Volleyball

Endlich…

Gut ins Bild gesetzt

Lange haben wir auf diesen Sieg gewartet und es war auch (wie erwartet) kein leichtes Spiel gegen die jungen Damen vom VCO Berlin. Unliebsame Erinnerungen sind noch im Gedächtnis zum Aufeinandertreffen in der vorletzten Saison. Beim Stand von 2:0 und dem Matchball für Erfurt kippte das Spiel und am Ende verloren wir mit 2:3. Heute Abend lief es besser und am Ende stand ein 3:1 Sieg auf der Anzeigetafel.

Rund 750 Zuschauer verfolgten einen wechselhaften Start im ersten Satz, der schließlich mit 25:22 an uns ging. Im zweiten Satz zeigten dann unsere Mädels endlich, was in dieser Saison in ihnen steckt. Mit 25:7 überrollten sie die jungen hochgewachsenen Mädels aus Berlin. In der ersten Liga haben wir noch nie in solche einer Deutlichkeit eine Satz gewonnen. In der folgenden 10-Minuten-Pause wurden unsere ganz jungen Nachwuchstalente geehrt, die mit der Thüringenauswahl beim Bundespokal die Bronzemedaille errungen haben. Drei unser jungen SWE-Spielerinnen sind ab kommender Woche zum Sichtungslehrgang für die Jugendnationalmannschaft eingeladen.

Nach der Pause wechselte unser Trainer und gab unserer Zuspielerin Clarissa eine Pause. Leider brachte dies einen Bruch im Spiel und beim 10:15 ahnten die Zuschauer, dass der Satz wohl verloren gehen könnte. Zwar kämpften sich unsere Mädels noch auf 23:23 heran, aber dann stand 23:25 auf der Tafel. Im vierten und dieses Mal letzten Satz machten unsere Spielerinnen den Sack mit 25:20 zu und jubelten verdient. Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

Bilder vom Spiel

Längste Beine und Prachtregionen

Werbung mit den längsten Beinen

Gegensätzlicher könnten die Kommentierungen im Internet kaum sein. Von Zustimmung bis hin zu Ablehnung ist alles dabei. Allerdings überwiegen dabei die Kopf-schüttelnden-Aussagen. Seit einigen Tage sorgt die Werbung der Volleyball-Bundesligisten in Thüringen für Diskussionsstoff. Alle möglichen Medien bis hin zu RTL berichten davon und im Fall des VfB 91 Suhl beschäftigt sich nun sogar der Werberat mit dem Thema.

Neu ist die Diskussion allerdings nicht. bereits im letzten Jahr wurde der Werberat angerufen. Damals fand er, dass der beanstandete Slogan „Beste Lage“ auf den Hosen, bzw. dem Po der Bundesligavolleyballerinen nicht sexistisch sei, weil er klar augenzwinkernd auf das beworbenen Gewerbegebiet des Landeskreises Schmalkalden-Meiningen hinwies. In diesem Jahr setzte der Landkreis einen drauf und wirbt auf den Hosen mit „Prachtregion“. Die Landrätin verteidigte den Slogan und seit dem wird darüber diskutiert.

Werbung bei Sportvereinen soll, wie Werbung auch sonst, Aufmerksamkeit erzeugen. Insofern wurde die Aufgabe vorbildlich erfüllt. Werbung darf aber natürlich nicht sexistisch oder diskriminierend sein. Dafür gibt es klare Spielregeln. Von der TA wurde ich gestern gefragt, wie ich das Thema sehe. Als ehemaliger Ansprechpartner der Landesregierung für Antidiskriminierungsfragen sehe ich den Slogan an der Grenze dessen, was man machen kann/sollte. Für wesentlich halte ich dabei zunächst, was die Spielerinnen dazu sagen, ob sie gefragt wurden und ob sie mit der „Prachtregion-Werbung“ einverstanden sind.

Auch wir, damals noch als Braugold Erfurt, später als SWE Volley-Team und jetzt als Schwarz-Weiss Erfurt, werben mit den optischen Reizen unserer Spielerinnen. Da gab es diverse Kalender, Fotoshootings und auch Werbeslogan auf Hosen und Trikots. In den letzten Jahren hat sich in dem Bereich allerdings die Toleranzgrenze deutlich gesenkt und in Zeit von virtuellen Reizüberflutungen sind selbst nackte Tatsachen nichts Neues. Verschiedene Handball- und Volleyball-Damen- (und Herren-)Mannschaften haben schon mit diesbezüglichen Bildern und dem Slogan „Wer will auf unsere Brust“ nach Werbepartnern gesucht.

Ich bin sehr gespannt, wie die Diskussion weiter geht und was der Werberat in diesem Jahr dazu meint. Auch wir haben in diesem Jahr eine Werbung mit unseren Mädels und dem Slogan „Erfurts längste Beine“ auf City-Light-Postern an Straßenbahnhaltestellen geschaltet. Unsere Mädels hatten beim Shooting viel Spaß und haben freiwillig mitgemacht. Aber es gab auch kritische Stimmen. Ich hoffe, wir müssen uns dafür nicht auch vor dem Werberat rechtfertigen.

Teampräsentation mit ernsten Gesichtern

Erste Gesichter nach der Hiobsbotschaft

Unsere heutige offizielle Teampräsentation bei unserem Hauptsponsor den Erfurter Stadtwerken wurde nicht ganz so unbeschwert, wie in den letzten Jahren. Seit über 20 Jahren sind wir kontinuierlich in der 1. oder 2. Bundesliga im Volleyball und für diese bevorstehende fünfte Saison in der 1. Liga haben wir uns viel vorgenommen. Endlich soll es nun im dritten Jahr Ligazugehörigkeit in Folge auch mit dem sportlichen Erfolg klappen.

Dazu haben wir über die Sommerpause das Team verstärkt und umgebaut. Mit Noora Kosonen aus Finnland und Clarisa Sagardia aus Argentinien haben wir zwei Nationalspielerinnen verpflichtet. Kurz vor der Teamvorstellung kam Noora gemeinsam mit unserem Co-Trainer von einem Arzttermin und brachte leider keine guten Nachrichten mit. Am Freitag hatte sich Noora bei einem Trainingsspiel in Wiesbaden verletzt und heute gab es dazu die ernüchternde Diagnose Kreuzbandriss. Damit ist für Noora die Saison leider weitgehende gelaufen, bevor sie losgeht. Von dieser Stelle ein lieber Gruß und gute Besserung.

Beim Fotoshooting letzte Woche

Leider gehören Verletzungen im Hochleistungssport manchmal dazu. ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir in der Saison 2003/2004 das erste Mal in der 1. Volleyballbundesliga spielten. Unser damaliger Mannschaftskapitän Elena Messer musste in einem der ersten Spiele im Derby gegen Suhl ebenfalls einen Kreuzbandriss einstecken und wir verloren das Spiel und am Ende auch die Saison. Dass es dieses mal nicht so kommt, ist jetzt einer Herausforderung für Management und Trainer, die nun nach einer adäquaten Ersatzspielerin suchen. Es ist aber auch eine Herausforderung für die anderen neun Spielerinnen, die heute Noora getröstet haben und nun für sie mitspielen. Ich wünsche unseren Mädels eine gute und verletzungsfreie Saison!

Teamfoto Schwarz-Weiß Erfurt Volley-Team – Making-Of

Die Teamfotos der letzten Jahre

Endlich sind alle Spielerinnen da und die erste gemeinsame Aktion war der heutige Fototermin für das Mannschaftsfoto der Saison 2018/2019. Clarisa Sargadia, unsere neue Zuspielerin war bis zum Wochenende mit der argentinischen Nationsmannschaft in Japan und deshalb konnten wir den Fototermin erst heute ansetzen. In den letzten Jahren haben wir ganz unterschiedliche Locations für das Teamfoto gewählt.

Petersberg, EGA, Barfüßerkirche, sowie der Festsaal des Rathauses, aber auch bei unseren Sponsoren auf der EGA und dem Flughafen. In diesem Jahr waren wir im Heizwerk der Stadtwerke Erfurt. Kommenden Montag ist die offizielle Mannschaftsvorstellung und am 31. Oktober, dem Reformationstag,  startet dann endlich die neue Saison. Spätestens dann gibt es in der Saisonbroschüre auch das offizielle Bild der Saison 2018/2019.

Saisonvorbereitung in Schwarz-Weiß

Fast komplett

Nahezu komplett ist seit dieser Woche unser Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam. Mit der finnischen Nationalspielerin Noora Kosonen ist die vorletzte Spielerin in Erfurt angekommen. Jetzt fehlt nur noch die argentinische Nationalspielerin Clarisa Sargadia, die derzeit noch mit ihrer Nationalmannschaft in Japan ist.

Neben dem Training, sind wir mit dem Team auch bei öffentlichen Veranstaltungen unterwegs, um für die neue Saison zu werben. Heute waren wir dazu mit dem ganzen Team beim Tag der der offenen Tür der Bereitschaftspolizei und danach beim Hopfenbergfest. Mit unseren großen Mädels sorgen wir überall für Aufmerksamkeit. Ich wünsche mir, dass unsere Mädels diese Aufmerksamkeit dann auch in Zuschauerzahlen ab dem 31. Oktober in der Halle erleben.

Für unsere zweite Mannschaft steht das erste Heimspiel der Saison bereits kommenden Samstag an. Da geht es gegen den VfB Suhl II um Punkte. Ich freue mich darauf, dass es jetzt wieder regelmäßig Volleyball gibt.

Bilder von der BePo

Hopfenbergfest

 

Erfolgreich neues Format gestartet

Voller Einsatz

Bereits zum 10. Mal fand am Samstag der SWE-Cup statt – eigentlich ist die Traditionslinie noch länger, denn bereits zuvor gab es den Braugold-Cup. Neu war, dass sich in Riethsporthalle nicht Mannschaften aus der 1. und 2. Bundesliga, sondern Teams der Regionalliga-Ost sowie der Thüringenliga zum sportlichen Wettstreit trafen.

Der verspätete Start in die Bundesliga Ende Oktober, veranlasste uns zu dem neuen Modus. Zudem war es eine gute Gelegenheit, einmal den Fokus stärker auf unsere Nachwuchsteams zu richten. Mit neun Teams aus beiden Ligen war das Feld gut besetzt und für alle teilnehmenden Mannschaften die letzte Gelegenheit, ihre Teams unter Wettkampfbedingungen auf die Saison einzustimmen.

Gleich drei Teams aus unserem Verein nahmen am Turnier teil: das SWE Volley-Team II aus der Regionalliga, das SWE Volley-Team III aus der Thüringenliga sowie unsere U16 als VolleyJuniorsTeam (Thüringenliga). Weiterhin zum Starterfeld gehörten die Regionalligamannschaften des VC Zschopau, Neuseenland-Volleys Markleeberg, Dresdner SC 1898 II, VfB Suhl II sowie die beiden Thüringenligisten VSV Jena und SV Tröbnitz.

Spannend waren die Spiele bis zum letzten Spiel. Kurz vor der Zielgerade wurde unser SWE Volley-Team II noch abgefangen und verlor das letzte Spiel gegen Zschopau, nachdem es zuvor drei Siege gegen Tröbnitz, Dresden und den späteren Turniersieger Markleeberg gab. Somit wurde es am Ende der dritte Platz hinter Markleeberg und Zschopau. Zu den Zuschauern gesellten sich auch die Spielerinnen unseres Erstligateams inklusive Trainer und Co-Trainer.

Am Abend des langen Turniertages waren alle zufrieden – Trainer und Teams über wichtige Erkenntnisse zur Saisonvorbereitung und die Zuschauer darüber, dass es endlich wieder Volleyball zu sehen gibt. Herzlichen Dank an das Orga-Team.

Nachtrag: Unserer Spielerin Caroline (U 16/VolleyJuniorTeam) wünschen wir auf diesem Weg gute Besserung. Sie hatte sich am Morgen beim Block verletzt und die Hand angebrochen.

Die Bilder vom SWE-Cup

Volleyball-Saisonfinale

Auszeit - jetzt bis November
Auszeit – jetzt bis November

Unsere Bundesligasaison 2017/2018 ist nun Geschichte. Mit der gestrigen Fahrt zum Auswärtsspiel beim frischegebackenen Pokalsieger ist das letzte Spiel gespielt und der Blick richtet sich auf die neue Saison, die allerdings erst im November 2018 beginnt. Unser gemeinsames Ziel war es beim Dresdener SC noch einmal eine ordentliche Leistung zu bieten und dies ist trotz der klaren 3:0 Niederlage auch gelungen. Besonders im zweiten Satz lagen unsere Mädels lange vor und verloren ihn nur mit 25:21 – der erste Satz war 25:11 und der dritte 25:12.

Vor rund 3.000 Zuschauern in der Margon-Arena wäre alles andere auch eine Sensation gewesen. Gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit Lars Rower, dem Vizepräsidenten des DSC. Wir kennen uns seit alten JU-Tagen und waren jeweils als Jugendpolitische Sprecher unserer Landtagsfraktionen viel in Kontakt. Vor allem erinnere ich mich noch daran, als wir in der Saison 2003/2004 zum ersten Mal in der 1. Liga dabei waren. Lars hatte mir damals geraten „wenn ihr nicht mindestens 500.000 Euro habt, macht es nicht“. Wir haben es am Ende mit der Hälfte gemacht, aber auch viel Lehrgeld bezahlt.

Mit unseren Spielerinnen treffe ich mich noch einmal in dieser Woche zum gemeinsamen Essen und Saisonabschluss, dann fliegen die meisten von ihnen schon wieder zurück in die Heimat – USA, Brasilien, Japan und Kanada. Ich hoffe, dass einige auch in der kommenden Saison wieder zu uns zurück kommen. Derzeit laufen schon die Planungen für die 5. Erstligasaison. Da wollen wir wieder gegen Dresden spielen. Leider war das Wochenende gegen Dresden allgemein nicht sehr erfolgreich. Unsere Regionalligamannschaft verlor gegen Dresden am Samstag 0:3 und auch die U18 verlor heute gegen Dresden bei der Regionalmeisterschaft. Allerdings gewannen unsere jungen Damen gegen Sonneberg und Lichtenstein und qualifizierten sich damit für die Deutschen Meisterschaften. Glückwunsch! Und irgendwann klappt es auch gegen Dresden 🙂

Bilder aus Dresden

 

 

Pokalfinale 2018

Siegerehrung beim Pokalfinale
Siegerehrung beim Pokalfinale

Erfurt war dabei! OK, nicht aktiv auf dem Feld, aber unter den 12.300 Zuschauern waren wir gut vertreten. Mein Vizepräsident, der Manager unserer Spielbetriebs GmbH und zwei Spielerinnen unserer Erstligamannschaft waren beim Volleyball-Pokalfinale der Herren und der Damen in Mannheim in der SAP-Arena dabei.

Zusätzlich haben wir praktisch den Boden bereitet. Der Grün-orange Spielboden wurde von Erfurt nach Mannheim gefahren und dort verlegt, nachdem am Freitag an gleicher Stelle noch die Adler Mannheim gegen die Kölner Haie ihr Eishockeyspiel absolvierten. Meinen Sohn verführte es zu der Erklärung, dass wir (wenn wir denn ins Finale gekommen wären) Heimvorteil gehabt hätten. Von einer Pokalfinalteilnahme sind wir allerdings weit entfernt. Dieses Jahr war für uns im Pokal mit dem Spiel in Suhl Schluss. Allerdings kommt der Hallenboden am Dienstag wieder zurück nach Erfurt und ich habe das Gefühl wir werden ihn nächste Saison wieder in der 1. Liga brauchen.

Mit An Saita beim Pokalfinale
Mit An Saita beim Pokalfinale

Sowohl das Männerfinale des VfB Friedrichshafen gegen die Bisons Bühl, als auch das Damenfinale des Dresdner SC gegen den VC Wiesbaden waren mit 3:0 eine klare Sache. Bei den Männern überwiegte unsere Sympathie für den Underdog aus Bühl – zumal dort der japanische Superstar Masahiro Yanagida spielt und unsere An Saita extra mit dem Zug aus Erfurt angereist war. In Deutschland spielen in der Volleyballbundesliga nur drei Japaner – in Frakfurt und Bühl bei den Herren und bei uns in Erfurt die einzige Frau. Yanagida wurde beim Turnier auch als bester Spieler ausgezeichnet.

Bei den Frauen war die Sache schwieriger. Neben der Ost-Sympathie für Dresden – die ich dem Dresdner Vizepräsidenten Lars Rower vor dem Spiel extra versicherte, haben wir auch aufmerksam aufs Feld geschaut wegen der zwei Ex-Erfurterinnen. Vor Beginn der diesjährigen Saison wechselte unsere Libera Lisa Stock (die Vorgängerin von An Saita) nach Wiesbaden und ebenso unsere langjährige Spielerin Selma Hettmann. Beide waren zuvor zu uns aus Dresden gekommen – Lisa hatte mit Dresden 2016 den Pokal geholt. Leider hatte Wiesbaden nur einen durchwachsenen Tag und so gewann Dresden ebenso klar, wie zuvor Friedrichshafen.

Wir waren von der tollen Stimmung in der SAP-Arena begeistert. Nächste Woche steigt dann unser letztes Saisonspiel – auswärts beim frischgebackenen Pokalsieger in Dresden. Natürlich bin ich dann wieder mit live vor Ort!

Bilder aus Mannheim

Kein Erfolg im letzten Heimspiel

Auftakt zum letzten Heimspiel
Auftakt zum letzten Heimspiel

Trotz einer guten kämpferischen Leistung verlor Schwarz-Weiß Erfurt sein letztes Heimspiel gegen den SC Potsdam mit 3:0. Damit verabschiedeten sich die Gastgeberinnen von ihrem Publikum, das wieder zahlreich und lautstark erschienen war.

917 Zuschauer (Saisonrekord) waren zum letzten Heimspiel in die Riethsporthalle gekommen und das trotz des bereits feststehenden sportlichen Abstiegs. Gerne hätten sich die Spielerinnen mit einem Erfolg von ihrem Publikum verabschiedet, doch es sollte nicht sein.

Den SWE-Damen gelang es nicht, sich noch einmal zu einer großen spielerischen Leistung aufzuschwingen. Vor allem die Effektivität im Angriff reichte nicht und die Mitte blieb ebenso blass wie die Diagonalposition, auf der sich im Spielverlauf mit Erika Mercado, Madleen Piest und Wivian Gadelha drei Spielerinnen versuchten.

Den ersten Satz gewannen die Gäste dank einer klasse Aufschlagserie der Ex-Erfurterin „Toni“ Stautz, die aus einem 0:1 ein 9:1 für den SCP machte. Erst Mitte des Satzes kamen die SWE-Mädels ins Spiel, zu mehr als einem 20:25 reichte es dann aber nicht. Im zweiten Durchgang setzten sich die Carli-Schützlinge zwischen den beiden technischen Auszeiten entscheidend ab und siegten klar mit 25:15.

Tanzhaus Erfurt
Tanzhaus Erfurt

Trotz vieler gewonnener langer Ballwechsel, was das Publikum mit reichlich Jubel und Beifall honorierte, konnten die Thüringerinnen auch nach der 10-Minuten-Pause den Hebel nicht entscheidend umlegen. 16:25 stand nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Thomas Kriehn auf der Anzeigetafel. Am 10. März, nach der Pokalfinalpause, folgt beim Dresdner SC der Schlusspunkt hinter der Saison 2017/18. Die Vorbereitungen für eine weitere Serie im Oberhaus sind bereits im vollen Gang.

Ein herzliches Dankeschön dem Tanzhaus Erfurt, die wieder eine tolle Show in der 10-Minutenpause boten und ein Dankeschön unseren treuen Fans. Bis zum letzten Ballwechsel wurde getrommelt und angefeuert. Nach dem Spiel übergaben mir die Trommler noch einen Scheck über 400 Euro für unseren Nachwuchs. (StS)

Bilder vom Heimspielfinale

Bilder vom Auftritt des Tanzhauses

 

 

Im letzten Heimspiel gegen Potsdam

Unser Ziel bleibt die erste Liga!
Unser Ziel bleibt die erste Liga!

Saisonfinale in Erfurt –  Zu ihrem letzten Heimspiel der Saison 2017/18 am Samstag,den 24.Februar empfangen die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt  zum Ostderby den SC Potsdam. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Erfurter Riethsporthalle. Wenn am Samstagabend die beiden Mannschaften aus der thüringischen und der brandenburgischen Landeshauptstadt im Erfurter Norden aufeinandertreffen, hebt sich der Vorhang für die Erfurterinnen vorerst zum letzten Mal.

Ob es im Herbst ein nächstes Kapitel 1. Bundesliga gibt, steht für die Gastgeberinnen noch in den Sternen. Nach der klaren 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende beim VfB Suhl, sind die SWE-Damen praktisch abgestiegen. Die Enttäuschung im Erfurter Lager über das verpasste Saisonziel war dementsprechend groß. Dennoch keimt Hoffnung im Erfurter Lager. „Wir haben positive Signale von der VBL sowie unseren Sponsoren bekommen und würden gerne Erfurt als Erstligastandort erhalten. Wenn die finanziellen Rahmenbedingungen und folglich das personelle Konzept stimmen, halte ich es für sinnvoll, erneut einen Lizenzantrag für die 1.Volleyball Bundesliga zu stellen“, erklärte Präsident Michael Panse die Stimmung von Vorstand und Spielbetriebsgesellschaft.

Bei Geschäftsführer Heiko Herzberg jagt in diesen Tagen ein Termin den anderen, um mit aktuellen und möglichen neuen Sponsoren zu reden. Eine Entscheidung, ob zum 1. April eine Erstligalizenz beantragt wird, ist nicht vor Ende März zu erwarten. Unbestritten sind der Wille und der Optimismus weiterhin in der Deutschen Eliteliga an den Start zu gehen.

Doch während die Zukunftsplanungen im Hintergrund laufen, stehen für die aktuelle Mannschaft noch zwei Spiele auf dem Programm. Bevor es am 10. März zum Titelanwärter Dresdner SC geht, wollen sich die Schwarz-Weißen mit einer guten Leistung von ihrem Heimpublikum verabschieden. In der Tabelle trennen Erfurt und Potsdam nur zwei Plätze. Die Gäste, die mit der ehemaligen Erfurterin „Toni“ Stautz, die sechs Jahre hier spielte und sich auf das Wiedersehen sehr freut, anreisen, absolvieren bisher eine Saison unter den allgemeinen Erwartungen. Nach dem vierten Rang im Vorjahr, kann man mit dem derzeitigen achten Platz nicht zufrieden sein. Ein frühes Aus gegen eines der sportlichen Schwergewichte Stuttgart, Schwerin oder Dresden im Play-off-Achtelfinale droht. Um sich vielleicht das Fünkchen Hoffnung auf eine bessere Ausgangsplatzierung in der Hauptrunde zu erhalten, wollen die Carli-Schützlinge noch neun Punkte aus den verbleibenden drei Partien einfahren. Das kollidiert selbstredend mit den Ambitionen der Erfurterinnen, die sich Siegchancen am Samstagabend ausrechnen. Ein solches Ausrufezeichen hätten sich die treuen und leidgeprüften SWE-Anhänger auch verdient. Bei der Trikotversteigerung nach Spielschluss im Foyer, könnte das den Marktwert der stets beliebten Souvenirs auch noch etwas erhöhen. (StS)

Perspektive 1. Liga?

Ob wir nächste Saison in der 1. oder 2. Liga jubeln, ist noch offen...
Ob wir nächste Saison in der 1. oder 2. Liga jubeln, ist noch offen…

Sportlich ist mit dem verlorenen Spiel am Samstag gegen Suhl für uns das Thema leider negativ geklärt. Bei den zwei ausstehenden Spielen gegen Potsdam und in Dresden und sechs Punkten Rückstand auf Suhl steht der sportliche Abstieg praktisch fest.

Allerdings gibt es dennoch Überlegungen, dass Schwarz-Weiss Erfurt in der 1. Volleyball Bundesliga bleiben könnte. Wie im vergangenen Jahr hat die DVL ein Interesse daran, dass die 1. Liga perspektivisch auf 14 Mannschaften anwächst und da wird auch wieder die Variante geprüft, dass neben möglichen Aufsteigern das absteigende Team einen Antrag auf Verbleib in der 1. Liga stellen kann.

Das Volleyball Magazin griff dazu den Nachbericht der Thüringer Allgemeinen vom Thüringen Derby auf. Derzeit laufen in den verantwortlichen Gremien, Vereinsvorstand und Gesellschafterversammlung, in enger Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren, Partnern und Unterstützern sowie der VBL Gespräche über den Erhalt der 1.Volleyball Bundesliga in Erfurt.

Voraussetzung ist unstrittig der Wille aller Beteiligten sowie ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Finanzierungs- und Personalkonzept. Wir haben im vergangenen Jahr sehr intensiv daran gearbeitet eine erstligareife Struktur in Erfurt zu schaffen. Auch die zusätzlichen Auflagen der VBL, wie der fremdlinienfreie Hallenboden, haben wir gemeistert.

In der heutigen Vorstandssitzung des Lizenznehmers, unserem SWE Volley-Team e.V., standen diese Punkte unter anderem auf der Agenda. Wir haben dazu einige Aufgaben verteilt. Ob es in der Saison 2018/2019 eine fünfte Saison in der deutschen Eliteliga geben wird ist also zum jetzigen Zeitpunkt offen. Aber wollen würden wir schon… 😉

 

Frustriert – aber trotzdem ungebrochen optimistisch!

Da war der Zug schon durch :-(
Da war der Zug schon durch 🙁

Sport ist halt so und soll auch so sein. Mal gewinnt man und mal verliert man. Allerdings wurde an diesem Wochenende die Leidensfähigkeit der Erfurter Sportfans wieder einmal bis an die Grenze getestet. Schwarz-Weiß Erfurt, Rockets, Black Dragons und RWE – alle haben verloren und drei der vier Teams sind in akuter Abstiegsgefahr.

Am Freitag verloren die Black Dragons unglücklich gegen Rostock in heute Abend in Timmendorf noch einmal. Sicherheitshalber war ich mit meinem Sohn beim Heimspiel die meiste Zeit im „Glaskasten“ also im VIP-Raum. Allerdings nicht aus Sorge, dass ich mich wieder mit Spielern anlege, wie letzte Woche gegen Herne, sondern weil es dem Kurzen nicht so gut ging und wir dadurch noch vor Spielende gingen. Das 1:2 für Rostock registrierten wird dadurch nur medial – ebenso wie die Niederlage der Rockets in Würzburg.

Direkt erleiden mussten wir hingegen das Bundesligaspiel unserer Volleyball-Damen in Meiningen. In der ausverkauften Halle, darunter eine Busladung Erfurter, war es eine klare Sache für Suhl und der sportliche Abstieg steht für uns damit praktisch fest. Viel mehr möchte ich gar nicht dazu schreiben, weil die Enttäuschung doch tief sitzt. Am Dienstag Abend werden wir im Vorstand darüber sprechen, wie es nun nächste Saison in der 2. Liga oder vielleicht doch in der 1. Liga weitergeht. RWE kämpfte hingegen zwar heute gegen Aalen, aber fing sich leider das einzige Tor des Spiels im eigegen Netz ein. 10 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz sind das Fazit des Wochenendes.

Aber trotzdem werde ich auch in den nächsten Wochen wieder alle Erfurter Teams anfeuern – es kommen auch wieder bessere Zeiten! SWE könnte ja nächste Woche gegen Potsdam gewinnen und in der nächsten Saison nach 15 sieglosen Jahren auch mal gegen Suhl… RWE könnte ja nächste Woche das Thüringen-Derby in Jena gewinnen… Die Rockets könnten noch gegen Alba oder in Bamberg gewinnen… Und die Black Dragons wollen nächste Woche die Revanche gegen Herne. Wunder gibt es immer wieder – auch im Sport! Ich stehe zu unseren Volleyballdamen und allen Erfurter Teams. In guten und in schlechten Zeiten!

Bilder aus Suhl

 

Volleyball meets Basketball

Zu Gast beim Basketball
Zu Gast beim Basketball

Gemeinsam mit unseren großen Mädels war ich heute Abend bei den großen Jungs in der Messehalle zu Gast. Nicht erst seit der Diskussion um den Bau einer Bundesliga tauglichen Ballsporthalle haben wir eine enge Kooperation mit den Rockets. Bereist zu Zweitligazeiten bin ich regelmäßig zum Basketball gegangen, war bei den Aufstiegsspielen dabei und voriges Jahr bei einem NBA-Playoffspiel bei den Clippers in Los Angeles und auch schon bei Alba Berlin zu Spielen – also durchaus vom Basketball begeistert.

Leider läuft es bei den Rockets in der ersten Liga derzeit auch nicht wirklich rund. Abstiegssorgen mischen sich mit finanziellen Herausforderungen – also ähnlich wie beim Volleyball. Auf Vereinsebene treffen wir uns regelmäßig zum Gedankenaustausch und so lag der Besuch unserer Mädels beim Basketball nahe. Bereits Ende vergangen Jahres waren wir inkognito einmal beim Basketball und heute hoch offiziell. In der ersten Pause traten Emily Thater und Erika Mercado zum Spendenwurf an. Drei von drei Freiwürfen versenkte Emily! Die Quote lag damit bei 100 Prozent – deutlich besser, als die meisten Spieler am heutigen Tag. Allerdings hat Emily mir verraten, dass sie bis zum 14 Lebensjahr aktiv Basketball in den USA gespielt hat, bevor sie sich auf Volleyball konzentrierte. In der Halbzeitpause wurden alle unsere Mädels vom Hallensprecher vorgestellt. In naher Zukunft werden dann die Basketballer bei uns zu Gast sein.

Basketball wurde gegen Giessen auch gespielt. Gegen die 46ers gab es eine am Ende klare Niederlage – die vierte hintereinander. Wie so oft spielten die Rockets zwei gute Viertel und brachen dann leider ein. Klare 12-Punkte-Führung nach den 1. Viertel, dann Ausgleich im 2. Viertel und im dritten schließlich eine klare Führung für Giessen, welche sie dann im vierten Viertel erfolgreich verteidigten. Aber wie das im Sport ist – beim nächsten Mal wird es besser und wir werden wieder dabei sein 🙂

Bilder vom Basketball

Chancenlos gegen den Meister – aber Sieg in Berlin

Da lagen wir noch vorne...
Da lagen wir noch vorne…

Gestern Abend gab es für unsere Mädels vom Schwarz-Weiss Erfurt Volleyteam nicht viel zu holen. Lediglich im ersten Satz lagen sie lange in Führung und erste beim 19:20 kippte das Spiel zu Gunsten des Meisters aus Schwerin. Mit 19:25 endete der erste Satz. Der zweite und dritte Satz war dann eine klare Angelegenheit. 10:25 und 12:25 lautete das Ergebnis.

Zu spüren war, dass unser Team auch schon auf das heute folgende wichtige Spiel gegen das Schlusslicht VCO Berlin fokusiert war. Der Sieg in Berlin war alles andere als Formsache, schließlich wollte es der Spielplan so, dass wir an einem Wochenende sowohl ein Heim- als auch ein Auswärtsspiel hatten. Die Fahrt nach Berlin steckten die Mädels aber gut weg und gewannen mit 1:3. Dank Live-Stream und Internetübertragung konnte ich das Spiel verfolgen.

Tolle Pausenshow
Tolle Pausenshow

Nun folgt das Auswärtsspiel gegen Aachen – sicherlich nicht zwingend mit einer Punktperspektive. Danach wird es ernst. Am 17.2.2018 das Auswärtsspiel gegen Suhl in Meiningen, wird zeigen wo die Reise am Ende der Saison hingeht. Nur mit einen Sieg gegen Suhl und in der Folgewoche mindestens einem Punkt gegen Potsdam können wir den sportlichen Abstieg verhindern. Sowohl die Spielerinnen, als auch der Trainerstab und die Vereinsverantwortlichen wissen wie wichtig die beiden Spiele sind.

Unterstützung werden wir am 24.2.2018 von den Bundesligabasketballern den Rocket bekommen und auch das Tanzhaus wird wieder einen Show-Act bieten. Am Samstag haben sie die 10-Minuten-Pause wieder toll umrahmt. Ein herzliches Dankeschön der Dance Company des Tanzhauses!

Bilder der Dance Company

Bilder vom Spiel

Reichlich offene Fragen zum Sporthallen-Neubau

Im Jahr 2011 wurde der letzte Sporthallenneubau im Rieth fertig gestellt
Im Jahr 2011 wurde der letzte Sporthallenneubau im Rieth fertig gestellt

Kurz vor Weihnachten überraschte Andreas Bausewein mit einer Ankündigung, des Baus einer neuen Sportarena zwischen der Südschwimmhalle und dem Parkhaus an der Eishalle in Blickweite des Stadions und des Sportgymnasiums. Vor dem Hintergrund der Probleme um die Multifunktionsarena ist dies ein durchaus mutiger Schritt. Heute nun wurde darüber ausführlich in der Presse berichtet und darauf gab es schon reichlich positive und kritische Reaktionen.

Am Dienstagabend habe ich mit meinen Vorstandskollegen vom SWE Volley-Team und zuvor bereits mit dem Vorstand der CDU-Stadtratsfraktion das Thema diskutiert. Wir wissen jeweils auch nicht mehr über das Konzept, als in der Zeitung steht, deshalb beschränke ich mich hier auf einige grundsätzliche Bemerkungen dazu.

In der Ankündigung von Andreas Bausewein werden sowohl der THC, als auch die Rockets und Schwarz-Weiss Erfurt als mögliche Zielgruppe einer Ballsporthalle die Erstligatauglich ist genannt. Mit den Rockets habe ich dazu als Präsident meines Vereins ein Gespräch gehabt, daher weiß ich sowohl um die Anforderungen im Basketball, als auch im Volleyball. Beide Vereine werden künftig nur in der 1. Bundesliga spielen können, wenn die Anforderungen bei der Lizenzierung erfüllt werden (Hallengröße, Nebenräume, Bodenbelag, Licht). Aus diesem Grund spielen die Rockets derzeit in der Messe und der THC in Bad Langensalza, weil es für beide Vereine, außer der kostenintensiven Messe, in Erfurt keine geeignete Halle gibt.

Für meine Volleyball-Damen ist die Riethhalle hingegen für die nächsten vier Jahre ausreichend. Erst dann, in der sogenannten Lizenzierungsstufe 8, müssten wir in einer Halle mit mindestens 2.500 Zuschauerplätzen und einer Arena (umlaufende Zuschauerplätze) spielen (Lizenzstatut VBL-Wiki, Teil H 8.3.). Die Riethhalle hat derzeit rund 1.300 Plätze. Ob wir die nächsten vier Jahre erste Liga spielen, ist aber natürlich ebenso unsicher, wie bei den Rockets. Deshalb finde ich die Idee zwar interessant, habe aber reichlich Fragen. In der nächsten Woche wird es dazu ein Gespräch mit Andreas Bausewein und den beteiligten Vereinen geben – Ausgang ungewiss.

Ob der THC bei der ganzen Geschichte ernsthaft in Erwägung zieht, nach Erfurt zurück zu kommen, weiß ich nicht. Zu lesen ist, dass dort Fördermittel des Landes im Haushalt 2018/2019 für den Neu-/Umbau der Halle in Bad Langensalza in Aussicht gestellt wurden (für den reinen Sporthallenteil, nur der ist förderfähig). Den Eigenanteil von mindestens 15 Prozent müsste die Kommune selbst stemmen. Bad Langensalza kann das sicher alleine nicht und der Landkreis ist pleite. Dennoch kündigte der amtierende Landrat das Projekt mit dem Gesamtvolumen von 11,2 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre an. Insbesondere bei internationalen Spielen weicht der THC derzeit nach Nordhausen aus – zumindest dafür könnte Erfurt mit einer neuen Halle eine Option sein. Wenn die neue Halle für den THC aber kommt, bleiben sie sicher in Bad Langensalza

Unstrittig ist, dass in dem Planungsraum eine oder sogar zwei Schulsporthallen gebaut werden müssen, sowohl für die KGS als auch das Heinrich-Mann-Gymnasium. Die Schalenhalle wurde 2002 geschlossen und Anfang 2015 abgerissen. Die kleine Trainingshalle daneben ist mit dem Ein- und Auszug der Flüchtlinge nun auch Geschichte. Zudem fehlen Trainingsmöglichkeiten für viele Vereine mit dem Wegfall der Thüringenhalle und den Trainingsräumen unter der Westtribüne. Insofern wären sowohl Rockets, als auch THC und das SWE Volley-Team nur die Mitnutzer einer neuen Halle – Hauptnutzer werden der Schul- und Vereinssport sein.

Man muss Sport nicht sonderlich mögen, das kann jeder für sich entscheiden. Fakt ist aber, dass es in Erfurt rund 35.000 Sportvereinsmitglieder in 266 Vereinen gibt (über ein Drittel Kinder und Jugendliche). Neben der Kultur ist auch im Sport kommunale Mitverantwortung geboten – für den Breiten-, Freizeit- und Spitzensport. Dazu braucht es Sportanlagen. Aber diese sind auch kostenintensiv und brauchen daher Konzepte, die über Fördermittelbescheide hinaus gehen. Südschwimmhalle, Eishalle, Leichtathletikhalle, Multifunktionsarena, Rietsporthalle, Radrennbahn Andreasried, Nordbad, Schwimmhalle Johannesplatz sind alles Neubau-Beispiele dafür und neben den vielen benötigten Schulsporthallen steht auch noch der vom OB versprochene Bau der Eishockeyhalle und die vom Stadtrat beschlossene dritte Schwimmhalle und Sanierung der Freibäder im Raum.

Ob die CDU einen Hallenneubau mittragen würde, entscheiden wir nach eingehender Beratung und Prüfung des Finanzierungskonzeptes. Im Mittelpunkte dessen muss die Nachhaltigkeit der Finanzierung stehen. Allerdings kennen wir derzeit weder das Finanzierungskonzept für den Bau noch ein Betreiberkonzept. Ich bin sehr gespannt darauf. In jedem Fall werde ich dabei auf zwei Dinge achten. Auf der einen Seite müssen die Finanzierung und der Betrieb der Halle gesichert sein. Beides darf nicht davon abhängig sein, ob in der Halle Erstliga Volleyball oder Basketball gespielt werden, denn beides ist mittelfristig nicht planbar.

Aus den Erfahrungen des Stadions werde ich aber auf der anderen Seite darauf achten, dass die beteiligten Vereine nicht durch unangemessene Mietzahlungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen. RWE war nie in der Lage 500.000 – 600.000 Euro Miete zu bezahlen, wie es uns im Stadtrat suggeriert wurde. Selbst die aktuellen „nur“ rund 220.000 Euro waren leider der berühmte Tropfen, der das wirtschaftliche Fass zum Überlaufen gebracht hat. Auf das Problem habe ich übrigens schon 2011 hingewiesen, aber damals wollte das Niemand von Seiten des Vereins oder der Stadt hören – das Projekt wurde schön und finanzierbar gerechnet. Ab diesem Zeitpunkt, und aus einigen Gründen mehr, war die CDU auch nicht mehr mit „im Boot“.

Eishockey und Volleyball ohne Erfolgserlebnis

Beach-Europameisterin Julia Großner
Beach-Europameisterin Julia Großner

Eishockey, Volleyball und Eishockey – das heutige Tagesprogramm hatte zwei Inhalte und folgte dem Vortag. Gemeinsam haben wir gestern in der Riethsporthalle den Hallenboden verlegt. Rund zwei Stunden dauert das mit 10 Helfern und danach müssen noch die Werbeaufkleber und Werbebanden aufs Feld.

Leider ging es heute Abend beim Bundesligaspiel unserer Damen gegen die hoch favorisierten Damen vom DSC dann ganz schnell. Mit 0:3 (12:25, 15:25 und 12:25) haben wir das letzte Heimspiel des Jahres verloren. Ein großes Dankeschön geht an die Fans, die unsere Mädels trotz vieler Niederlagen die Treue halten – 680 waren es heute. Unterstützung hatten wir auch wieder vom Tanzhaus Erfurt, die ein ansehliches Programm in der 10-Minutenpause boten.

Viel und verdienten Applaus bekam vor dem Spiel unsere Beach-Europameisterin Julia Großner. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Peter Zaiß habe ich Julia vor Spielbeginn mit der Ehrenmitgliedschaft im SWE Volley-Team geehrt. Nach dem Sieg bei der Beach-Europameisterschaft wurde sie bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres in Thüringen dritte. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als Julia vor 10 Jahren für uns in der Bundesliga am Netz stand, bevor sie nach Berlin ging, Beach-Junioreneuropameiserin wurde und in den Sand wechselte. Allen unseren Spielerinnen, Fans und Unterstützern wünsche ich einen guten Start ins neue Jahr und nächstes Jahr wird alles besser 😉

Die jüngsten Drachen-Fans beim Kids-Day
Die jüngsten Drachen-Fans beim Kids-Day

Die Black Dragons haben im Gegensatz zu unseren Mädels noch eine Chance im alten Jahr. Samstag Nachmittag geht es gegen Preussen Berlin. Die erste Chance konnten sie heute nicht nutzen. Gegen die favorisierten Hannover Scorpions sah es lange nach einem Sieg aus. Bis ins letzte Drittel führten die Drachen mit 2:1 bevor die Scorpions mit zwei Toren das Spiel drehten. Den folgendem Ausgleich der Drachen konterten die Scorpions Sekunden später mit dem 3:4 und schließlich mit einem Emty-Goal zum 3:5.

Am Vormittag war das Eis in der Kartoffelhalle bereits um- und belagert. Rund 50 Kinder waren der Einladung zum „Kids-Day“ des EHC gefolgt. Trainer und Spieler der Black Dragons boten ein zweistündiges Schnuppertraining. Mein Jüngster, der zwei Jahre in Wiesloch Eishockey gespielt hatte, war begeistert wieder einmal auf dem Eis zu stehen. Die Trainer hätten ihn sofort haben wollen, aber aus Baden-Württemberg ist die Anreise zum Training und zu den Spielen zu weit. Eine tolle Aktion war dies von den Verantwortlichen des EHC. Vielen Dank dafür!

Wieder nicht geklappt…

Das Heimspiel verloren
Das Heimspiel verloren

Auch diesen Samstag hat es wieder nicht geklappt. Seit über 14 Jahren, genau dem 1.3.2003, warten wir darauf den Suhler Problemwolf zu erlegen. Wir spielen aktuell in der 25. Bundesligasaison. Seit 1992 spielen wir (bis auf die Spielzeit 1996/1997) durchgängig in der 1. oder 2. Volleyballbundesliga. Bis 2002 durchaus erfolgreicher, als Suhl. Aber mit dem gemeinsamen Aufstieg in die 1. Liga war es vorbei und alle folgenden Spiele haben wir verloren.

In diesem Jahr war die Hoffnung groß den Bock umzustoßen. Suhl lag hinter uns in der Tabelle, hat eine schwierige Saison absolviert und keine feste Heimstätte. Trotzdem waren eine Menge Fans am Samstag Abend aus Suhl nach Erfurt gereist und am Ende des Abends konnten sie, wie vor einigen Wochen in Meiningen, über einen 1:3 Sieg jubeln. Die Enttäuschung auf Erfurter Seite war hingegen groß. Den Tabellenplatz mussten wir nun mit Suhl tauschen und es wird jetzt ein schweres Stück Arbeit den Klassenerhalt zu schaffen. Ein großes Dankeschön geht an das Erfurter Tanzhaus. Die größte Erfurter Tanzschule unterstützte uns mit zwei Tanzgruppe in der 10-Minuten-Pause. Kurzzeitig keimte danach Hoffnung auf, als wir den dritten Satz drehten. Aber der vierte und letzte Satz ging wieder klar an Suhl.

Kommendes Wochenende geht es nach Potsdam und im Februar steht das Rückspiel gegen Suhl in Meiningen auf dem Programm. Vielleicht klappt es ja dann mit der Wolfsjagd.

Bilder vom Spiel

Spielbericht

Erfolgreicher Abschluss des Doppelspieltages

Glückwunsch Paula Reinisch zur goldenen MVP-Medaille!
Glückwunsch Paula Reinisch zur goldenen MVP-Medaille!

Natürlich ist es noch nicht 5 vor 12 – auch wenn der Blick auf meine stehengeblieben Armbanduhr dies vermuten lässt. Allerdings war der Doppelspieltag für unsere Mädels an diesem Wochenende der Auftakt zu wichtigen Spielen mit Blick auf die Tabelle.

Gegen Aachen am Samstagabend gab es nichts zu holen 0:3 lautete das Ergebnis. Um so wichtiger war das Sonntagsnachmittagsspiel gegen VCO Berlin. Die jungen Damen aus der Bundeshauptstadt hatten in Suhl 3:1 verloren und damit die Wölfe vor uns in die Tabelle „geschoben“.

Spannend haben es unsere Mädels wieder gemacht, aber anders als im letzten Jahr, wo wir gegen VCO eine 2:0 Satzführung noch verspielten, lief es dieses Mal anders herum. Der erste Satz ging deutlich mit 17:25 an Berlin. Im zweiten Satz führten wir bereits 16:11 und dann kam eine starke Phase des VCO. Erst beim 21:24 wachten unsere Damen auf und wehrten sechs Satzbälle ab bevor sie mit 29:27 gewannen.

Im dritten Satz drehte Paule Reinisch  in ihrem ersten Bundesligaspiel richtig auf. Sie drehte das Spiel und der Satz ging mit 25:23 an uns. Erst im vierten und letzten Satz lief es dann richtig gut und rund und wir gewannen mit 25:16 und somit mit 3:1 das hochwichtige Spiel. Einig waren sich Fans und Trainer, dass heute unsere jüngste Spielerin auf dem Feld die Wende brachte. Hochverdient wurde sie auch MVP und ich konnte ihr die goldene MVP-Medaille überreichen (ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal Gold an eine SWE-Spielerin überreicht habe).

Herzlichen Glückwunsch zu den hochwichtigen Punkten! Kommende Woche folgt nun die „Mutter aller Thüringenderbys“. Die Wölfe aus Suhl werden bei uns zu Gast sein. Höchste Zeit eine Serie zu beenden. Seit 2002 haben wir kein Pflichtspiel gegen Suhl gewonnen – weder in der Liga noch im Pokal.

Bilder vom Wochenende

 

 

Den Wolf noch nicht erlegt

Alles an der Trommel gegeben
Alles an der Trommel gegeben

Wieder einmal wurde die erfolgreiche Wolfsjagd verschoben – gestern Abend gelang es leider erneut nicht den Problem-Wolfi im Thüringer Wald zu erlegen. Das zweibeinige Wolfshybrid-Maskottchen der Damen aus Suhl konnte über einen 3:1 Sieg im Pokalachtelfinale gegen das Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam jubeln.

In dieser Saison spielt Suhl wegen Umbauarbeiten nicht in der heimischen Wolfsgrube sondern in der Meininger Multihalle. Dort passen zwar auch immerhin 1.250 Zuschauer rein, aber die Volleyballmaße entsprechen nicht den Vorgaben der DVL. Für diese Saison hat Suhl eine Ausnahmegenehmigung und nächste Saison ist hoffentlich die Wolfsgrube fertig.

Mit 25:18 ging der erste Satz in der Meininger Multihalle vor rund 1.100 Zuschauern klar an die Suhlerinnen. Im zweiten Satz waren unsere Mädels zwar dichter dran, aber mit 25:22 ging er wieder an Suhl. Im dritten Satz waren wir dann am Zug – 21:25. Hoffnung kam unter den Erfurter Fans auf, aber der Wolf wankte nur und fiel nicht. Bis zum 17:17 waren unsere Mädels im vierten Satz in der Vorhand, bevor Suhl den Sack mit 25:18 zuband.

Im Pokalviertelfinale wird Suhl am 25.11. in Wiesbaden spielen und wir werden uns an dem Wochenende sicher schon auf die drei wichtigen Heimspiele Anfang Dezember vorbereiten. Aachen und der VCO Berlin kommen am 2. und 3. Dezember. Und am 9.12. ist der Wolf dann fällig – dann geht es um Bundesligapunkte in unserem Revier in der Riethsporthalle gegen Suhl!

Bilder aus Meiningen

 

 

Start ins Sportwochenende missglückt…

Auftakt bei den Rockets...
Auftakt bei den Rockets…

Gestern Abend hat es schon einmal nicht geklappt. Zum zweiten Heimspiel der Saison in der 1. Basketballbundesliga war ich gemeinsam mit meiner Familie und unserem Manager vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam bei den Oettinger Rockets zu Gast. In der Messehalle erlebten wir mit rund 2.300 Zuschauern ein Spiel in dem die Rockets gegen die Löwen aus Braunschweig lange gut mithielten, aber am Ende mit 87:92 verloren. Neben den Turbulenzen um den Namensgeber und Hauptsponsor die Oettinger Brauerei haben die Rockets auch sportlich zu kämpfen. Wir werden aber in jedem Fall kommende Woche beim Derby gegen Jena wieder dabei sein und die Rockets anfeuern.

Fünf Heimspiele und eine „Bonusveranstaltung“ stehen dieses Wochenende in meinem Terminplan. Die Hoffnung, dass alle Heimspiele gewonnen werden ist seit gestern dahin – vier Chancen gibt es noch. Heute Nachmittag haben wir mit vielen Helfern die Halle für das morgige Bundesligaspiel unserer Damen vom Schwarz-Weiß Erfurt Volleyteam vorbereitet – der Boden ist sozusagen bereitet. Morgen Abend schlagen unsere Mädels um 18 Uhr gegen Vilsbiburg auf. Unsere neue Spielerin Meg Casault wird dabei sein, ob und wann sie spielt hängt unter anderem davon ab, wie schnell wir die Formalitäten mit der Ausländerbehörde geklärt bekommen.

Bevor unsere erste Mannschaft spielt ist unsere Zweite gefordert. Um 14 Uhr gehen sie gegen Leipzig in der Halle am Sportgymnasium auf Punktejagd. Sonntag geht es dann auch im Doppelpass weiter. 14 Uhr spielt RWE gegen Lotte im Steigerwaldstadion. Neben der sportlich schwierigen Situation gab es diese Woche heftig Wirbel außerhalb der Arena. Der Aufsichtsrat hat den Präsidenten abgesetzt. Dies weckte bei mir Erinnerungen an die Zeit vor 14 Jahren. Damals haben wir mit dem Aufsichtsrat das ganze Präsidium entlassen und ich musste als Aufsichtsratsvorsitzender nicht nur die Entscheidung verkünden, sondern hatte zwei wilde Wochen, bis der Verein wieder in ruhigerem Fahrwasser war. Auch damals ging es um Schulen und eine drohende Insolvenz und auch wir fühlten uns vom Präsidium nicht umfänglich informiert. Ich kann nicht einschätzen ob das heute genauso ist. Allerdings habe ich Respekt vor der Arbeit die der RWE Präsident Rolf Rombach in den letzten Jahren geleistet hat – neben viel Zeit und Engagement hat er auch viel Geld in den Verein gesteckt. Ich hoffe sehr, dass RWE sportlich und vereinsmäßig die Kurve bekommt.

...und Abschluss mit dem Game-Pass der NFL
…und Abschluss mit dem Game-Pass der NFL

Bei den Black Dragons, die Sonntag 14 gegen Duisburg ein schweres Heimspiel haben, läuft es in der Vereinsstruktur hingegen gut, nur die sportlichen Punkte fehlen. Mit meinem jüngsten Sohn bin ich aber am Sonntag auf alle Fälle an der Bande dabei und wir werden die Drachen anfeuern.

Schwieriger wird das am späten Sonntagabend mit dem familiären Fanblock, weil wir dann auf verschiedenen Seiten stehen. Als Bonussportveranstaltung spielen Sonntagnach die Dallas Cowboys gegen die Kansas Chiefs in der NFL. Seit Jahren warten mein Sohn und ich auf dieses Duell und endlich ist es soweit. Mein Sohn ist Cowboys-Fan und ich bin für die Chiefs. Leider wird das Spiel nicht bei Pro7 übertragen, also haben wir uns diese Woche für den NFL-Game-Pass entschieden und werden in unseren jeweiligen Fantrikots Sonntagnacht am Fernseher sitzen. In jedem Fall bleibt da ein Familiensieger am Ende der Nacht – unentschieden gibt es beim Football nicht ;-9