbiner Alexander Nachama eröffnete die Aktion mit einem Gedenkgebet. Am Aufgang zu den Bahnsteigen ist seit 1992 eine Gedenktafel angebracht und Erfurt hat seit vielen Jahren das Denknadelprojekt in Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Das Kooperationsprojekt des Erinnerungsortes Topf & Söhne, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald Mittelbau-Dora, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, der Landeszentrale für politische Bildung und der Künstlerin Margarete Rabow hat als neues Projekt heute dazu eingeladen, 80 Jahre nach dem Beginn der Deportationen an die Menschen in Thüringen zu erinnern, die durch die antisemitische Ausgrenzung und Gewalt im Nationalsozialismus um ihr Leben gebracht wurden. 

Margarete Rabow hat eine Gedenkaktion entwickelt, an der sich viele Menschen beteiligt haben. Neben dem Oberbürgermeister und unserer Europaabgeordneten Marion Walsmann haben viele engagierte Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Namen der Todesopfer der Shoah aus Erfurt mit Kreide auf den Boden geschrieben. 

Unter den Namen die ich geschrieben habe, waren zwei die ich vom Namen her kannte. Meine langjährige Freundin aus Jerusalem Daniela Epstein hat in den letzten Jahren ihre Familiengeschichte während der Shoa recherchiert.

Zwei ihrer Angehörigen, Elly Meyerstein und Selma Hacker, haben in Erfurt gewohnt und wurden von den Nationalsozialisten ermordet. 

Über 6.000 Menschen jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft lebten im Gebiet des heutigen Thüringen, bevor die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen. Dieses reiche jüdische Leben wurde im Nationalsozialismus zerstört. 1933 begann die systematische staatliche und gesellschaftliche Entrechtung, Beraubung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Am 9. Mai 1942, heute vor 80 Jahren, wurden 513 Männer, Frauen und Kinder aus 42 Orten in Thüringen in der Viehauktionshalle in Weimar gesammelt und am nächsten Morgen in das Ghetto Bełżyce deportiert. Nur eine junge Frau überlebte.

Bilder von der Gedenkaktion

NTV-Beitrag

 

Cosplay, Comic und Anime auf der EGA in Erfurt

Den kannte auch ich 😉

Normalerweise ist die EGA in Erfurt Anziehungspunkt für Familien und gartenbaubegeisterte Menschen. An diesem Wochenende waren die Besucher mehrheitlich selbst Ausstellungsstücke und in bunter Vielfalt zu bestaunen. Cosplay-, Comic- und Anime-Fans aus ganz Deutschland trafen sich auf der EGA und nutzten die Park-Kulisse für Fotomotive. Da zugleich am Sonntag das japanische Garten-Fest auf der EGA stattfand, war der Übergang fließend.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Comicfestival trifft Gartenpark“ und fand schon zum wiederholten Mal auf der EGA in Erfurt statt, aber ich habe es das erste Mal live erlebt. Ich gebe zu, ich musste mich erst einmal bei meinen Söhnen kundig machen, was das ist.

Etliche der Filmfiguren waren leicht zu erkennen – „Die Schöne und das Biest“, Transformer, Harry Potter und alle mögliche Superhelden waren dabei. Schwieriger war es für mich die Manga-Figuren zuzuordnen, oder die vielen Phantasiefiguren, die mit aufwendigen Kostümen und bunt bemalt unterwegs waren. Die Endzeit-Kostüme waren genauso wie die Steampunk etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich war überrascht, wie viele verschiedene Stillrichtungen sich bei so einer Veranstaltung versammeln.

Was ich ausgesprochen bemerkenswert fand – leider nicht selbstverständlich bei Großveranstaltungen – es ging alles völlig friedlich und entspannt ab und Alkohol spielte gar keine Rolle. Hier mal etwas zum Nachlesen, um was es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Cosplay geht.

Beitrag des MDR

Bilder von der EGA 

Jugendweihe in Baden-Württemberg

Jugendweihe 2022 in Baden-Württemberg

Jugendweihe-Feiern sind im Osten Deutschlands immer noch die zahlenmäßig am stärksten ausgeprägte Form den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben zu feiern. Konfirmation und Firmung und auch die Lebenswende-Feiern werden von deutlich weniger Jugendlichen gefeiert. Im Westen der Republik war die Jugendweihe bis vor einigen Jahren gar nicht bekannt.

Die politische Instrumentalisierung zu DDR-Zeiten hat das Image der Jugendweihe über viele Jahre geprägt und ich gebe zu, ich habe auch immer ein gespaltenes Verhältnis dazu gehabt. Zu Vorwendezeiten haben über 95 Prozent der Jugendlichen in der DDR die Jugendweihe mitgemacht. Ich erinnere mich auch noch an meine Jugendweihe und habe mal das alte Programm raus gesucht. Die Jugendweihe habe ich zwar mitgemacht, aber gefeiert haben wir die Konfirmation.

Jugendweihe 1981 in Erfurt

Heute musste ich an das alles denken, als ich nach Baden-Württemberg zur Jugendweihe meines jüngsten Sohnes gefahren bin. Er hat sich für die Jugendweihe entschieden und ich respektiere dies, weil er in einem Alter ist, wo er eigene Entscheidungen trifft. Neugierig war ich auf das Programm und durchaus angenehm überrascht. Der Jugendweiheverband in Ba-Wü ist getragen vom sächsischen Landesverband Jugendweihe. Die Veranstaltungen zur Vorbereitung waren von Besuchen bei der Bundeswehr, Beruf- und Imageberatung bis hin zu Knigge-Kursen bunt gefächert.

Bei den zwei Festveranstaltungen in Nellingen haben heute insgesamt 135 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg teilgenommen. Jeweils über 600 Gäste waren dabei. Musik, Tanz und Festrede gab es rund um die Übergabe der Jugendweiheurkunden auf der Bühne. Viele der Jugendlichen hatten erstmals Anzug oder ein festliches Kleid an und waren sichtlich aufgeregt – insofern ging es ihnen nicht anders, als uns vor 41 Jahren. Ich wünsche meinem jüngsten Sohn weiterhin einen guten Weg zum Erwachsen werden. Eigene Entscheidungen sind immer wichtiger, aber der Rat und die Hilfe der Eltern bleibt.

Bilder der Jugendweihe  

 

Hasskommentare im Netz

Im Netz zum Umgang mit dem Netz

Früher waren es anonyme Briefe, die Politikerinnen und Politikern regelmäßig ins Büro flatterten. Meist landeten sie im Rundordner – wenn sie nicht strafrechtlich relevant waren. Damit wurde es nur selten ein Dauerproblem. Seitdem Internet und noch mehr, seitdem Zeitungen und öffentliche Institutionen Kommentarspalten haben, hat sich das Problem multipliziert.

Die notorischen Leserbriefschreiber finden Bestätigung, wenn ihre Kommentare provozieren. In den sozialen Medien ist es zum dauerhaften Ärgernis geworden – für Parteien, Politikerinnen und Politiker und Institutionen. Wohlgemerkt ist es nur ein kleiner Teil der Nutzerinnen und Nutzer, aber dieser Teil ist häufig sehr dominant.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat heute ein Online-Seminar veranstaltet, bei dem es um die Frage geht, wie man mit Hasskommentaren am Besten umgeht. Ich habe insgesamt mit 8 Facebook-Seiten und diversen Twitter- und Instagram-Kanälen regelmäßig moderierend zu tun und insofern war dies ein ausgesprochen interessantes Thema. Insbesondere bei beleidigenden und Hasskommentaren ist die beste Reaktion oftmals die Blockierfunktion, nachdem es entsprechende Ermahnungen gab. Auf meinen persönlichen fb-Seiten habe ich weder die Zeit, noch die Lust mich langwierig mit Streitsuchenden zu beschäftigen.

Ich bin privat durchaus der Auffassung, dass sich der Umgang wie im Privatleben sonst auch gestaltet. Zum einen geht es um die Frage des gegenseitigen Respekts und die Akzeptanz anderer Meinungen und zu anderen um die Frage, ob der Dialog einen weiter bringt.

Das heutige Seminar und insbesondere auch der Vortrag von Ingrid Brodnig, zur Frage wie Hass im Netz funktioniert, hat mir eine ganze Menge an Anregungen für die Netzarbeit in den nächsten Wochen gebracht.

Volleyball in 3D

Eine Auswahl der Figuren

Möglicherweise endet Morgen die Volleyball-Saison 2021/2022. Nachdem vorgestern Potsdam überraschend, aber verdient, das zweite Spiel in Stuttgart gewonnen hat, steht es in der Serie Best-of-five jetzt 2:1 für Potsdam. Somit könnte Potsdam in heimischer Halle mit einem Sieg die Meisterschaft erringen. Ich werde in jedem Fall wieder vor dem TV sitzen und auf Sport1 das Spiel verfolgen.

Für unsere Damen ist die Saison schon seit einigen Wochen vorbei und unsere Spielerinnen sind fast alle in die jeweilige Heimat zurück gereist. Etwa die Hälfte der Spielerinnen werden wir in der neuen Saison wieder in der Riethsporthalle erleben, aber einige wechseln auch den Verein oder beenden ihre Volleyball-Laufbahn. Ein herzliches und großes Dankeschön allen für das Engagement bei Schwarz-Weiß Erfurt. Wir freuen uns auch darauf euch in der Riethsporthalle mit eueren jeweiligen Gastmannschaften wieder begrüßen zu können.

Mit Franca im Studio

Die neue Saison startet bedingt durch die Länderspiele erst spät Anfang November. Insofern ist es eine lange Wartezeit, bis die Fans wieder Live Volleyball in der Halle erleben können. Derzeit ist auf nationaler Ebene auch durch die Insolvenz der DVS unklar, wie die Beachsaison verlaufen wird. In jedem Fall werden wir aber Beachvolleyball auf der Anlage am Flughafen in Erfurt erleben und unser Vereinssommerfest gibt es ja auch noch 😉

Für unsere Fans gab und gibt es zwei Möglichkeiten die Zeit zu überbrücken. Bis heute Mittag lief die Versteigerung der Trikots unserer Spielerinnen. Zudem können sich die Fans ihre Lieblingsspielerin auch in 3D bestellen. Am letzten Spieltag hatte jede Spielerin ihren 3D Avatar als Figur erhalten und jetzt sind sie über den Fan-Shop bzw. unseren Partner das 3D Studio Erfurt bestellbar. Heute war ich mit einer Spielerin im Studio zum Scan, da sie beim ersten Termin verletzungsbedingt gefehlt hatte.

Jahrestage im Blickpunkt der politischen Bildung

Newsletter 8/2022

Gleich zwei Jahrestage dominieren den aktuellen Newsletter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Am kommenden Montag, dem 9. Mai, jährt sich zu 80. Mal der beginn der Deportation der Thüringer Jüdinnen und Juden. Mit einer Veranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz und mehreren Publikationen erinnern wir daran.

Ende Mai ist zudem der 70. Jahrestag der Grenzabriegelung und der Befestigung der DDR-Westgrenze. Damit begann, was neun Jahre später mit Mauerbau, Stacheldraht und Schießbefehl seinen mörderischen Höhepunkt fand.

Neben diesen beiden Jahrestagen sind zahlreiche andere Veranstaltung im 14tägig erscheinenden Newsletter der LZT zu finden. Der nächste erscheint dann Ende Mai und umfasst den Veranstaltungszeitraum bis Pfingsten.

Fast so wie früher…

Am Stausee Hohenfelden

Dieses Wochenende gab es gleich mehrere Veranstaltungen, die es zuvor zwei Jahre lang nicht gab und die fast „wie früher“ stattfinden konnten. Am Vorabend des 1. Mai wird in Erfurt auf dem Domplatz die Walpurgisnacht gefeiert. Das große Maifeuer wird dabei zu einem Rahmenprogramm genutzt, welches in diesem Jahr rund 12.000 Besucher angezogen hat.

Am Sonntagmorgen waren die Spuren auf dem Domplatz noch zu sehen, als sich die Biker Thüringens zur ersten großen Ausfahrt versammelten. Seit 2010 fahre ich die Tour regelmäßig mit – meist mit meinem Sohn Jonas. In den letzten beiden Jahren fiel sie coronabedingt aus, bzw. es fanden sich nur kleinere Bikergruppen zusammen. In diesem Jahr waren es wieder über 1.000 Maschinen, die sich auf den Rundkurs begaben, nach der traditionelle Bikergottesdienst vor dem Dom stattfand. Sechs Polizeimotorräder sicherten die Bikertour ab, die mit 100km kürzer als sonst war und zum Stausee Hohenfelden führte.

Für die Polizisten war es auch an diesem 1. Mai sicher der angenehmere Job mit 1.000 Biker auf Tour zu gehen, als die zahlreichen Demonstrationen  zu begleiten. Auch in diesem Jahr gab es eine Demonstration von Rechtsextremen – mit 140 Teilnehmern glücklicherweise überschaubar und auch der groß angekündigte Autokorso der AfD blieb mit 100 Autos deutlich unter den vollmundig angekündigten 300.

Ausreichend Möglichkeiten den 1. Mai sinnvoll zu verbringen gab es in Erfurt. Nach der Biketour bin ich erst mit meinem Sohn zur Automesse (mit Motorradausstellern) und danach noch zum Familiensportfest auf den Domplatz. Dort haben wir uns als Verein SWE Volley-Team sportlich präsentiert und meine Enkeltochter hatte mit ihrem Akrobatik-Verein den ersten großen Auftritt. Von dem richtig schönen erstem Mai-Wochenende bleiben viele schöne Bilder und Erinnerungen.

Kurze Tagesordnung

Ausstattung zur Sitzungsleitung

Ausgesprochen wenig Gesprächs- und Abstimmungsstoff gab es bei der Stadtratssitzung am Mittwoch. Lediglich 19 Tagesordnungspunkte sorgten dafür, dass wir schon 21.30 Uhr fertig waren.

Lediglich die aktuelle Stunde zu Beginn dauerte etwas länger – allerdings kam auch dabei nicht viel raus. Die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise auf Einkommensschwache hatten die Linken zum Thema gemacht. Der Stadtrat kann da natürlich nur wenig machen und mit einer aktuellen Stunde, in der keine Beschlüsse gefasst werden können erst Recht nicht.

Am wichtigsten war sicher die (einmütige) Beschlussfassung zum Feuerwehrbedarfsplan. Nach langer Erarbeitungs- und Beratungszeit folgte der Stadtrat den Vorschlägen des Beigeordneten mit einem umfänglichen Änderungsantrag der CDU.

Video der Stadtratssitzung

 

Keine Maskenpflicht mehr im Stadtrat – allerdings erst ab dem 1. Mai 2022

Die Masken fallen im Rathaus ab dem 1. Mai

Zuständig für die Hausordnung im Rathaus ist zwar der Oberbürgermeister, aber die derzeitigen pandemiebedingten Einschränkungen wurden durch den Hauptausschuss beschlossen.

Da diese Regelung nur bis zum 30.4.2022 befristet war, musste gestern Abend vom Hauptausschuss eine Fortschreibung des Hygienekonzepts zur Durchführung von Stadtratssitzungen und Ausschüssen beschlossen werden.

Als wesentliche Neuerung entfallen die Maskenpflicht und die bis jetzt obligatorischen 10 Minuten Lüftungspause nach jeder Stunde. Dies gilt allerdings erst ab dem 1. Mai, also noch nicht für die heutige Stadtratssitzung. Da es aber relativ wenig Tagesordnungspunkte gibt, könnte es heute trotzdem schnell gehen….

Gedenken am Gutenberg-Gymnasium

Gedenken am Gutenberg-Gymnasium

Alle Erinnerungen an diesen furchtbaren schwarzen Freitag vor 20 Jahren waren heute wieder da. Im Gedenken an die Opfer des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium haben sich um 11 Uhr, dem Zeitpunkt als der Amoklauf begann, viele Erfurterinnen und Erfurter vor dem Gymnasium versammelt.

Die Glocke des Gutenberg-Gymnasiums läutete, ebenso wie an den Kirchen in ganz Erfurt, in Erinnerung an die 16 Opfer und Schülerinnen und Schüler trugen eine Kerze die Stufen zum Gymnasium hinaus. An jede und jeden einzelnen wurde mit ihrer Biographie erinnert, aber was aus ihnen hätte werden können, wenn sie nicht gewaltsam aus dem Leben gerissen worden wären. Der 26. April 2002 bleibt immer in der Erinnerung der Stadt und hinterlässt eine große Traurigkeit. Die Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Wochenendsport

Natürlich ausprobiert!

Wieder einmal die Kombination aus dem aktiven und passiven Sporttreiben gab es gestern und vorgestern. Im Sportpark war es durch das Frühlingswetter leer und nahezu jedes Gerät unbesetzt. Richtig voll war es hingegen sowohl beim gestrigen Pokalfinale der TVV im Sportgymnasium und bei der Sport.Aktiv Messe in den Messehallen – beides wohl auch unterstützt vom Regenwetter.

Bei der Sport.Aktiv – der ersten Messe nach langer Pandemiezeit – waren wir als TSBV mit einem großen Stand dabei und haben für die Rodel-WM 2023 geworben. Wer Lust darauf hatte, und das hatten viele, konnte die Rodelstart-Trainingseinrichtung und die virtuelle Bahnabfahrt testen.

In der Halle im Erfurter Sportgymnasium waren beim Frauen-Finale im Volleyball fast alle Plätze besetzt. Etwas überraschend konnten sich die Damen vom VSV Jena ’90 gegen die SG Erfurt electronic klar mit 3:0 durchsetzen. Die beiden Erstbundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt und Suhl sind für die Hauptrunde im kommenden Herbst bereits gesetzt.

Spargel-Motorrad-Gesetz

Perfekte Kombination

Jedes Jahr das gleiche Ritual! Der erste Thüringer Spargel wird bei einer Motorradtour direkt in Herbsleben geholt – so will es das Spargel-Motorradgesetz und daran habe ich mich auch dieses Jahr gehalten.

Das Wetter war gestern perfekt – für das Spargelwachstum und eine Bike-Tour. Deshalb durften Freitag und gestern sowohl die Honda, als auch die Ducati in die Frühlingssonne und die dazu passende Tour führte nach Herbsleben. Vor zwei Jahren hatte die Junge Union Thüringen eine ganze Spargelreihe für die Saison zur Selbsternte gebucht und seit dem weiß ich wie herausfordernd die Ernte ist. Der Spargelhof in Herbsleben ist immer eine gute Adresse um den Spargel besonders erntefrisch beim Erzeuger abzuholen. Aber natürlich gilt dies auch für Kutzleben und die anderen Anbaugebiete.

Israel-Rückblick und Ausblick

Der Film über Arye

Etwas länger, als geplant hat es gedauert, bis wir uns zum Israel-Nachtreffen versammeln durften. Fast auf den Tag genau ein halbes Jahr nach der Reise der LZT mit 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir uns gestern Abend in den Räumen der Landeszentrale getroffen. Wie sich das für einen Termin der LZT gehört natürlich auch mit einem Bildungs-Programm.

Gemeinsam haben wir den Film „Ein nasser Hund“ geschaut, der nach dem Buch und Leben von Arye Shalicar gedreht wurde. Mit Arye bin ich schon seit vielen Jahren befreundet und im Oktober war er bei unserer LZT-Reise auch Gesprächspartner der Gruppe. Der Film, der in Deutschland auch während der Schulkinotage lief, zeigt seine Jugendjahre in Berlin-Wedding. Damals war Arye mit arabischen Jugendgangs unterwegs, bevor sein Bekenntnis zum Judentum erhebliche Veränderungen brachte. Viele seiner vermeintlichen Freunde gingen auf Distanz und aus Freundschaft wurde Feindschaft. Schließlich ist Arye nach Israel gegangen und fand dort seinen Weg in der Armee und später dem politischen Umfeld.

Im Herbst wollen wir als Landeszentrale den Film in Kinos in Thüringen vorstellen und anschließend mit Schulklassen und Arye diskutieren. Im Herbst steht auch für mich die nächste Israel-Reise auf dem Programm. Aktuell gibt es schon 20 Anmeldungen für die Pilgereise der CDU Thüringen. Im März 2023 plane ich zudem gerade die nächste Israel-Reise der LZT. Arye wird möglicherweise beide Male wieder unser Gesprächspartner sein.

Gestern haben wir nach dem offiziellen Teil noch lange im Waldcasino zusammen gesessen, Bilder angeschaut und schöne Erinnerungen ausgetauscht. Für mich war es auch durch die besondere Situation in Israel – nahezu touristenleer – eine ausgesprochen schöne und eindrucksvolle Reise und ich freue mich, dass es meinen Mitreisenden ebenso gefallen hat.

Unsensibles Statement

Die Kolumne im Stadtanzeiger

Betroffen und wütend macht die aktuelle Ausgabe des Erfurter Amtsblattes. Der Pressesprecher des Oberbürgermeisters hat es wieder getan und dies, obwohl er es nicht kann. Zum wiederholten Mal sorgt die Kolumne des Pressesprechers für berechtigte Kritik. Während seine Kolumne in der Vergangenheit meist anmaßend und belehrend geschrieben waren ist es dieses Mal einfach nur beschämend.

Zum bevorstehenden 20 Jahrestages der schrecklichen Ereignisse am Erfurter Gutenberg-Gymnasium hat Herr Baumbach seine Gedanken zu Papier gebracht und dabei u.a. geschrieben “ Gottseidank hat die Tat dem Image Erfurts nicht geschadet.“. Ich weiß nicht, ob dies mehr Dummheit oder mehr Unvermögen ist. In jedem Fall ist es unsensibel, sich öffentlich angesichts dieser schrecklichen Tat über das Image der Stadt Gedanken zu machen.

Presseartikel zu Erfurts schwarzen Freitag

Nach mehreren seiner Fehlleistungen im Amtsblatt haben wir jedes Mal im Hauptausschuss darüber diskutiert und gehofft, dass der Oberbürgermeister dem Treiben seines Pressesprechers ein Ende setzt. Gerüchten zufolge sollte der Pressesprecher Anfang April ins Innenministerium wechseln. Da er immer noch durch das Rathaus irrlichtert, wäre es an der Zeit, dass der Oberbürgermeister dies beendet.

Ich hätte mir gewünscht, dass der Oberbürgermeister angemessene Worte zum 26. April findet. Er hat es nicht getan und stattdessen einem überforderten Pressesprecher erneut das Podium des Stadtanzeigers geboten. Dass dies kommunalrechtlich bedenklich ist, haben mehrfach Gerichte festgestellt. Amtsblätter sind aus gutem Grund nur für amtliche Mitteilungen zu nutzen. Am Dienstag werde ich das Thema im Hauptausschuss ansprechen und erwarte klare Worte vom Oberbürgermeister.

Link zum Amtsblatt

TA zum Thema 

Full House

Mit Jörg Kallenbach und Tobias Knoblich im Podium

„Full House“ hatten wir gestern Abend bei der Veranstaltung der beiden CDU Ortsverbände Petersberg und Steiger zur Zukunft der Defensionskaserne mit dem Beigeordneten Dr. Tobias Knoblich. Alle Plätze im Besucherzentrum waren besetzt.

Jörg Kallenbach, CDU-Ortsverbandsvorsitzender „Am Steiger“ und langjähriger Stadtratskollege, trug zu Beginn die Chronologie der unerfüllten Pläne vor. Seit vielen Jahren gibt es viele Ideen, aber noch kein fertiges Konzept zur Entwicklung der Erfurter Stadtkrone. Die Buga hat einen Entwicklungssprung gebracht – jetzt müssen wir verhindern, dass der Berg wieder in einen Dornrösschenschlaf verfällt.

Die wichtigsten Mosaiksteine der weiteren Entwicklung sind der Bastionskronenpfad und die Defensionskaserne. Beim Bastionskronenpfad ist völlig offen wann bzw. ob er fertig gestellt wird. Die Defensionskaserne hat einen privaten Käufer gefunden, der sie entwickeln möchte. Planungsziel der Stadt ist es dort ein Museum mit ins Gebäude zu bringen. Tobias Knoblich zeichnete die Vision dazu auf. Allerdings ist völlig offen wann und wie sich dies realisieren lässt.

Vor einigen Jahren schon unterzeichneten Stadt und Land einen Letter of intent unterzeichnet. Leider wurde aus der angekündigten Etablierung eines Landesmuseums nichts. Uns liegt die Entwicklung des Petersbergs am Herzen, aber ich befürchte wir werden wohl noch etliche „Runden“ drehen müssen, bis die Vision für den Berg Realität wird.

Bilder des Abends

Politische Bildung im und über das Internet

Ausgabe 7/2022

Letzte Woche habe ich in der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen im Anschluss an unsere Veranstaltung an der Uni Erfurt zum Darknet, den Vortrag von Stefan Mey zu seinem Buch auch noch für YouTube aufzeichnen können. Ich gebe zu, wir sind als LZT bei dem Thema nicht nur diejenigen, die Bildung vermitteln, sondern auch stets sich selbst weiter bildende. Zum Draknet ist der Vortrag jetzt im Internet verfügbar.

Ebenso verfügbar ist auch unser neuer Newsletter – immerhin schon der siebente in diesem Jahr. Neue Publikationen und ausgewählte Termine der LZT sind im aktuellen Newsletter zu finden. Zudem gibt es im Newsletter 7/2022 eine Auswahl an Terminen, die in den nächsten zwei Wochen stattfinden werden. Für längerfristige Planung werden die Fachtagung „Die letzten von gestern? 40 Jahre RechtsRock – Bilanz & Ausblick“ Ende Mai und die Studienreise der LZT nach Tschechien im Juli vorgestellt. Abonniert werden kann der regelmäßig erscheinende Newsletter über die Homepage der LZT.

 

Ostergrüße aus Krakow

Sonnenaufgang in Krakow

Kurzurlaub und Erholung in Mecklenburg-Vorpommern geht jetzt wieder und so haben wir dies in diesem Jahr auch genutzt. Zu den Ostertagen ging es nach Krakow am See zum Kanu fahren und Sonne tanken. zwar hat das Wasser noch sportliche 12 Grad, aber für einen Sprung ins kalte Wasser hat auch das gereicht.

In den letzten Jahren waren die Ostertage höchst unterschiedlich – in Amerika mit allen Söhnen, in Israel mit den beiden großen Söhnen und in den letzten beiden Jahren coronabedingt in Erfurt, wobei ich mich noch sehr gut an den Auto-Gottesdienst auf der Messe vor zwei Jahren erinnern kann.

In diesem Jahr waren bei mir die Bilder aus Jerusalem vor zwei Jahren besonders in Erinnerung. Endlich dürfen wieder viele Pilger ins Heilige Land. Unsere nächste Reise ist im September geplant. Mit den Ostergrüßen hat der CDU-Landesverband die Einladungsflyer verschickt. Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Bilder aus Krakow am See

Industrie- und Bergbauregion im Wandel

Zeche Zollverein

Bei meiner Fahrt nach Essen hatte ich in den letzten Tagen – neben den vielen fachlichen Diskussionen – auch die Gelegenheit, mir die Region anzuschauen. Die ehemalige Bergbauregion hat in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Wandel erlebt.

Am anschaulichsten ist dies im Industriedenkmal Zeche Zollverein zu bestaunen. Dort wurde mit großem Aufwand die Fördertechnik und das Umfeld erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf den alten Eisenbahngleisen wachsen Bäume und es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken. Mich hat dies fasziniert, weil ich solche Veränderungsprozesse bis jetzt nur aus dem Osten der Republik kannte.

Bilder aus Essen

Online-Konzepte und Politische Medienbildung

Inzwischen ist es über zwei Jahre her, dass sich die Online-Vertreter  der Landeszentralen für politische Bildung zu einer Arbeitstagung in Präsenz treffen konnten. Sei dem ging alles passenderweise nur noch online. So gut es war, dass diese Möglichkeit bestand und die technische Ausstattung immer besser wurde, es ist auch gut, wenn wir uns wieder richtig treffen können.

Zwei Herausforderungen stellen sich inzwischen für alle Landeszentralen und auch sonstige Vertreter der politischen Bildung. Wie erreichen wir die Menschen mit Online-Konzepten und welche Ansprüche stellen wir an politische Medienbildung. Für den ersten Bereich haben wir in der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen gerade eine neue Personalstelle ausgeschrieben – ich bin gespannt, wer als neue Kollegin oder neuer Kollege hinzu kommt.

Für den zweiten Bereich haben wir ein Positionspapier verabschiedet, welches Antworten auf die Fragen der politischen Medienbildung liefert. Medienbildung und politische Bildung gehören zusammen, denn politische Medienbildung ist Grundlage für politische Mündigkeit und Teilhabe. Im Positionspaper ist nachzulesen, worauf es dabei ankommt.