Kultur

Kultur, Sport und Gewerbetreibende im selben Boot

Celtic Night letztes Jahr im Stadtgarten
Celtic Night letztes Jahr im Stadtgarten

Heute nun folgte die nächste Hiobsbotschaft – der Erfurter Stadtgarten gibt auf. Nach den Problemen um die Engelsburg und das Cafe Nerly ist dies nun schon die dritte frustrierende Nachricht für die Erfurter Kulturszene.

Die Erklärungen für die jeweiligen Probleme sind ähnlich – schwierige wirtschaftliche Lage im Gastronomie- und Veranstaltungsbereich, Auflagen der Stadt und neu ausgeschriebene „angepasste“ Pachtverträge. Die Liste lässt sich beliebig ausdehnen – Weihnachtsmarkt auf dem Wenigemarkt, Innenstadtgastronomie aber auch Sport.

Die Stadt Erfurt muss sich entscheiden, ob das Ziel der aktuellen Kommunalpolitik weiter die Einnahme-/Pachterhöhungen sind, die viele Nutzer nicht tragen können, oder ob Kultur, Sport und Gewerbetreibende in der Stadt Unterstützung der Stadt bekommen. Bei zu hohen Mieten gehen diese Bereiche systematisch kaputt. Ärgerlich ist, dass wir auf alle diese Themen im Stadtrat mehrfach hingewiesen haben. Allerdings hatte weder die zuständige grüne Beigeordnete (Zitat „angemessene Pachtverträge“) noch der Oberbürgermeister eine Antenne dafür.

„Zu lange sei sie den Schikanen der Stadt ausgeliefert“ erklärte die Betreiberin. Der zehn Jahre laufende Mietvertrag lief 2015 aus. Über 300.000 Euro hatten die Betreiber in dieser Zeit in den Stadtkarten (eine kommunale Immobilie) investiert. Die gewünschte Verlängerung des Mietvertrags wurde von der Stadt abgelehnt. Leider erleben wir diese Vorgehensweise in den letzten Jahren in Erfurt immer wieder. Höchste Zeit, dass sich etwas ändert!

Getroffene Hunde bellen…

Offene Antwort auf den offene Brief
Offene Antwort auf den offene Brief

Kommende Woche ist die voraussichtlich letzte Stadtratssitzung in diesem Jahr. Kurz vor Weihnachten geht es noch einmal heiß her und es stehen über 70 Tagesordnungspunkte zur Beratung an. Mittendrin unter TOP 7.10. das Haushaltssicherungskonzept (HSK) der Landeshauptstadt für den Zeitraum 2016-2022. In den letzten Tagen fanden dazu die Beratungen in den Fachausschüssen statt. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurden dabei jeweils die freien Träger, Verbände und Institutionen eingeladen die vom HSK direkt betroffen sind.

Betroffen ist von der teilweise sehr deutlichen Kritik jetzt die Verwaltungsspitze und reagiert entsprechend beleidigt. In einem offenen Brief haben sich beispielsweise die Kulturpolitiker der CDU-Fraktion an den Oberbürgermeister gewandt und auf die dramatischen Folgen seiner kulturlosen Politik aufmerksam gemacht. Bekräftigt wurde dies von vielen Trägern, die vor Museenschließungen und Kulturkürzungen warnten. Wer nun gedacht hätte, die zuständige Beigeordnete, der Oberbürgermeister oder wenigstens der Kulturdirektor würden einen ergebnisoffenen Dialog mit den Betroffenen suchen, sah sich getäuscht. Stattdessen reagierten die drei wie getroffene Hunde und bellten laut.

In einer offenen Antwort auf den offenen Brief. Darin beklagten sie die „existierende Haushaltskrise“ – die sie selbst in den letzten Jahren systematisch verschuldet haben. Sie beklagten sich, dass „jeder Vorstoß, egal in welche Richtung sofort als Sakrileg aufgefasst und ohne konstruktive Alternativen skandalisiert wird“. Dabei verdrängen sie absichtlich, dass es genau ihr eigenen Versprechen war im Dialog nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Dies hat der Oberbürgermeister im Januar angekündigt und die von ihm vollmundig avisierten Gesprächen mit den Fraktionen gab es nie. Eine dreiste Unverschämtheit ist der Satz „es drängt sich der Eindruck auf, dass sich einige Stadtratsmitglieder nicht der ihnen übertragenen Verantwortung bewusst sind“. Das Gegenteil ist der Fall! Aus Verantwortung für unsere Stadt handeln die Stadträte und nicht wie die Stadtführung aus dem Motiv der Rechtfertigung ihrer verfehlten Politik. In der Stadtratssitzung werden wir den Oberbürgermeister nachdrücklich daran erinnern!

Offener Brief und offene Antwort

 

„Tanzen ist träumen mit den Beinen“

Der historische Speicher in der Waagegasse wurde zum Tanzboden

Treffender kann man es gar nicht ausdrücken, als mit dem Zitat von Herwig Mitteregger. Der Erfurter Kulturdirektor Tobias Knoblich begann heute damit sein Grußwort beim Erfurter Tanztheater. Er und viele andere Gäste, unter anderem die Staatssekretärin Dr. Babette Winter dankten den Mitgliedern und Förderern des Vereins für ihr Engagement. Ich war gerne als Fraktionsvorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion bei der Jahresauftaktveranstaltung dabei, weil ich es wichtig finde, dass auch Vereine die oftmals nicht im ständigen Fokus der Öffentlichkeit stehen Wertschätzung erfahren.

Wie haben in Erfurt eine reichhaltige Kulturszene. Die Mitglieder und Tänzerinnen des Erfurter Tanztheaters habe ich im letzten Jahr im Rahmen des 4. Internationalen Tanztheaterfestivals auf den Bühnen des Erfurter Theaters erleben können. Ihr Engagement für das Moderne Tanztheater ist bemerkenswert und deshalb wünsche ich mir, dass die Unterstützung auch in Zukunft gelingt. Wie viele andere Vereine in Erfurt aus den Bereichen Kultur, Jugend, Sport und Soziales geht der Blick etwas sorgenvoll auf die Situation der Kommunalfinanzen. Gerade heute erst hat Oberbürgermeister Andreas Bausewein in der Presse deutliche Einschnitte im sogenannten freiwilligen Bereich angekündigt und dabei auch den Bereich der Kultur angesprochen. Bereits leiden viele Vereine darunter, dass sie keine Räume mehr finden bzw. auch Mieten in öffentlichen Räumen nicht mehr bezahlen können. Das Erfurter Tanztheater ist davon auch betroffen. Nur im Rahmen von Kooperationen können Auftrittsmöglichkeiten im Erfurter Theater organisiert und finanziert werden.

Neben den Grußworten, dem Bericht und Ausblick aus der Vereinsarbeit und Live-Tanzdarbietungen blieb heute Abend die Gelegenheit mit vielen Verantwortlichen und Unterstützern des Vereins ins Gespräch zu kommen. Vielen dank für die Gelegenheit dazu!

Kulturelle Vielfalt in Erfurt

Seit Donnerstag läuft nun wieder die neue Spielsaison des Neuen Schauspiels in Erfurt. Mit der Inszenierung von Goethes „Stella“ dokumentierten die ambitionierten Schauspieler, dass sie ihren Platz im Kulturkalender der Stadt gefunden haben. Leider immer noch nicht mit einer endgültigen Spielstätte. In diesem Jahr ist ein Saal im alten Innenministerium dir Kulisse. Stella hat mit den Parallelen zum Geschichte des Grafes von Gleichen dem ausverkauften Haus und offensichtlich auch den Kritikern der TLZ gefallen. Beides zusammen ist in Erfurt nicht selbstverständlich.

 

Le nozze di Figaro
Le nozze di Figaro

Im neuen Erfurter Theater im Brühl wird hingegen leider nicht allzu häufig Schauspiel geboten, es hat sich einen Namen als Opernbühne gemacht und natürlich auch mit Operetten, die in der Publikumsgunst weit oben rangieren. Am Freitag stand Le nozze di Figaro von Mozart auf dem Programm. Peter Schöne als Graf von Almaviva und Mate Solyom-Nagy als Figaro haben mir am besten gefallen. Da ich nur wenige Meter neben dem Theater wohne, werde ich wohl auch in dieser Saison bei den meisten Aufführungen einmal dabei sein.

 

Ebenfalls gut angenommen werden die Veranstaltungen in der Alten Oper. Wolfgang Staub versteht es die alten Gemäuer am Dahlbergsweg mit Leben zu füllen. Aktuell läuft gerade „All you need is beat“, für Beatles-Fans ein absolutes Muss. Vor einigen Wochen konnten wir mit dem CDU-Kreisverband bereits vorab einen Teil des Bühnenprogramm sehen und hören.

 

Es ist gut, dass wir in Erfurt ein vielfältiges Bühnenprogramm, angereichert um kommerzielle Großveranstaltungen in der Messe, haben. Da fällt die Qual der Wahl manchen Abend schwer.

 Bestürzt und verärgert bin ich aber, wenn ich in der Zeitung Meldungen lese, dass das überaus erfolgreiche Kinder- und Jugendtheater die „Schotte“ ebenso auf der Kippe steht, wie das kommunale Programmkino am Hirschlachufer. Bei beiden, und wohl auch noch beim Puppentheater, setzt die Stadtverwaltung unter Führung von Rot-Rot den sprichwörtlichen Rotstift an. Die CDU-Stadtratsfraktion wird sich der sich aus dem Rathaus abzeichnenden kulturellen Einfalt widersetzen. Wir sind stolz auf die in Erfurt entstandene kulturelle Vielfalt.

„Geist ist geil“ und danach Derby-Fieber

RWE-Jena (27)
Endstand: Jena Null - RWE 3

Einer alten Leidenschaft begegnete ich heute Vormittag wieder. Im Sparkassenfinanzzentrum habe ich ein Schachturnier kombiniert mit einem interaktiven Theaterprojekt für Kinder und Jugendliche eröffnet. Veranstalter war dabei Blau-Weiß Stadtilm. Da wurden Erinnerungen wach. Vor 34 Jahren habe ich in Stadtilm zum ersten Mal an einer Schach-Bezirksmeisterschaft teilgenommen. Heute spiele ich zwar nur noch gelegentlich Schach, freue mich aber immer wenn sich Kinder und Jugendliche für diesen Strategiesport begeistern. Parallel dazu wurde ein Theaterstück aufgeführt in das die Kids über die Schauspieler mit Anregungen eingreifen konnten. Klasse Idee!

Zum Thüringen-Derby bin ich am Nachmittag nach Jena mit gemischten Gefühlen gefahren. Weder mein Sohn noch ich rechneten mit einem Sieg des RWE, dazu sprach die Papierform zu deutlich gegen uns. Mein Landtagskollege Reyk Seela hatte die Karten besorgt und gemeinsam hatten wir die Fans beider Lager vor dem Spiel zu einem fairen Umgang aufgefordert. Ob dies erfolgreich war, wird der morgige Polizeibericht zeigen.

RWE-Jena (35)
Kultusminister Bernward Müller, Reyk Seela, MdL und Michael Panse, MdL (v.l.)

Auf dem Feld hingegen ging es mit einem Feuerwerk los. Während die FCC-Fans noch diverse Pyrotechnik abbrannten, klingelte es im Kasten von Carsten Nulle schon. Nach gerade 40 Sekunden schockte Carsten Kammlott den Zeiss-Anhang. Auf dem Feld führte dies zu einer Partie mit vielen Fouls und Unterbrechungen. Kurz vor der Pause legte Tino Semmer nach und verdarb mit seinem 2:0 den Jenaern den Pausentee. Auch in der Pause gelang es Rene van Eck nicht seine Jungs besser einzustellen und folgerichtig klingelte es in der 54. Minute erneut – wieder Kammlott der ein klasse Spiel ablieferte.

Vom Rest des Spiels bleiben noch die beiden Roten Karten in der 58. Minute für Erfurt und Jena, eine einzige FCC-Chance in der 71. Minute und einige gute Reflexe von Dirk Orlishausen. Zum Spielende konnten wir uns auf der Tribüne dann richtig freuen, viele Zeiss-Fans hatten schon den Heimweg angetreten.

Morgen werden einige der Erfurter Derby-Helden auf der Bühne vor dem Anger 1 ab 17 Uhr stehen und danach auch noch Autogramme geben. Gesprächstoff gibt es nach dem Derby genug und die Stimmung wird sicher bestens sein.

„Geist ist Geil!“ – das interaktive Schachtheater

„Geist ist Geil!“ das interAktive SchachTheater setzt auf zeitgemäße Zugänge mit dem Ziel der Kommunikation bzw. Diskussion. Die Interaktivität soll ein individualsierteres Lernen ermöglichen, weil die Auswahl und die Art der Darstellung von Informationen dem Vorwissen, den Interessen und Bedürfnissen der Lernenden anpassbar sind, bzw. von diesem beeinflusst werden können. Im Ergebnis des aufeinander bezogenen Verhaltens sollen die Lernenden zu eigener Aktivität und Konstruktivität angeregt werden. Die zu erwartende Wechselwirkung zwischen Schach und Theater ist dahin gehend zwingend, da die aktive Teilnahme an beiden Veranstaltungen unmittelbar nacheinander erfolgt.

Tabaluga achtet auf den Hirschgarten

Tabaluga (39)
Dieter Althaus, Thüringer Ministerpräsident, Gerold Wucherpfennig, Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien und Michael Panses Sohn Jonas enthüllen Tabaluga

Seit gestern achtet der kleine grüne Drache Tabaluga auf den Erfurter Hirschgarten. Als sechste Kinderfigur wurde Tabaluga von Ministerpräsident Dieter Althaus, Medienminister Gerold Wucherpfennig und Oberbürgermeister Andreas Bausewein vor der Staatskanzlei enthüllt. Er folgt damit „Bernd das Brot“, Sandmann, Maus und Elefant sowie der Tigerente um auf den Kindermedienstandort Erfurt zu verweisen. Dieter Althaus sprach vor der Staatskanzlei die Begrüßungsworte bevor Tabaluga von seinem Umhang befreit wurde. Genauso wie bei der Enthüllung von Maus und Elefant auf dem Anger war das Medieninteresse auch diesmal sehr beachtlich. Über die neuen Kinderfilmfiguren in der Stadt freuen sich Kinder und Eltern und so war auch mein Sohn gestern schon ganz neugierig auf Tabaluga. Weitere Kinderfilmfiguren werden folgen, wobei noch nicht klar ist, mit welcher Symbolik der Standort für Hein Blöd ausgewählt wird.

Tabaluga (73)
Großer Rummel um kleinen Drachen

Der Standort für Tabaluga ist gut gewählt. Tabaluga, der 1983 von Peter Maffay und Rolf Zuckowski erdacht wurde, lebt eigentlich im Grünland und ist 7 Jahre alt (allerdings zählt jedes Drachenjahr 100 Menschenjahre). In Zukunft wird er aber in Erfurt nicht nur seine kleinen Fans begeistern, sondern auch auf das Grün im neu gestalteten Hirschgarten Acht geben und gegen fiese Angreifer verteidigen.

In Anlehnung an den Titel des ersten Tabaluga-Albums von Peter Maffay wird er aber auch auf die Politik achten und die Mitarbeiter, Besucher und Gäste der Erfurter Staatskanzlei beobachten. Der Titel des ersten Tabaluga-Albums lautete „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“.

Weitere Informationen:
Tolles Thüringen: Tabaluga – Attraktion vor Staatskanzlei
MDR: Tabaluga für die Kleinen ganz groß
erfurt.de: Tabaluga vor Thüringer Staatskanzlei eingeweiht

Tanzhaus im Zentrum

Besuch im Tanzhaus
Bernhard Prodoehl und Michael Panse, MdL

Heute hatte ich Gelegenheit das Tanzhaus Erfurt am Juri-Gagarin-Ring 116, mitten im Zentrum der Stadt zu besuchen. Dort finden unter der Leitung von Bernhard Prodoehl und seinem Team verschiedenste Tanzkurse statt, an denen zur Zeit nahezu 400 Tanzbegeisterte teilnehmen. Bernhard Prodoehl areitete mit den Größten der Deutschen Unterhaltungsbranche wie Xavier Naidoo, Rea Garvey, Michael Mittermeier, Den Ärzten und vielen anderen. Er wurde als Stepptänzer auch bei der Trommelshow von Tympanus Forte in der Thüringenhalle im letzten Jahr gefeiert.

Neben den angenehmen Räumlichkeiten stellte mir Herr Prodoehl auch das Workshopprogramm des diesjährigen Sommertanzprojekts vor. Das internationale Sommertanzprojekt findet vom 25. Juli -31. August statt und bietet u.a. Kurse in Hip Hop, Modern Dance, Stepptanz, Jazzdance und Perkussion an. Die Pädagogen, Lehrer und Choreographen kommen aus aller Welt und bringen multikulturelles Flair nach Erfurt.

Erst am letzten Wochenende hat Erfurt mit Danetzare bewiesen, dass wir eine Tanzstadt sind. Da mein persönliches Tanztalent trotz mehrerer Tanzkurse (zuletzt vor drei Jahren) noch verbesserungswürdig ist, freue ich mich um so mehr über gelungen Tanzdarbietungen. Mein Sohn sagt immer tanzen kann jeder. Er kann es zweifellos und tanzt ja auch im Thüringer Folklore Ensemble auf dem Petersberg mit. Vielleicht kann ich mir ja bei ihm was abgucken. Mein großer Sohn hingegen schwärmt für Rhythmus und Trommelklänge, insofern ist ihm der Stepptanz sympathischer.

Das hohe Engagement der Tänzerinnen und Tänzer beeindruckt mich sehr und es würde mich freuen, wenn künftig noch mehr Erfurter – ob jung oder alt – Tanz und Musik als Leidenschaft entdecken würden. In diesem Sinne werde ich weiterhin das Tanzhaus Erfurt und andere Einrichtungen zu unterstützen. Am 17. August starten die Probewochen für die neue Tanzsaison. Viel Erfolg wünsche ich.

Dichtes (Kultur-) Programm – Danetzare, Claudy Summer und Renft

Danetzare 2 (1)
Die Erfurter Puffbohne zu Besuch beim Danetzare

Beim 6. Internationalen Folklorefestival stand gestern Kinder- und Jugend-Danetzare auf dem Programm. Wie bei den großen Tänzerinnen und Tänzern auch bei den Kleinen – farbenfrohe Kostüme und viel Spaß am Tanz. Die große Bühne auf dem Petersberg war gut besucht und das haben die kleinen Künstlerinnen und Künstler auch verdient. Besonders stolz war ich natürlich als Papa über meinen Sohn Jonas, der beim Thüringer Folklore Ensemble mitgetanzt hat.

Aidshilfe (1)
Tag der offenen Tür bei der AIDS-Hilfe

Am Nachmittag war ich beim Tag der offenen Tür bei der Thüringer Aids-Hilfe. Das Motto „Mitmachen = Mithelfen – Echte Solidarität handelt“ unterstütze ich ausdrücklich. Bei guten Gesprächen bei Kaffee und Kuchen warteten wir auf das Eintreffen der Radfahrer, die 17 km für dieses Anliegen unterwegs waren. Schade nur, dass so wenige der Erfurter Stadträte die Gelegenheit zum Gespräch nutzten. Außer mir war nur ein neugewählter Stadtratkollege der SPD da. Verpasst haben sie aber auch eine Klasse-Sängerin. Auch im SwiB erklang am Samstag, wie in der ganzen Stadt, Musik und ich war sehr angetan von den Songs der Erfurterin Claudy Summer.

In eine ganz andere musikalische Richtung ging es dann am Abend. In der Heiligen Mühle hatte sich die legendäre Ostkultband „Renft“ angesagt. 1958 gründete Klaus Jentzsch-Renft die Klaus Renft Combo. 1962 wurde die Gruppe das erste Mal, ebenso wie die Nachfolgeband „Butlers“, verboten. 1967 durfte Renft wieder auftreten und die Gruppe hatte bis 1975 ihre große Zeit, stürmte die Osthitparaden und verkaufte die zweite Renft-LP über 200.000 Mal.

Renft Konzert (2)
Renft-Konzert in Erfurt

Diese Scheiben wurden spätestens dann Kult, als Renft entgültig von der greisen Kommunistenriege verboten wurde und Teile der Gruppe in den Westen gingen, bzw. abgeschoben wurden.

Seit 1990 tritt nun Renft wieder auf. Durch den Tod mehrerer tragender Säulen von Renft steht nun heute eine ganz andere Besetzung auf der Bühne. Die Songs und die Atmosphäre ist aber die gleiche. Auch gestern Abend rissen die Hits „Gänselieschen“, „Wer die Rose ehrt“ und „Apfeltraum“ die nun inzwischen auch schon betagten Fans mit. Auch vom ständigen Nieselregen konnte die Stimmung nicht getrübt werden. Die „Reise zurück“ zu den ersten Liedern, die ich selbst auf der Gitarre gespielt habe, war ein Erlebnis. Und Renft wird wohl noch weiter auf der Bühne stehen – 50 Jahre sind noch nicht genug…

Tanzgruppen prägen das Stadtbild

Danetzare (2)
Marion Walsmann ,Thüringer Justziministerin, Michael Panse, MdL und Dieter Althaus, Thüringer Ministerpräsident (v.l.) bei Danetzare

Die Erfurter Innenstadt war schon den ganzen Tag bevölkert von tanzbegeisterten Gruppen aus der ganzen Welt. Auf dem Anger, Fischmarkt und Domplatz begeisterten internationale Trachten und exotische Rhythmen.

Am Abend fand dann auf dem Petersberg die Tanzgala zum 6. Internationalen Folklorefestival statt. Mit Dieter Althaus, Justizministerin Marion Walsmann und Antje Tillmann freute ich mich sehr über die weitgereisten Gruppen. Die völlig unterschiedlichen Tänze der Gruppen aus Holland, Finnland, Kenia, Indonesien, Polen, Tschechien, der Ukraine und Bulgarien fügten sich zu einem abwechslungsreichen Programm zusammen.

Da das Wetter mitspielte, konnten die Zuschauer am Ende des Programms gleich selbst das Tanzbein schwingen. Toll, wie die Tänzerinnen und Tänzer sich gegenseitig ihre Tänze beibrachten und dann das Publikum einbezogen haben. Ich hoffe sehr, dass das Wetter am Samstag und Sonntag trocken bleibt. Ich will noch einige der Tanzauftritte besuchen und freue mich natürlich besonders darüber, dass auch mein Sohn mit seinem Thüringer Folkloreensemble noch mehrmals dabei auftreten wird.

Thüringens größtes Altstadtfest

Trommler1 (36)
34. Krämerbrückenfest in Erfurt (weitere Fotos in der Galerie und bei flickr)

Das 34. Erfurter Krämerbrückenfest ging heute Abend zu Ende. Drei Tage mit viel Musik und Gewimmel rund um Domplatz, Fischmarkt, Krämerbrücke, Anger und Wenigemarkt zogen Unmengen an Besuchern an.

Auf der großen Bühne vor der Kulisse des Doms verfolgte ich gestern Abend die Trommler „Tympanus forte“ mit ihrem Rhythmus, der inzwischen tausende Fans hat. Mit ihrem Feldlager mussten die Trommler allerdings umziehen. Der angestammte Platz hinter der Krämerbrücke ist inzwischen ein großer Spielplatz. Im Hof in der Turniergasse war es allerdings beim heutigen Abschlusskonzert der Trommler eindeutig zu eng. Ich habe den Auftritt natürlich stolz verfolgt, weil mein großer Sohn seit vielen Jahren als aktiver Trommler bei der Truppe mit dabei ist.

Trommler (4)
"Tympanus forte"-Konzert auf dem Domplatz

Über das Leben in der Erfurter Innenstand freue ich mich sehr. Die Erfurterinnen und Erfurter feiern gerne und dies auch mit tausenden Gästen gemeinsam. Bereits am nächsten Wochenende werden wir es wieder unter Beweiß stellen. Zum internationalen Tanzfestival „Danetzare“ werden Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt nach Erfurt kommen, um ihr Können auf dem Petersberg, dem Domplatz und in der Innenstadt unter Beweiß zu stellen. Ich werde natürlich auch wieder als Zuschauer dabei sein. Dann wird mein mittlerer Sohn als Tänzer mit auf der Bühne stehen.

Pages:  1 2