Wahlkampf

Bürgerdialog in Marbach

Im Gespräch mit Michael Siegel
Im Gespräch mit Michael Siegel

Nachdem am vergangenen Wochenende die Bürgerinnen und Bürger von Marbach Flyer und Wahlinformationen im Briefkasten hatten und themenspezifische Plakate in Marbach aufgehängt wurden (für beides ein großes Dankeschön an die Junge Union) fand nun gestern Abend ein Bürgerabend im Marbacher Schlösschen statt.

Viele der diskutierten Themen sind mir nicht nur durch den Marbschen Boten (die Zeitung für den Ortsteil seit 10 Jahren) bekannt, sondern auch weil ich über das Jahr bei vielen Veranstaltungen in Marbach bin. Oft hat dies mit dem überaus aktiven Vereinsleben in Marbach zu tun. Es hat aber auch damit zu tun, dass ich mit dem Orteilbürgermeister Michael Siegel seit nun 22 Jahren befreundet bin und mich mit ihm vieles verbindet. Als ich Ende 1989 Mitglied des Demokratischen Aufbruchs wurde waren Michael Siegel und der inzwischen verstorbene Pfarrer von Marbach Artur Wild die tragenden Säulen des DA in Erfurt.

Das Vereinsleben der 3.772 Marbacherinnen und Marbacher (Tendenz steigend) ist unter anderem vom Marbacher Karnevals Club (MKC) – bei dem ich seit vielen Jahren Ehrenmitglied bin -, dem Burschenverein, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Chorverein, den Sport-Freunden-Marbach und der IGM als Dachverein geprägt. Gemeinsam haben sie erreicht, dass das familienfreundliche Sport- und Freizeitzentrum gebaut wurde. Dieses soll nun endlich auch mit dem Außengelände fertiggestellt werden. Im Familienzentrum hat auch der junge Verein Vorstadtkino e.V. seinen Raum gefunden – auch da konnte ich bereits einen interessanten Gesprächsabend mitgestalten.

Als Herausforderungen für die nächsten Jahre haben wir gestern diskutiert: das Verkehrskonzept, die Fertigstellung des Außengeländes des Sportzentrums, die Nahversorgung, den Radweg nach Erfurt und zahlreiche bauliche Fragen. Ich werde bald wieder in Marbach sein – unabhängig vom Wahlkampf – und es ist mir eine Freude dort jedesmal viele bekannte Gesichter zu treffen.

Kontrastprogramm im Wahlkampf

Schüler Union
Bei der Schüler Union zu Gast

Wahlkampf bedeutet, Ideen zu entwickeln und für deren Umsetzung zu werben. Dazu gehört Überzeugungsarbeit in Text und Wort zu leisten. Die Wahlziele und die Kandidatenflyer sind gedruckt und werden verteilt. Was aber zählt, ist das direkte Gespräch. Morgen Abend bin ich dazu wieder einmal in einem Erfurter Ortsteil zu Gast – dieses Mal in Marbach.

Heute war hingegen Radio- und Jugendverbandstag. Zum Morgengespräch bei Radio F.R.E.I. – da das Auto in der Werstatt war unter heftigem Termindruck. Am Nachmittag bei Radio Funkwerk zum Senioren-Kaffeeklatsch. Bei der einstündigen Radiosendung habe ich als Generationenbeauftragter für das aktive Altern geworben und die OB-Kandidatur spielte nur am Rande eine Rolle.

Um klare politische Zielstellungen ging es bei der Schüler Union. Zum Fachkongress hatte die SU sich das Thema Finanz- und Schuldenpolitik auf die Tagesordnung geholt. Steffen Peschke von der Thüringer Aufbaubank sprach im Augustinerkloster zu Fördermöglichkeiten im Freistaat. Ich habe als Fraktionsvorsitzender die kommunale Finazpolitik unter die Lupe genommen und Finanzminister Wolfgang Voß sprach über die Landesfinanzpolitik. Ich finde es ausgesprochen gut, dass sich die Schüler Union in einem Leitantrag für die Schuldenbremse ausgesprochen hat.

und bei der DGB-Jugend
und bei der DGB-Jugend

Als letzten Termin am Abend war ich heute bei der DGB-Jugend im Filler zu Gast. Die Wahlprüfsteine des Stadtjugendrings hatte ich bereits schriftlich beantwortet. In einer Gesprächsrunde habe ich mit Vertretern der DBG-Jugend aus Erfurt und Thüringen dazu ausführlich Stellung bezogen. Sicher waren wir bei vielen Punkten unterschiedlicher Meinung, aber mir hat die offene und interessierte Art der Diskussion gefallen. Und es ist gut, dass der Stadtjugendring für Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen wirbt und auch dafür Politiker zu prüfen und danach die Wahlmöglichkeit aktiv zu nutzen.

„Es reicht nicht das Erzählte sondern es zählt das Erreichte“ – traditioneller Jahresempfang der CDU Erfurt und der CDU Stadtratsfraktion

Ganz im Zeichen des Oberbürgermeisterwahlkampfes stand der traditionelle Jahresempfang der CDU Erfurt und der CDU Stadtratsfraktion Erfurt. Kritik kam vor allem an der derzeitigen Stadtspitze auf. CDU Kreisvorsitzende Ministerin Marion Walsmann betonte, dass dem derzeitige Oberbürgermeister der Fahrplan für die Zukunft Erfurts fehle:

„Erfurt braucht vor allem ein starkes wirtschaftspolitisches Fundament für die Zeiten, in denen keine Förder-GRW-Millionen aushelfen“, so Walsmann. Die drängenden Probleme der Stadt würden derzeitig halbherzig angegangen und nicht zufriedenstellend gelöst – Bürgerbeteiligung sei für den Amtsinhaber nur ein „Feigenblatt“.

Der Oberbürgermeisterkandidat der CDU Erfurt, Fraktionsvorsitzender Michael Panse, konkretisierte: „Es reicht nicht das Erzählte sondern es zählt das Erreichte“. Wesentliche Versprechen aus dem Wahlkampf vor sechs Jahren habe Bausewein gebrochen – beispielsweise keine Mehrbelastungen für die Bürger, die komplette Sanierung aller Kitas bis 2012 und das kostenfreie KiTa-Jahr:

„Den Erfurtern entstehen seit 2006 Mehrbelastungen durch die mehrfache Erhöhung der Grundsteuer B, der Gewerbesteuer aber auch vieler anderer Kostenbelastungen, wie den erhöhten Park- und Verwaltungsgebühren. Neben dem akuten Mangel an Kita-Plätzen ist festzustellen, dass trotz massiver finanzieller Unterstützung des Landes und des Bundes die Stadt Erfurt weit davon entfernt ist, alle Kitas in einen akzeptablen Zustand zu versetzen. Zudem hat Erfurt hat nach wie vor eine Kita-Gebührensatzung, die mit Grippengebühren mit bis zu 560 Euro und Kita-Gebühren 280 Euro zu den teuersten Deutschlands gehört“, so Panse.

Diese Entwicklungen, so Panse, seien aber keineswegs alternativlos. Erfurt brauche beispielsweise ein Personalentwicklungskonzept um Ausgaben zu senken, effizienter und bürgernäher zu werden und wieder investieren zu können. Außerdem müsse man offensiv auf Investoren zugehen und Erfurt mit all seinen positiven Facetten bewerben.

Auch Gastredner Prof. Bernhard Vogel ist überzeugt, Panse könne Erfurt. Besser. Machen. Er unterstrich die Aufbauleistung der CDU in Erfurt und forderte, die Menschen in Erfurt zur Wahl zu motivieren – es brauche eine „Bürgerinitiative für mehr Wahlbeteiligung“, so Vogel, um extremistischen Tendenzen in der Lokalpolitik wirkungsvoll entgegen zu treten. Ausdrücklich lobte Prof. Vogel den OB-Kandidaten Michael Panse: „Panse kann Politik“. Als Verwaltungsbetriebswirt wisse er, wovon er redete. Mit scharfem Profil und Rückenwind könne Panse an die Aufbauleistung der CDU in Erfurt anknüpfen und Erfurt besser machen.

Zum traditionellen Jahresempfang der CDU Erfurt waren rund 180 Gäste ins Comcenter im Brühl gekommen.

 

Stark im Land – stark vor Ort! Wahlkampfzeit bei der CDU Thüringen

CDU Thüringen (3)
Eine starke Mannschaft!

Die nächsten fünf bzw. sieben Wochen ist Wahlkampf angesagt. Da wird dann sicher noch öfters die Zeit für einen regelmäßigen Interneteintrag fehlen. Aber alle zwei bis drei Tage werde ich sicher reflektieren was so passiert.

Gestern startete die Wahlkampfzeit schon am Nachmittag. Die Volkssolidarität hatte zur Kandidatenvorstellung am Ringelberg geladen. Gut war bei der Runde, dass die Statements kurz gehalten waren und der Moderator für eine Struktur sorgte. So kamen viel zu Wort. Am Abend startete die Thüringer CDU offiziell in den Kommunalwahlkampf.

Die CDU tritt mit 102 Kandidatinnen und Kandidaten im Kampf um die Bürgermeister- und Landratsämter an – mehr als SPD und Linke zusammen. Viele unserer Kandidaten waren gestern in Arnstadt dabei.

CDU Thüringen (4)
Mit dem Bundesverteidigungsminister

Als Gast war in die Stadthalle in Arnstadt  Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière angereist und motivierte mit seiner Rede. Zwar sind sicher nicht alle unserer Kommunalpolitiker mit den Entscheidungen zu den Bundeswehrstandorten zufrieden, aber das gilt für Erfurt ausdrücklich nicht.

In einem kurzen Gespräch konnte ich dies dem Bundesverteidigungsminister auch sagen – Erfurt gehört zu den Gewinnern bei der Bundeswehrreform. 450 neue Dienstposten kommen hinzu und die CDU Erfurt freut sich darüber!

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Unterstützung der JU vor Ort in Stotternheim

Ganz praktisch wurde es dann heute wieder mit dem Wahlkampf. Die Junge Union klebte schon den ganzen Nachmittag Plakate und am Abend haben wir uns in Stotternheim getroffen und 1.000 Flyer in die Briefkästen sowie 50 Plakate an die Masten gebracht.

Heute waren auch mein mittlerer Sohn und meine Lebensgefährtin mit im Wahlkampfeinsatz. Danke an sie und alle Helfer!

Bilder vom Plakateinsatz

Wahlkampffreie Wochenenden gibt es nun vorerst nicht mehr…

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Das erste Plakat habe ich selbst an den Mast gebracht

…zumindest für mich in den nächsten Wochen. Nach der Ortsteil-Auftaktrunde am Freitag Abend, blieb Samstag aber noch etwas Zeit zum Luftholen.

Mit meinem jüngsten Sohn habe ich viel Zeit verbracht und wir waren unter anderem mal wieder beim Fußball. Leider reichte es für RWE wieder nur zu einem Unendschieden 2:2 gegen Regensburg. Danach konnten wir den größeren noch vom Tanzwochenende abholen und dabei einen Teil der gelernten Tänze bewundern.

Der Besuch bei der Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Marbach hatte schon Tradition. Seit zehn Jahren gibt es in Marbach feststehende Termine, die ich nie versäume. Die Karnevalsveranstaltungen beim MKC gehören dazu ebenso wie die FFW. In diesem Jahr war es dabei so voll, dass wohl im nächsten Jahr ein größerer Raum benötigt wird. Gut zu wissen, dass das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr immernoch hoch im Kurs steht.

Plakatierung (16)
...und noch genug zu tun

Heute war dann dafür den ganzen Tag Wahlkampftag. Mit Unterstützung der Jungen Union Erfurt ging es an das Plakatekleben. Zwar haben wir uns wie in den vergangenen Jahren für Hohlkammerplakate entscheiden, aber hinzu noch eine größere Anzahl Papierplakate bestellt, die insbesondere in kleinerer Stückzahl in den Ortsteilen zum Einsatz kommen. Zuvor müssen sie aber ersteinmal auf Pappen gezogen werden. Den Anfang dazu haben wir gemacht. Die ersten Plakate haben wir dann noch an die Masten gebracht. Dabei hat auch mein ältester Sohn mit seiner Freundin mitgeholfen. 

Plakatierungsbilder

Die bunten Bilder an den Laternenmasten…

WK (1)…werden nun wieder viel mehr in Erfurt. In den letzten zwei Wochen hing der amtierende Oberbürgermeister noch recht einsam an den Laternenmasten. Weder seine Partei unterstützte ihn mit dem SPD-Logo, noch konnte er sich auf unter ihm hängenden Plakaten abstützen. Er war halt etwas früh gestartet, die anderen wollten oder konnten noch nicht.

Immerhin waren die Plakatmotive schon auf diversen Internetseiten in den sozialen Netzwerken zu sehen und so wissen die Erfurterinnen und Erfurter schon, dass selbst die Linken dieses Mal nicht so langweilig schwarz-weiß wie sonst daher kommen. Und deren Kandidat schämt sich auch nicht seiner derzeitigen politischen Heimat.

WKAuch wenn er gar kein Mitglied der Linken ist, ist das Signet mit dabei. Ist auch gut so, sonst würde der flüchtige Betrachter nur überlegen, wann er eigentlich FDP und CDU-Mitglied war. Inhaltlich muss das schon Lichtjahre her sein.

Ganz anders ist das bei den Freien Wählern. Ob oder welches Plakatkürzel den Kandidaten zeichnet, ist noch offen. Gestern Abend aber wurde er zunächst von einer Dame als der „frustrierte Herr“ bezeichnet, weil er so sehr der DDR-Vergangenheit nachtrauerte. Insofern scheint er immer noch nah bei seiner linken Ex-Stadtratsfraktion zu sein.

Um jetzt die offenen Fragen nach unserer Plakatierung zu beantworten (selbst der OB fragte mich heute teilnahmsvoll, wann wir nun beginnen): Wir hatten ab dem 10. März die Plakatierungsgenehmigung des Ordnungsamtes eingeholt und der 10. März ist morgen.  Und dies bedeutet: Ja, es geht jetzt dieses Wochenende los. Die ersten beiden Plakatmotive sind gedruckt, der Kofferraum diverser Kleintransporter aufgefüllt und die Junge Union Erfurt steht bereit.

Wahlkampf ist jetzt angesagt!

plakatallgemeinIn dieser Woche standen im Erfurter Stadtrat noch einmal mehrere wichtige Themen auf der Tagesordnung. Der Umbau des Steigerwaldstadions in eine Multifunktionsarena, der Schulnetzplan und noch einmal der Nachtragshaushalt wurden beraten. Trotz der Brisanz der Themen (insbesondere bei der Multifunktionarena) blieb der aufziehende OB-Wahlkampf noch weitgehend außen vor und dies obwohl neben dem derzeit amtierenden Oberbürgermeister gleich drei Fraktionsvorsitzende von Stadtratsfraktionen kandidieren.

Lediglich die Linken und die Freien Wähler treten zwar mit Kandidaten an, die zwar schon einmal im Stadtrat waren, aber derzeit kommunalpolitisch eher inaktiv sind. Diesen vermeintlichen „Wettbewerbsnachteil“ versuchen beide Fraktione mit politisch markanten Positionen auszugleichen – in dem Fall gegen die Multifunktionsarena.

Während bei den Freien Wählern die Meinung des Kandidaten und der Fraktion gleich war, hatte die Linke damit schon ein mittelschweres Problem. Die Parteiführung und die Fraktionsführung marschierten nicht miteinander – der Fraktionsvorsitzende und die ehemalige Fraktionsvorsitzende stimmten für die Multifunktionsarena und zerstörten damit für die linken „Wahlstrategen“ ein vermeintliches Wahlthema.

In den nächsten sieben Wochen wird es aber sicher genug Möglichkeiten zur kommunalpolitischen Differenzierung geben. Derzeit hängen ersteinmal nur die Plakate mit dem roten B wie „B-Lösung“, „Grundsteuer B“ oder „Bettensteuer“, eben alles was sich mit dem B wie Bausewein, als amtierenden OB verbinden lässt 🙂

Wir werden am Ende der kommenden Woche mit unseren Plakaten in die heiße Wahlkampfphase einsteigen. Die Plakate sind in allen Größen und mehreren Varianten bestellt, Flyer und Einladungen gedruckt und werden verteilt. Nahezu täglich wird es nun Veranstaltungen und Diskussionsrunden geben, die ersten Kandidatenduelle waren da nur Vorgeplänkel . Auf geht es!

Ab jetzt Wahlkampf…

buisness-club-3Nach der Winterferienwoche in Israel geht es nun in die intensive Wahlkampfphase. In den nächsten 10 Wochen wird nahezu kein freier Abend mehr sein und ich bin jetzt schon froh, darüber, dass die Familie weiß auf was sie sich einlässt.

Gestern Abend hatte der Erfurter Business-Club zum Wahlgespräch eingeladen und es entwickelte sich eine muntere Diskussion. ich habe mich nach dem Einführungsvortrag sehr darüber gefreut, dass von den Gästen und Mitgliedern des Business-Clubs nahezu alle derzeit kommunalpolitisch relevanten Themen angesprochen wurden. Vom Stadion bis zur Schulnetzplanung, von der Grundsteuer B bis zur Gewerbesteuer und von den Sozialleistungen bis zur Personalsituation.

In den zurückliegenden 19 Jahren hatte der Business-Club zahlreiche Politiker als Gesprächsgäste. Dr. Vogel und Dieter Althaus als Ministerpräsidenten, zahlreiche Minister von Jens Goebel über Andreas Trautvetter, Karl-Heinz Gasser, Marion Walsmann, Klaus Zeh, Christoph Matschie bis hin zum derzeit amtierenden Wirtscahftsminister Machnig.

Vor den Oberbürgermeisterwahlkämpfen ludt der Business-Club stets auch OB-Kandidaten ein. Der Gründer des Business-Clubs Bernd Pieper, wies gestern Abend darauf hin, dass sie immer den richtigen Riecher hatten und den späteren OB einluden. Manfred Ruge war es einst, später Andreas Bausewein und gestern durfte ich der Gast sein 🙂

In den nächsten Tagen stehen fünf Karnevalsabende in Folge an – danach der politische Aschermittwoch. „Kandidatenduelle“ am Roten Berg und zwei Foren zur Multifunktionsarena. Jetzt sind Ausdauer und Überzeugungskraft gefragt!

Kandidatenkonferenz 2012

kandidatenkonferenzDie Kandidatenkonferenz der CDU zu den bevorstehenden Kommunalwahlen begann heute Abend in Erfurt mit viel Applaus. Applaus für den gestern neugewählten Landrat im Saale-Orla-Kreis Thomas Fügmann.

Da wo er gestern seinen und den Erfolg seines Teams feiern konnte, wollen alle anderen noch hin – zum erfolgreichen Abschluss eines Wahlkampfes.

Zur Wahl der hauptamtlichen Bürgermeister treten 70 CDU-Kandidaten am 22. April 2012 an. Hinzu kommen die Kandidaten zu den Oberbürgermeisterwahlen und den Landratswahlen.

wahlkampfKeine andere Partei wird zu den Wahlen in einer größeren Zahl Kandidaten ins Rennen schicken. Die CDU-Kandidaten werden alle mit einer landesweit erkennbaren Linie antreten und die Eckpunkte wurden dazu heute besprochen.

Termine mit Landes- und Bundesrednern, Großveranstaltungen, Plakatmotive, Zielgruppenwahlkampf, Anzeigengestaltung, Internetauftritt, soziale Netzwerke und Motivation der Wahlkampftruppe waren heute Thema. Ich werde morgen und übermorgen sowohl mit der Wahlkampfkommission, als auch mit dem harten Kern der Wahlkämpfer den Wahlkampfauftakt besprechen. In jedem Fall hat das Ergebnis vom Sonntag motivierend gewirkt.

Guter Wahlkampfauftakt

InfostandGestern ging es nun auch offiziell mit dem Wahlkampf zur Oberbürgermeisterwahl 2012 in der Landeshauptstadt los. Zwar haben neben uns bis jetzt lediglich die Linken und die Grünen einen Kandidaten nominiert, aber wir wollten zumindest mit dem ersten Infostand zur Wahl beginnen. Eigentlich haben wir aber gar nicht aufgehört. Bereits kurz nach der letzten Bundestagswahl (vor zwei Jahren) haben wir schon jeden ersten Dienstag im Monat regelmäßig den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern gesucht.

Gestern ging auch die Wahlkampf-Homepage an den Start und wird nun zügig ausgebaut. Von den ersten 10.000 Flyern haben wir gestern auch schon etliche unter das Volk gebracht. Viele Erfurter CDU Mitglieder waren zum Start auf dem Anger – wenn wir das so weiter durchhalten mache ich mir keine Sorgen um den Wahlkampf.

Der Wahlkampf hat begonnen

Flyer_web:1Die Nominierung zur Oberbürgermeisterwahl 2012 am Dienstag Abend, parallel dazu Freigabe des ersten Flyers und anschließend Sitzung der Wahlkampfkommission.

Mittwoch am späten Nachmittag das Fotoshooting für Flyer und Plakate und am Abend CDU Ortsverband mit der Planung der ersten Veranstaltungen. Pressearbeit zu kommunalen Themen und Organisation der ersten größeren Infoaktion am kommenden Samstag auf dem Erfurter Anger.

Der Wahlkampf hat begonnen und wird in den nächsten Wochen zügig Fahrt aufnehmen. Der CDU Landesparteitag wird das Thema Kommunalpolitik intensiv dikutieren. Am 5. November wird unsere Lange Nacht der Politik stattfinden. In der darauffolgenden Woche schließt sich der Bundesparteitag in Leipzig an und Ende November haben wir unsere Kreisparteitag.

Berichte und Bilder von der Nominierung:

Deutschland today

Jenapolis

Video Deutschland today

dpa

Salve TV

Deutschland today

Oberbürgermeister-(Vor)wahlkampf bei Radio F.R.E.I.

Am Mikrofon bei Radio F.R.E.I.
Am Mikrofon bei Radio F.R.E.I.

Noch ein knappes Jahr ist es bis zur Oberbürgermeisterwahl in Erfurt und gerade ersteinmal SPD, CDU und Linke haben erklärt wer in den Wahlkampf ziehen soll – die anderen Parteien warten ersteinmal noch ab. Gleichwohl werden jetzt alle in den nächsten Monaten zu diskutierenden Themen auch unter dem Blickwinkel eines aufziehenden Wahlkampfes bewertet.

Aktuell geht es in der Kommunalpolitik um die Themen Stadionneubau, Kowo, Bundesgartenschau/EGA und Straßen- sowie Brückensanierung. Alle vier diese Themen stehen auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung dieser Woche und heute Abend haben wir dazu die Position der CDU-Stadtratsfraktion festgeklopft.

Bei meinem heutigen einstündigen Gespräch beim Erfurter Lokalradio F.R.E.I. ging es zwar auch schon um Wahlkampf, allerdings zunächst nur um die persönliche Vorstellung des Kandidaten, wie es Redakteur Carsten Rose betonte.

Über meinen persönlichen Weg in die Politik, aber auch um Freizeit, Hobbys und Familie sowie eine Reflektion der Wendezeit ging es in der Gesprächsrunde. Am Mikrofon von Radio F.R.E.I. werden wir sicher, dann auch mit den anderen Kandidaten zu kommunalpolitischen Themen diskutieren und streiten – das gehört zu einem Wahlkampf dazu. Aber alles zu seiner Zeit…

Public Viewing bedeutet auch gemeinsam leiden…

Wahl NRW (17)
Mit der ersten Hochrechung war die Stimmung dahin...

Der Grill glühte bereits und die Getränke standen kühl im Stammlokal „Zum Andreasturm“ meines CDU Ortsverbandes „Am Petersberg“. Als wir uns gemeinsam zum Public Viewing mit Finanzministerin Marion Walsmann, unserer Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann und Fraktionsvorsitzenden Thomas Pfistner versammelten, gab es schon ungute Vorahnungen. Einge von uns hatten den Wahlkampf in NRW live miterlebt und berichteten von der schwierigen Situation.

Mit der ersten Hochrechnung wurde Gewissheit, was wir schon in den letzten Tagen gespürt haben. Nachdem sich abzeichnete, dass die Linken den Sprung in den Landtag in NRW geschafft hatten, konzentrierte sich die Frage darauf ob nun die CDU oder die SPD am Ende knapp die Nase vorn haben würde und ob es für die SPD und die Grünen zu einer eigenen Mehrheit reichen würde.

Wahl NRW (15)
Ergebnisdiskussion

Beides ist bis jetzt (23.15 Uhr) noch unklar, also wird es wohl eine  lange Nacht. Enttäuscht war ich auch vom Ergebnis aus Leverkusen. Dort hatte Rüdiger Scholz, ein alter Wegbegleiter aus der Zeit in der ich Politikgestaltung startete, kandidiert. Ich kenne kaum jemanden, der sich politisch so sehr ins Zeug gelegt hat. Als Pressesprecher der CDU Thüringen, Junge Union und Frischluft-Urgestein, sowie engagierte Kommunalpolitiker in seiner Heimat war er immer hochmotiviert dabei. Leider hat Rüdiger seinen Wahlkreis nicht direkt gewinnen können.

Wenn das Ergebnis bei der Fußball WM ähnlich wird, überlegen wir das lieber noch einmal im Ortsvorstand mit dem „politischen“ Public Viewing 😉 Aber natürlich bleibt es so, wir siegen gemeinsam und wir stehen auch zusammen, wenn wir verlieren.

Wahlkampfauftakt 1990 auf dem Erfurter Domplatz

Helmut Kohl und die heutige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am 17.6.2005 auf Point Alpha
Helmut Kohl und die heutige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht am 17.6.2005 auf Point Alpha

Heute vor genau 20 Jahren, am 20. Februar 1990, startete die Allianz für Deutschland bestehend aus der CDU, dem Demokratischen Aufbruch und der Deutschen Sozialen Union auf dem Erfurter Domplatz den Wahlkampf zur ersten und zugleich letzten freien Volkskammer.

Vor rund 100.000 Menschen sprach Helmut Kohl bei der größten politischen Veranstaltung, die es je in Erfurt gab. Ich war unter den begeisterten Teilnehmern und hörte wie Helmut Kohl damals seinen Plan von einem sich wiedervereinigenden Deutschland skizzierte.

Bis heute wird ausgehend von dieser Veranstaltung sein Zitat der blühenden Landschaften verzerrt wiedergegeben. Helmut Kohl hat keine blühenden Landschaften zugesagt, sondern den Menschen gesagt; sie haben die Chance mit ihrer Hände Arbeit blühende Landschaften zu schaffen.

Das Deutschlandradio Kultur hat in einer knapp halbstündigen Reportage im Länderreport „Es geschah … in Erfurt“ mich und drei weitere Teilnehmer der Kundgebung vom 20.2.1990 zu Wort kommen lassen und nach den damaligen Hoffnung und heutigen Ergebnissen befragt. Ich war vor 20 Jahren gerade erst einige Wochen Mitglied des Demokratischen Aufbruchs und engagierte mich für die Wende und die Wiedervereinigung. Einiges würden wir mit den Erfahrungen der letzten 20 Jahre sicherlich anders machen, aber ich bin insgesamt stolz darauf ein klein wenig den Freistaat Thüringen mitgestaltet zu haben.

Von der Kundgebung auf dem Domplatz habe ich einen kompletten Videomitschnitt, der gerade heute 20 Jahre danach überaus sehens- und hörenswert ist. Man spürt die Begeisterung der Menschen, man sieht noch die ruinierten Häuser um den Domplatz, man sieht tausende Menschen die schwarz-rot-goldene Fahnen schwenkten und einige Einheitsgegner auf deren Fahnen noch Hammer, Zirkel und Ährenkranz als Symbole einer zu Ende gehenden Diktatur genäht waren.

Zum Glück gibt es Dokumente, Bilder und Belege – von den ersten großen Kundgebungen in Dresden und Berlin habe ich sogar eine Schallplatte. Zeitschriften und CDs dokumentieren die Wendezeit und wir alle sind letztlich Zeitzeugen eines historischen Ereignisses. Ich bin froh meinen drei Söhnen erklären zu können, was damals die politische Wende für mich persönlich, unser Land und letztlich ihre Zukunft bedeutet hat. Mein ältester Sohn ist heute 20 Jahre alt. Er wächst wie seine beiden jüngeren Brüder in Freiheit auf und hat heute Chancen, von denen ich mit 20 nur träumen konnte. Keiner kann ihm ein dauerhaftes Leben in blühenden Landschaften garantieren, aber er hat die Chance etwas aus seinem Leben zu machen und mitzugestalten, so wie es Helmut Kohl vor 20 Jahren auf dem Domplatz gesagt hat.

Deshalb gerade am heutigen Tag einen besonderen Dank an den Kanzler der Deutschen Einheit Helmut Kohl!

Beitrag „Es geschah … in Erfurt“ Deutschlandradio Kultur

Manuskript zum downloaden

Es geschah… „in Erfurt“

Vor genau fast 20 Jahren am 20.2.1990 fand die größte politische Kundgebung auf dem Erfurter Domplatz statt. Vor bis zu 100.000 Menschen startete die Allianz für Deutschland den Wahlkampf 1990 mit Helmut Kohl. Das Deutschlandradio Kultur wird in seinem Länderreport von 13.07 bis 13.30 Uhr dazu eine Reportage senden in der ich als Teilnehmer der damiligen Kundgebung zu Wort komme.

Wahlabschluß mit Wahlparty

Wahlparty (19)
Michael Panse und MdB Antje Tillmann

Mit der Konstituierung des Bundes- und Landtags und der Vereidigung der Bundes- und Landesregierung hat der lange Wahlkampf des Jahres 2009 nun definitiv seinen Abschluß gefunden. Die Vereidigung der Thüringer Ministerinnen und Minister fand planmäßig am Nachmittag im Landtag statt. An neue Gesichter und Funktionen werden sich die Öffentlichkeit und die Medien gewöhnen. Ich wünsche der Landesregierung um Christine Lieberknecht viel Erfolg, auch damit wir in den nächsten Landtagswahlkampf in vier einhalb Jahren mit Rückenwind gehen.

 

Bei der Bundestagswahl hatten wir diesen Rückenwind und Antje Tillmann konnte das Direktmandat im Wahlkreis Erfurt-Weimar-Grammetal erstmals gewinnen. Die Wahlkämpferinnen und das Unterstützerteam trafen sich heute noch einmal in der Gaststätte „Wunderbar“ zur Nachfeier, zum Kontakte knüpfen und politische Pläne schmieden. Im Deutschen Bundestag wird uns Antje wieder im Finanzausschuß vertreten. Ihr Wahlkreisbüro befindet sich ab sofort in der Brühlerstraße. Nach den nächsten beiden Wahlen für Bundes- und Landtag will ich wieder eine Bürogemeinschaft unserer Landtags- und Bundestagswahlkreisbüros mit ihr bilden 😉

Kanzlerduell in Erfurt

Merkel in Erfurt (13)
Angela Merkel in Erfurt

Die Fortsetzung des Kanzlerduells vom Sonntag fand heute in Erfurt statt. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und ihr Herausforderer Frank-Walter Steinmeier sprachen nahezu zeitgleich zu den Erfurterinnen und Erfurtern. Angela Merkel machte Station auf dem Weg von Bonn nach Berlin in Erfurt.

Anläßlich des 60.Jahrestages der Wahl Konrad Adenauers zum Bundeskanzler fuhr sie mit 200 Begleitern mit dem Nostalgiezug Rheingold Express die Strecke. Konrad Adenauer hatte den Zug ebenfalls im Wahlkampf genutzt, allerdings nie auf dieser Strecke. Neben Koblenz und Frankfurt am Main waren auch Erfurt und Leipzig Haltepunkte auf der Fahrt.

Auf der Bühne vor dem Erfurter Hauptbahnhof waren dann „starke Frauen“ vertreten. Neben Angela Merkel unsere Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann, Ministerpräsidentenkandidatin Sozialministerin Christine Lieberknecht, Finanzministerin Birgit Diezel und Justizministerin Marion Walsmann. Beklatscht wurde auch die Tochter von Konrad Adenauer, die Angela Merkel begleitete.

Merkel in Erfurt (8)
Starke Frauen auf der Bühne in Erfurt

Wenige hundert Meter weiter auf dem Anger hätte Luci van Org, ehemals Lucilectric, den Ball aufnehmen können und angesichts dieser Frauenübermacht passend ihren Hit „Weil ich ein Mädchen bin“ anstimmen können.  Frank-Walter Steinmeier wäre der richtige Adressat gewesen für die Textzeile „Keine Widerede Mann, weil ich ja sowieso gewinn, weil ich ein Mädchen bin“. Ob sie es getan hat habe ich nicht mitbekommen. Ob sie Recht hat, sehen wir am 27. September.

Frank-Walter Steinmeier hat aber am heutigen Tag auch etwas gewonnen. Zumindest das Nahduell um die meisten Zuhörer. Nach Angaben der Medien waren es bei Merkel 300 und bei Steinmeier 800. Einige aber doppelt. Demonstranten der Linken, der Piratenpartei und der parteifreie Erfurter Direktkandidat zogen mangels eigener Veranstaltungen gleich mit ihren Transpis von der CDU zur SPD. Lediglich die Grünen gaben mit ihren Windmühlen zwischendurch auf.

Für Aufregung sorgte am späten Nachmittag noch der andere der „Stones“ Finanzminister Steinbrück sprach sich im Gegensatz zu Steinmeier für die Fortsetzung der großen Koalition aus.  Mal sehen was die Richtungsdiskussion der SPD noch so bringt.