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Ausstellung im Erinnerungsort Topf & Söhne: Die Mädchen von Zimmer 28

Teil der Ausstellung

Unter den wenigen Einrichtungen, die momentan noch geöffnet sind, ist auch der Erinnerungsort Topf & Söhne. Heute war ich dort zu einem Videodrehtermin über die Publikationen der LZT und ich habe dabei die Gelegenheit genutzt mir die dortige Ausstellung „Die Mädchen von Zimmer 28. L410, Theresienstadt“ [1] anzusehen.

Die Ausstellung hat mich sehr berührt, weil ich die Geschichte um die Mädchen von Zimmer 28 gut kenne. 12-14jährige jüdische Mädchen wurden im in Theresienstadt in einem Mädchenheim betreut und nur wenige überlebten das Ghetto und die anschließenden Transporte nach Auschwitz-Birkenau. Wertvoll sind die Zeugnisse, die es aus dieser Zeit in Erzählungen und Zeichnungen gibt. In der Ausstellung sind auch Bilder, die ich wieder erkannt habe. Vor 18 Jahren konnte ich im Rahmen unseres Zeitzeugenprojektes der Konrad-Adenauer-Stiftung drei Damen aus Tschechien in Erfurt begrüßen. Wir waren am Holocaust-Gedenktag gemeinsam in Erfurter Schulen.

…und das Buch von Helga Weissova

Helga Weissova, Eva Landová-Merová und  Eva Hermanova waren drei der überlebenden Mädchen aus Theresienstadt und sie berichteten sehr eindrücklich. Das Buch mit vielen Zeichnungen und Bildern von Helga Weissova , mit dem Titel „Zeichne, was Du siehst“ steht heute noch bei mir im Buchregal und einzelne der Zeichnungen habe ich sogar in der Holocaust-Gedenkstätte in Yad Vashem in Jerusalem wieder gefunden.

Derzeit ist der Besuch der Ausstellung noch möglich – allerdings nur für Einzelbesucher bzw. nach Anmeldung. Bis zum 10. Januar wird die Ausstellung in Erfurt noch zu sehen sein.