Verschiedenes

Alles koscher – das Brot der Juden

Ausstellung im Rathaus
Ausstellung im Rathaus

Zahlreiche Veranstaltungen bereichern zur Zeit den dichten Kalender der Landeshauptstadt Erfurt. Da fällt es manchmal nicht leicht für alles Zeit zu finden. Lohnenswert ist derzeit eine Sonderausstellung im Erfurter Rathaus. Noch bis zum 30. November ist dort eine Sonderausstellung des Museums der Brotkultur Ulm zu sehen. Im Rahmen der 17. Tage der Jüdisch-Isrelischen Kultur „Zwischen Klezmer, Kippa und Kaschrut – Jüdische Alltagskultur“ wurde diese Ausstellung am schon 1.11.2009 eröffnet. Leider bin ich gestern erst dazu gekommen, sie mir anzusehen und empfehle sie aber sehr gerne weiter.

Die Ausstellung verweist auf die besondere Rolle des Brotes im jüdischen Glauben. Zu den verschieden Festen spielen verschiedene Brote eine wichtige Rolle, die detaliert auf Texttafeln, ebenso wie die wichtigsten Speiseregeln beschrieben werden.

 

Bis zum 10. November finden die 17.  Tage der Jüdisch-Israelischen Kuturtage noch statt. Heute und morgen gibt es dabei erstmals eine Jüdische Kinderstadtführung unter dem Titel „Wenn Ihr wollt ist es (k)ein Märchen…“, abgeleitet vom berühmten Herzl-Zitat.

Kinder erfahren dabei in pädagogisch aufbereiteter Form wissenswertes und Hintergrundinformationen zur reichhaltigen jüdischen Geschichte in Erfurt. Dieses Projekt ist eine Deutschlandpremiere und führt zur Alten Synagoge, der mittelalterlichen Mikwe und den hebräischen Handschriften, die das mittelalterliche jüdische Viertel verständlich wieder zum Leben erwecken. Die Kinderstadtführung startet morgen ab 16 Uhr auf dem Fischmarkt vor dem Erfurter Rathaus.

Wahlabschluß mit Wahlparty

Wahlparty (19)
Michael Panse und MdB Antje Tillmann

Mit der Konstituierung des Bundes- und Landtags und der Vereidigung der Bundes- und Landesregierung hat der lange Wahlkampf des Jahres 2009 nun definitiv seinen Abschluß gefunden. Die Vereidigung der Thüringer Ministerinnen und Minister fand planmäßig am Nachmittag im Landtag statt. An neue Gesichter und Funktionen werden sich die Öffentlichkeit und die Medien gewöhnen. Ich wünsche der Landesregierung um Christine Lieberknecht viel Erfolg, auch damit wir in den nächsten Landtagswahlkampf in vier einhalb Jahren mit Rückenwind gehen.

 

Bei der Bundestagswahl hatten wir diesen Rückenwind und Antje Tillmann konnte das Direktmandat im Wahlkreis Erfurt-Weimar-Grammetal erstmals gewinnen. Die Wahlkämpferinnen und das Unterstützerteam trafen sich heute noch einmal in der Gaststätte „Wunderbar“ zur Nachfeier, zum Kontakte knüpfen und politische Pläne schmieden. Im Deutschen Bundestag wird uns Antje wieder im Finanzausschuß vertreten. Ihr Wahlkreisbüro befindet sich ab sofort in der Brühlerstraße. Nach den nächsten beiden Wahlen für Bundes- und Landtag will ich wieder eine Bürogemeinschaft unserer Landtags- und Bundestagswahlkreisbüros mit ihr bilden 😉

Sieg im Pokal gegen Grimma

Pokalrunde SWE (9)
Zweiter Saisonsieg gegen Grimma

Nach dem hochklassigen Spiel gegen VV Grimma vor zwei Wochen in der 2. Volleyball-bundesliga konnten sich auch im Pokal die Damen des SWE Volley-Teams gegen den direkten Verfolger in der Bundesliga durchsetzen. Mit 3:0 fiel das Ergebnis diesmal sehr klar aus. Nur in den ersten beiden Sätzen leisteten die ersatzgeschwächten Damen aus Grimma ernsthafte Gegenwehr.

 

Nach der lösbaren Begegnung in der nächsten Pokalrunde gegen einen bayerischen Vertreter würde am 28. November der Dresdner SC seine Visitenkarte in der Halle am Sportgymnasium in Erfurt abgeben. Gegen den Deutschen Meister von 2007 und Pokalfinalisten 2009 gäbe es sicher eine volle Halle und die Garantie auf Spitzenvolleyball.

 

In der 2. Volleyballbundesliga steht morgen aber ersteinmal das Nachholespiel gegen Vilsbiburg II auf dem Programm. Sechs Stunden Fahrt stehen auf dem Programm, wenn die SWE-Damen um 7 Uhr an der Thüringenhalle starten. Ich hoffe sehr, dass sie heute noch nicht alle „Körner“ verschossen haben und morgen den 1. Platz verteidigen werden!

Kulturelle Vielfalt in Erfurt

Seit Donnerstag läuft nun wieder die neue Spielsaison des Neuen Schauspiels in Erfurt. Mit der Inszenierung von Goethes „Stella“ dokumentierten die ambitionierten Schauspieler, dass sie ihren Platz im Kulturkalender der Stadt gefunden haben. Leider immer noch nicht mit einer endgültigen Spielstätte. In diesem Jahr ist ein Saal im alten Innenministerium dir Kulisse. Stella hat mit den Parallelen zum Geschichte des Grafes von Gleichen dem ausverkauften Haus und offensichtlich auch den Kritikern der TLZ gefallen. Beides zusammen ist in Erfurt nicht selbstverständlich.

 

Le nozze di Figaro
Le nozze di Figaro

Im neuen Erfurter Theater im Brühl wird hingegen leider nicht allzu häufig Schauspiel geboten, es hat sich einen Namen als Opernbühne gemacht und natürlich auch mit Operetten, die in der Publikumsgunst weit oben rangieren. Am Freitag stand Le nozze di Figaro von Mozart auf dem Programm. Peter Schöne als Graf von Almaviva und Mate Solyom-Nagy als Figaro haben mir am besten gefallen. Da ich nur wenige Meter neben dem Theater wohne, werde ich wohl auch in dieser Saison bei den meisten Aufführungen einmal dabei sein.

 

Ebenfalls gut angenommen werden die Veranstaltungen in der Alten Oper. Wolfgang Staub versteht es die alten Gemäuer am Dahlbergsweg mit Leben zu füllen. Aktuell läuft gerade „All you need is beat“, für Beatles-Fans ein absolutes Muss. Vor einigen Wochen konnten wir mit dem CDU-Kreisverband bereits vorab einen Teil des Bühnenprogramm sehen und hören.

 

Es ist gut, dass wir in Erfurt ein vielfältiges Bühnenprogramm, angereichert um kommerzielle Großveranstaltungen in der Messe, haben. Da fällt die Qual der Wahl manchen Abend schwer.

 Bestürzt und verärgert bin ich aber, wenn ich in der Zeitung Meldungen lese, dass das überaus erfolgreiche Kinder- und Jugendtheater die „Schotte“ ebenso auf der Kippe steht, wie das kommunale Programmkino am Hirschlachufer. Bei beiden, und wohl auch noch beim Puppentheater, setzt die Stadtverwaltung unter Führung von Rot-Rot den sprichwörtlichen Rotstift an. Die CDU-Stadtratsfraktion wird sich der sich aus dem Rathaus abzeichnenden kulturellen Einfalt widersetzen. Wir sind stolz auf die in Erfurt entstandene kulturelle Vielfalt.

Kontroverse Basisdiskussion zur Koalitionsvereinbarung

CDU Ortsverband (5)
Gesprächspartner beim CDU Ortsverband

 Die Mitglieder des Erfurter CDU-Ortsverbandes „Am Petersberg“ trafen sich heute Abend an neuem Veranstaltungsort um über die zurückliegenden Wahlen und die Koaltions- vereinbarung von Schwarz-Rot zu diskutieren. In der Gaststätte am Andreasturm wird der Ortsverband künftig seine Veranstaltungsheimstadt haben. Vielen Dank für die Gstfreundschaft an den Chef des Hauses!

 

Die CDU-Kreisvorsitzende Marion Walsmann kam zu der Runde von 25 Mitgliedern ebenso wie die Stasiunterlagenbeauftragte Hildigung Neubert direkt von der CDU-Landesvorstandssitzung hinzu. Die Wahlauswertung war da mit Thomas Pfistner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, und der Bundestagsabgeordneten Antje Tillmann bereits heftig in der Diskussion. Kritik an der Themenauswahl im Wahlkampf wurde ebenso wie die Personalsituation angesprochen. Ein Klausurtagung zwischen CDU-Kreisvorstand und Fraktion soll Klarheit über den Kurs gegenüber den anderen Fraktionen für die nächsten Jahre bringen. Nagelprobe wird wohl in Erfurt der Nachtragshaushalt und der neue Haushalt 2010 sein. Als stellvertretender Vorsitzender der Stadtratsfraktion und der Kreispartei ist für mich klar, dass wir den Haushalt in den jetzt bekannten Grudnzügen ablehnen werden. Der Wille ernsthaft und nachhaltig zu sparen ist bei Bausewein und Co nicht zu erkennen. Solange wie er weiter von Rot-Rot im Land träumt wird er sicher mit den linken Genossen Mehrheiten für den Erfurter Haushalt organisieren können.

 

Bei den heute bekanntgewordenen Details zur Koaltionsvereinbarung gab es durchaus Basiskritik, dass klassische CDU-Positionen aufgeweicht wurden und zu Hauf der SPD Zugeständnisse gemacht wurden, die dem Land teuer zu stehen kommen. Ziel muss es in den nächsten fünf Jahren sein, dennoch ein klares CDU-Profil heraus zu arbeiten. Wir werden im Ortsverband regelmäßig dazu diskutieren, ob und wie das gelingt.

Hitze pur auf Massada und Abkühlung im Toten Meer

Israel 16.10. (1)
Morgenspaziergang am Damaskustor

Der letzte Tag unserer Reise in das Heilige Land war zur freien Verfügung der Mitreisenden gedacht. Letztlich entschieden sich jedoch fast alle für den Ausflug nach Massada und an das Tote Meer. Bevor es aber los ging, nutzte ich die Zeit zu einem Morgenspaziergang entlang der Altstadtmauer inklusive Sonnenaufgang über dem Ölberg. Selbst zu sehr früher Stunde fühlt man sich in Jerusalem nie unsicher – ein gutes Gefühl und so ganz anders, als es in den Medien suggeriert wird.

 

Israel 16.10. (14)
Seilbahn statt Fußweg nach Massada
In Qumran besuchten wir den Ort, wo die Schriftrollen gefunden wurden und bekamen schon einen Vorgeschmack auf die Hitze des Tages. Bereits um 9 Uhr waren es knapp 35 Grad. Auf Massada, der Felsenfestung des Herodes, waren es dann Mittags gar knapp 40 Grad. Der groß angekündigte Fußmarsch auf den Felsen wurde von mir kurzfristig abgesagt – so ganz großer Held muss man ja nun doch nicht mehr sein.
Das Bad im Toten Meer war danach eine richtige Abkühlung, obwohl das Wasser sicher auch mehr als 25 Grad hatte. Diesmal haben wir auf die obligatorischen Fotos mit Thüringer Tageszeitungen verzichtet und stillecht eine israelische Tageszeitung gewählt.
 
Israel 16.10. (46) 
Der Hotelbadestrand am Hotel Lot ist im übrigen sehr empfehlenswert, weil zum Komplex auch ein Swimmingpool gehört und so das Salzwasser bereits vor Ort nahezu rückstandsfrei vom Körper gespült werden konnte. Sonst gelang dies meist erst Abends in der Hotelbadewanne. Auf Hotel hatte am Abend dann sowieso keiner Lust. Da der Abfahrtstermin vom Hotel zum Flughafen schon in der Nacht 1 Uhr war entscheiden wir uns größtenteils für das Durchmachen.
Israel 16.10. (63)Bei Rimon, dem Granatapfelmann am Damaskustor, gab es noch einmal leckere Säfte. In diesem Jahr erhielt ich von ihm eine Widmung in mein Reisetagebuch in Arabisch sinngemäß mit den Worten „Mögest du wie der Sonnenschein immer wieder nach Jerusalem kommen“. Ich werde! Wie bei jedem Abschied von Jerusalem entschied ich mich  in der Nacht noch für den Abschiedsweg an die Klagemauer. Ein Ritual, was ich auch bei künftigen Reisen beibehalten werde. Zunächst hieß es aber Abschied nehmen von einem wunderschönen Land mit liebenswerten Menschen. Ich werde bald wieder kommen. Unser Flug startete um 5.13 Uhr vom Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv und bei der Ankunft in München ereilte uns ein Kälteschock, 4 Grad waren angesichts der Vortagestemperaturen wie ein Schockfrieren und weckte das Begehren sofort zurück zu fliegen.
Shalom Israel!

Gedenken an Yitzak Rabin und Besuch von Yad Vashem

Israel 15.10. (22)
Felsendom auf dem Tempelberg

Jerusalem beherbergt für viele Religionen die größten Heiligtümer. Nicht immer ist dabei der tolerante Umgang miteinander in vollem Umfang ausgeprägt. Bei unserem Besuch wollten wir aber auch neben dem Besuch der heiligen Stätten der Christen und Juden auch die Stätten der Moslems besuchen. Auf dem Tempelberg sind sowohl der Felsendom als auch die Al-Aqsa-Moschee. Am frühen Morgen gingen wir über eine Holzbrücke auf den Tempelberg. Ein Besichtigung von Felsendom um Moschee ist seit vielen Jahren für Touristen nicht mehr möglich.

Israel 15.10. (51)
Gedenkstätte Rabin

Mit dem Bus ging es danach nach Tal Aviv. Am Ort an dem Yitzak Rabin erschossen wurde legten wir für die CDU Thüringen einen Kranz nieder und gedachten des Einsatzes für den Frieden im Nahen Osten. Für die Stadtrundfahrt in Tel Aviv blieb zum einen zu wenig Zeit und war zu anderen der Verkehr zu stark. So beschränkten wir uns auf die Bauhaushäuser und die Templerhäuser und fuhren gleich nach Jaffa. Da ich Jaffa aber schon recht gut kenne lies ich mich gemeinsam mit einigen anderen aus der Gruppe vom Sandstrand locken und wir gingen ins Mittelmeer baden. Die Mittagspause in einem arabischen Restaurant war so üppig, dass wir nun bald die Kalorienreißleine ziehen müssen. Der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem machte uns alle sehr betroffen. Yad Vashem wurde 1953 als Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust gegründet. Anlehnend an Jessaja 56.5. will man den Opfern „Denkmal und Name“ sein. Ein Denkmal unbestritten, aber auch den Opfer Gesichter und Namen zurück zu geben. Die Nationalhymne von Israel, die Hatikva (Hoffnung), wurde zu Begin der Ausstellung von Kindern gesungen. Kindern wird in der Kindergedenkstätte besonders gedacht. 5 Kerzen spiegeln sich und erwecken den Eindruck von Millionen Lichtern. Dazu werden die Namen von 3.000 ermordeten Kindern in verschiednen Sprachen mit ihrem Alter aufgerufen. Zum vorletzten Mal gingen wir am Abend in die Altstadt und unter andrem auf das Dach des Österreichschichen Hospizes mit einem tollen Blick über Jerusalem. Den Abend gestalteten die Mitglieder der Reisegruppe schließlich individuell mit mehr oder weniger Schlaf.

Hektische Betriebsamkeit an den heiligen Stätten

Israel 14.10. (3)
Menorah vor der Knesset

So wie bei unserer gesamten Reise, war auch heute die Aufteilung des Tages. Den Vormittag gestalteten wir hoch politisch, den Nachmittag mit dem Besuch der heiligen Stätten und am Abend wieder ein politisches Gespräch. Vor dem Besuch der Knesset, dem israelischen Parlament, versammelten wir uns an der Menorah. Der tonnenschwere siebenarmige Leuchter wurde Israel von Großbritannien geschenkt und ist eines der beliebtesten Fotomotive. Fotografieren ging in der Knesset hingegen gar nicht. Fotoapparate, Handys und sämtliche Taschen wurden aus Sicherheitsgründen eingesammelt. Der rote Teppich war auch nicht für uns ausgerollt, sondern für den Präsidenten Namibias. Dafür konnten wir uns aber mit zwei Parlamentsabgeordneten zum Gedankenaustausch treffen. Der Vorsitzende der israelisch-deutschen Parlamentariergruppe Jacob Edery bat uns um Unterstützung und Lobbyarbeit in Deutschland. Insbesondere das Atomprogramm des Iran sieht er mit zunehmender Sorge.

 

Israel 14.10. (34)
In der Geburtskirche

Direkt von der Knesset ging es nach Bethlehem, durch die Mauer hindurch. Überrascht hat mich, dass in Bethlehem hektische Betriebsamkeit herrschte. Dies war in den letzten Jahren eher nicht so. Dies wirkte sich auch in der Geburtskirche aus. Gelegenheit dort etwas besinnlich zur Ruhe zu kommen gibt es eigentlich nur noch in der katholischen Kirche. Das gleiche Bild, noch etwas heftiger bot sich uns in der Grabeskirche in Jerusalem am späten Nachmittag. So viele Pilger und pausenloses Blitzlichtgewitter habe ich dort noch nicht erlebt. Vor dem Eingang zum Grab sorgte ein Mönch in der hitzigen Atmosphäre sogar handgreiflich für Ordnung und schob die Pilger durch die Gegend. Natürlich wollen alle Besucher Jerusalems zu allen heiligen Stätten und es ist gut, dass inzwischen wieder ungezählte Gruppen in der Stadt sind, aber viel Stimmung und religiöse Besinnung wird damit gestört.

Israel 14.10. (52)
Vor der Geburtskirche in Bethlehem

Für den Rückweg zum Hotel wählten wir die Via Dolorosa und konnten in der Abenddämmerung noch den Blick von der Dachterrasse des österreichischen Hospizes genießen. Ins Hotel kam zu uns am Abend der ehemalige Botschafter Israels in Wien, Dan Ashbel. Sein Vortrag über die aktuellen politischen Rahmenbedingungen rückte wieder vieles gerade, was wir in den letzten Tagen anders herum gehört haben. Er zitierte berechtigt einen israelischen Außenminister der einmal gesagt hat: „Die Palästinenser haben nie eine Gelegenheit versäumt, eine Gelegenheit zu versäumen.“. Seit heute Abend weis ich nun, dass ich in einem Palästinenserstaat wohl nicht leben könnte. In Gaza wird gerade gesetzlich geregelt, dass Männer nicht mit Frauen als Sozia Motorrad fahren dürfen. Das geht doch wohl gar nicht…

Gegensätzliches bei den Palästinensern

Israel 13.10 (8)
Schmidts Girls College

Am vierten Tag in Israel beginnt nun die Phase in der wir immer mehr Fragen, als Antworten finden. Die Gegensätze in den politischen Positionen werden greifbar und echte Lösungsvorschläge gibt es nicht und dennoch bleibt die Hoffnung. Die Hoffnung hat heute einen konkreten Namen und der lautet „Schmidts Girls College“. Mit unserer Gruppe besuchten wir die katholische deutsche Schule für Palästinensermädchen am Damaskustor und ihren Schulleiter Nikolaus Kircher heute Vormittag. Bereits vor vier Jahren habe ich Herrn Kircher kennen gelernt und freue mich, was er aus der Schule gemacht hat. Wir erlebten im Unterricht hochmotivierte und fröhliche Schülerinnen. 90 – 100 Prozent von ihnen werden nach dem Abitur studieren, viele im Ausland und hoffentlich danach ihr Land mit gestalten. Gleichzeitig erlernen und erfahren sie einen toleranten Umgang mit anderen Religionen. Vom Dach des benachbarten Pilgerhauses hatten wir einen wundervollen Blick auf die Altstadt und das Damaskustor – ein runder und gelungener Besuch.

Israel 13.10 (43)
Check Point

Nachdenklich haben uns auf der Fahrt nach Ramallah die Mauer und die Checkpoints gemacht. Auch wenn diese Mauer eine ganz andere Funktion hat, weckt sie unangenehme Assoziationen. Ich habe ein ähnliches System von Checkpoints bis jetzt nur zwischen Mexiko und den USA erlebt. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung hatten wir im Restaurant Darna in Ramallah mehrere Gespräche mit führenden Palästinensern.

 

Ein halbes Dutzend Parlamentsabgeordnete, der Leiter des Politischen Ausschusses Abdullah Abdullah und der Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten des Fatah Zentralkomitees Dr. Nabil Sha´ath waren unsere Gesprächspartner. Beide betonten die Position der Palästinenser auf ein Land in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt, finanzielle Entschädigung und Rückbau der Siedlungen sowie die Lösung des Flüchtlingsproblems. Die Forderungen sind nicht neu, aber einen realisierbaren Umsetzungsplan hat niemand.

Israel 13.10 (105)
Chefunterhändler Dr. Saeb Erekat

Auch nicht der palästinensische Chefunterhändler für die Israelisch-Palästinensischen Verhandlung  Dr. Saeb Erekat. Dr. Erekat war bereits Leiter der Madrider Friedenskonferenz und bereitete Camp David mit vor. Seine jetzige Verhandlungsaufgabe beschrieb er als „schwierigsten Job seit der Vermittlung zwischen Adam und Eva“. Er sei dabei ein Unterhändler ohne Land, Wirtschaft, Armee und Marine. Der Bau der Siedlungen hat Fakten geschaffen, die nur schwer zu verändern sind. Auf der Fahrt nach Ramallah sind wir an Siedlungen vorbeigekommen, die auf israelischer Seite der Mauer sind und bis zu 50.000 Einwohner haben. Sie befinden sich innerhalb der 1967 bestehenden Grenzen und reduzieren den 22 Prozentanteil an Land auf palästinensischer Seite weiter. Eine Lösung dieser Frage ist weit entfernt und wird unmöglich wenn beide Seiten auf ihrem Status Quo beharren. Ungeteilte Zustimmung erhielt Dr. Erekat für seine Position zur Bekämpfung von islamischen Fundamentalismus und Extremismus. Er sagte dazu müsse es Frieden zwischen Israel und Palästina geben und eine Demokratisierung der arabischen Welt müsse stattfinden.

 

Irritiert hat uns beim Besuch in Ramallah die Grabstätte von Arafat auf der Mukata. Diese Art der „Heldenverehrung“ für einen Mann der für viele Verbrechen die Verantwortung getragen hat stößt unangenehm auf. Ich hoffe der weiße Marmorbau mit daneben stehender Moschee wurde nicht auch noch mit EU-Mitteln bezahlt. Ein großes Dankeschön an die Konrad-Adenauer-Stiftung und deren Landesbeauftragten Felix Dane mit seinem Team und an Konstanze von Gehlen für die Organisation dieses Tages. Wir haben im besten Restaurant Ramallahs wunderbar gegessen, so wie vor uns schon Kofi Annan, Richard Gere und Joschka Fischer, wie die Bilder an der Wand belegten. Besonders lecker (und kalorienreich) Knefe aus Schafs- und Ziegenkäse, gegrillt mit viel süßen Zutaten. Die offenen Fragen und eine gewisse Ratlosigkeit was den Friedensprozess angeht liegen uns aber wahrscheinlich auch noch eine Weile schwer im Magen.

Israel 13.10 (124)
Goldstar - das israelische Bier!

Den Abend beschloss heute ein Besuch an der Klagemauer und danach eine Bummel durch die Neustadt und die Ben Jehuda. In einem kleinen Kellergewölbe lauschten wir den Klängen moderner jüdischer Musik und kamen mit jungen Juden ins Gespräch – so soll es sein!

Hoffnung in Israel pflanzen

Israel 12.10. (53)
Baumpflanzung in Israel

Die heiligen Stätten standen heute auf unserem Reiseprogramm und zugleich wollten wir den Bogen hin zur Zukunft in Israel schlagen.

Auf der Fahrt nach Nazareth über das inzwischen recht gut ausgebaute Autobahnnetz kamen wir am Berg der Verklärung Jesu (Matthäus 17.1) vorbei. Auch sonst gab es rechts und links der Straße viel zu entdecken, vor allem dann auch das pulsierende Nazareth, welches zu Jesus-Zeiten eher ein verschlafenes Nest war. Vor der Verkündigungsbasilika lasen wir aus dem Neuen Testament Lukas 1.26. Die Kirche in modernem Baustil beeindruckte vor allem durch ihre Internationalität. Die Fester, Türen und Deckenfenster stammen aus Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern. Um und in der Kirche sind Mosaiken mit der Darstellung von Maria und Jesu verteilt. Zahlreiche Länder stifteten Ende der 80iger Jahre diese Bilder und setzten ihre eigenen Akzente.

Israel 12.10. (27)
Unterbrochene Mauer als Zeichen der Hoffnung

Auf dem deutschen Mosaik sind neben Maria ein junger Mann und eine junge Frau abgebildet, die sich unter der Mauer die Hand reichen. Lange vor dem Mauerfall drückte dies vor allem Hoffnung aus. Hoffnung wollten wir auch in Israel pflanzen und so fuhren wir nach Nazareth zu einem Projekt des jüdischen Nationalfonds KKL. Seit 1912 wurden 200 Millionen Bäume in Israel gepflanzt. Ziel ist es die Wüste (über 60 Prozent des Landesgebietes) zu begrünen. Aus aller Welt kommen Menschen nach Israel und viele pflanzten so wie wir Bäume. 25 Zypressen, Kiefern und Pinien pflanzten wir und hoffen, dass sie in den nächsten 20 Jahren heranwachsen werden. Dazu brauchen sie vor allem Wasser.

Am See Genezareth konnten wir sehen wie viel davon dem Land fehlt. Der See ist 24 km lang und bis zu 50 m tief. Derzeit fehlen aber davon 6 Meter und so mussten wir beim traditionellen Bad im See diesmal einige Meter weiter in den See hineingehen, um schwimmen zu können.

Israel 12.10. (118)
Abendsonne über dem See Genezareth

In Kafernaum war es heute relativ leer und so konnten wir am authentischen Ort auch wieder aus der Bibel Lukas 4.31 lesen – Jesus in der Synagoge.

Tabgha, die Kapelle der Brotvermehrung (Johannes 6), und der Berg der Seligpreisung (Matthäus 5-7) bildeten den Abschluss unseres Besuchs der heiligen Stätten. In der Abenddämmerung liefen wir den Weg vom Berg zum See und gelangten zweieinhalb Stunden später wieder nach Jerusalem. Ein Abendspaziergang an die Klagemauer und eine nette Runde beim „Granatapfelmann“ am Damaskustor rundeten den Tag ab.

Erfurt – München – Tel Aviv

Israel 10.10. (20)
Jerusalem

Am Ende eines langen Reisetages standen wir bewegt und beeindruckt an der Promenade am Mt. Scopus und blickten auf die heilige Stadt Jerusalem, die Altstadt und den Tempelberg. Auszüge aus der Bibel beschrieben dazu den Einzug nach Jerusalem.

 

Für die Israel-Pilger-Gruppe der CDU Thüringen hatte der Tag bereits in der Nacht um zwei Uhr in Erfurt begonnen. Bei 11 Grad Celsius versammelten sich zwei Drittel der Reisegruppe am Thüringer Landtag in Erfurt und starteten mit dem Bus nach München. Bereits drei Stunden vor dem Abflug mussten wir in der Halle F am Terminal 2 auf dem Flughafen München sein. Der Rest der Reisegruppe hatte die direkte Anreise nach München gewählt. Für diejenigen, die zum ersten Mal nach Israel flogen, war die umfängliche Sicherheitskontrolle ungewohnt. Befragungen von jedem der 63 Gruppenteilnehmer und intensive Gepäckkontrollen zogen sich hin, gaben aber das Gefühl im Flugzeug sicher zu sein. Die Boing 767 der Chartergesellschaft Al Sun D´Or war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Am Sabbat fliegt die nationale Fluggesellschaft El Al nicht, lediglich ihre Chartertochter kann Touristen ins Land bringen.

 

Bei der Ankunft in Tel Aviv nach dreieinhalb Stunden Flugzeit wehte uns ein warmer Sommerwind mit 29 Grad Celsius entgegen. Die Jacken verschwanden in den Koffern und werden dort wohl die nächste Woche bleiben. Die Aufteilung unserer großen Gruppe auf die beiden Busse dauerte eine Weile. Obwohl ich 1992, 1994 und 1997 auch schon sehr große Gruppen der Jungen Union mit jeweils über 40 Teilnehmern auf Israel-Tour leiten durfte, ist eine Gruppe mit mehr als 60 Teilnehmern deutlich schwieriger zu koordinieren. Meine ehemalige Landtagskollegin Annette Lehmann wird daher den zweiten Bus betreuen. Unsere beiden Reiseleiter Nora Pugatsch und Ralf Lewinson werden uns in den nächsten Tagen ihre Heimat näher bringen und unzählige Fragen beantworten.

Israel 10.10. (30)
Klagemauer in Jerusalem

Heute Abend führte ein kurzer Stadtrundgang die meisten der Thüringer noch an die Klagemauer, wo zu Ende des Sabbat getanzt, gesungen und gefeiert wurde. Vom Olive-Tree-Hotel ist die Altstadt über das Damaskustor innerhalb weniger Minuten zu erreichen und so werden wir wohl häufiger den Abend bei einem guten alten Bekannten am Damaskustor beschließen. Ein armenischer Christ betreibt dort ein kleines Kaffee und ist zu recht stolz auf den besten frischgepressten Granatapfelsaft von Jerusalem. Bei Wiedersehen mit ihm gab es ein großes Hallo und wir konnten nur mühsam verhindern, dass gleich am ersten Abend eine große Wasserpfeife auf unserem Tisch landete.

100 Jahre Tel Aviv – Masel tov!

Strandansicht Tel Aviv
Strandansicht Tel Aviv

Der israelische Journalist Igal Avidan war gestern Abend in der Erfurter Kunsthalle zu Gast und hielt vor über 60 interessierten Zuhörern einen Vortrag zum 100. Geburtstag von Tel Aviv.

 

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hatte den 1962 in Tel Aviv geborenen Politikwissenschaftler und Buchautor eingeladen. Mit historischen Fotos begleitet war seine Zeitreise durch die letzten 100 Jahre  für mich eine gute Eisntimmung auf unsere Israel-Reise ab kommenden Samstag. Wir bei allen Fahrten zuvor werden wir nicht nur in Tel Aviv mit dem Flugzeug ankommen, sondern uns auch Zeit für Jaffa, die Stadt und den Strand nehmen.

 

Auf viele der noch vorhandenen kleinen Häuser und die Straßenzüge im Bauhausstil werde ich dieses Mal mit einem andreren Blickwinkel schauen. Als Geburtsstunde von Tel Aviv gilt der 11. April 1909. Als Gründer benannte Avidan den in Weissrußland geborenen Akiva Arie Weiss, der am Tag des Pessachfestes mit rund 100 Menschen am Strand die erste Verlosung von den erworbenen Grundstücken organisierte. Durch die zahlreichen Neueinwanderer wuchs die Stadt schnell und wurde zum kulturellen und politischen Zentrum lange schon bevor 1948 in Tel Aviv der Staat Israel proklamiert wurde. Zum Jubiläum wünsche ich Tel Aviv „Masel tov“ und freue mich darauf nächste Woche Mittwoch wieder entlang des Strandes zu spazieren und Alt-Jaffa zu erleben.

Neues von der roten Traurigkeit?

Mit der Entscheidung der Thüringer SPD-Führung Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufzunehmen geht zwangsläufig das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit an den linken ganz Linken zurück. Während sich Bodo Ramelow in den letzten Wochen noch regelmäßig über das Interesse von diversen Fernsehsendern freuen konnte, muss er nun die Meldungen wieder selbst produzieren. Am Wochenende hat er es in einem Interview mit der Welt schon einmal versucht.

 

Bodo Ramelow - der Lack ist ab!
Rote Traurigkeit

 Im Wahlkampf plakatierte die Linke flächendeckend „Bundeswehr raus aus Afghanistan“ und proklamierte sich zur einzigen Friedenspartei. Selbst im Kommunal- und Landtagswahlkampf warb die Linke so.

 Nun wenige Tage nach der Wahl erklärte nun Ramelow „Uns geht es nicht um einen sofortigen Abzug. Das wäre wie eine Flucht damals aus Vietnam.“. Diese Positionsbeschreibung soll sicher dazu dienen sich bei der SPD im Bund akzeptabler zu machen, war aber wohl nicht mit der Führungsriege der Linken abgesprochen. Jedenfalls erklärte Lafontaine postwendend: „Die Position der Linke ist klar: Wir sind für einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.“. Die Wähler der Linken dürften zu Recht verwirrt sein.

 

Also, mal wieder alles unklar. Im Kampf um mediale Beachtung lässt Bodo Ramelow mal hin und wieder einen Ballon steigen, den dann seine Parteiführung zum platzen bringt. Dies war bei den Sondierungsgesprächen und seinen Verzicht auf das Ministerpräsidentenamt nicht anders, wie es jetzt läuft. Ich bin mir sicher: er wird uns weiter mit Meldungen versorgen…

Tag der Deuschen Einheit

Wir sind ein Volk
Aufkleber: Wir sind ein Volk!

Heute ist ein Feiertag – unser Feiertag! Vor 20 Jahren sind die Menschen im Osten Deutschlands auf die Straßen und Plätze gegangen, um für Freiheit zu demonstrieren. Ein Jahr später am 3. Oktober 1990 war die Wiedervereinigung Wirklichkeit.

Heute 19 Jahre danach ist es gut immer wieder an die Werte der Freiheit zu erinnern. Die Erfurter CDU tut dies traditionell mit einer konzertanten Andacht in der Michaeliskirche. In diesem Jahr wurde die Andacht vom Hochheimer Männerchor umrahmt und Pfarrer Lindner sprach die geistlichen Worte.

Auch am gestrigen Abend wurde ich sehr an die Tage vor 20 Jahren erinnert. Bei der Verleihung des Erfurter Kulturpreises an den Verein „Herbstlese“ (Herzlichen Glückwunsch!) sprach Friedrich Schorlemmer die Laudatio. Vor 20 Jahren stand Schorlemmer als Bürgerrechtler in der ersten Reihe und war Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs. Auch heute lebt Demokratie vom Mitmachen. Der Tag der Deutschen Einheit ist Grund zum Feiern. Dazwischen bleibt aber auch Zeit für der Deutschen liebstes Hobby. Am Nachmittag bin ich im Stadion beim Spiel RWE-Bayern II (wer hätte daran vor 20 Jahren geglaubt?).

Geht doch! – Glückwunsch an Antje Tillmann

Kanzlerduell (9)
Beim Kanzlerduell

  Es tat gut heute Abend im Ratssitzungssaal der Landeshauptstadt zu stehen und im Kreis der Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer mit unserer alten und neuen Bundestags-abgeordneten Antje Tillmann zu feiern.

Antje wird zum dritten Mal in den Bundestag einziehen. Erstmals hat Antje aber heute das Direktmandat errungen und den bisherigen Mandatsinhaber Carsten Schneider um Längen deklassiert. Auch der Linke Direktkandidat Frank Spieth lag am Ende mehrere Tausend Stimmen zurück. Er wird im Gegensatz zu Schneider dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören, weil er auf eine Listenkandidatur verzichtete.

Was dieses Ergebnis für die Landespolitik bedeutet werden wir in den nächsten Tagen erleben. Carsten Schneider hatte im Vorfeld der Bundestagswahl vehement für Rot-Rot-Grün geworben- ob sein Stimmeneinbruch von 12 Prozent damit zu tun hat werden Analysen zeigen.

Herzlichen Glückwunsch Antje Tillmann und vielen Dank an die engagierten Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer! Bis gestern Nachmittag ging der Wahlkampf auf dem Erfurter Anger und es hat sich gelohnt.

Vorfreude auf das Heilige Land

Klagemauer
Klagemauer in Jerusalem

 In weniger als zwei Wochen wird die CDU Thüringen nach Israel reisen.

Ich freue mich darauf dann zum zehnten Mal in das Heilige Land zu fahren. Zum sechsten Mal darf ich eine Reisegruppe leiten und diesmal wird sie noch größer sein als die Gruppe der Jungen Union 1994 und 1997 mit damals jeweils rund 50 Fahrtteilnehmern.

 

Die Reisegruppe umfasst in diesem Jahr 63 Teilnehmer, u.a. Bundestags- und Landtagsabgeordnete und Bürgermeister sowie weitere politisch interessierte Thüringerinnen und Thüringer. Beim Vorbereitungstreffen am Samstag in Erfurt haben wir das detaillierte Programm besprochen und zugleich die Vorfreude auf Israel geweckt. Unter anderem werden wir die Knesset, das israelische Parlament und das palästinensische Parlament in Ramallah und dort mit Parlamentariern sprechen. Bei der Programmorganisation hat die Konrad-Adenauer-Stiftung sehr geholfen. Schon jetzt vielen Dank dafür!

Auf der Homepage findet sich bereits das Programm für Israel 2099.

 

Ein umfängliche Bild-DVD umfasst jetzt schon 500 Bilder aus den letzten Jahren und ich freue mich sehr darauf, dass Ende Oktober auf der Homepage zahlreiche Bildimpressionen hinzukommen werden.

Besuch in Israel
Der alte Flughafen in Tel Aviv

Alrunas Waldgeheimnisse – Familienwandertag im Hainich

Wandertag (84)
Nationalpark Hainich

 Zum heutigen Sonntag trafen sich mal nicht nur die Grundschülerinnen und Grundschüler der Erfurter Puschkinschule, sondern auch deren Eltern. Beim Familienwandertag meines mittleren Sohnemanns Jonas konnten durch die Terminwahl auch die Eltern nahezu alle mit dabei sein. Darauf kommt es ja schließlich bei einem Familientag auch an!

 

Der Nationalpark Hainich hat für Familienausflüge eine Menge zu bieten. Es ist beachtlich, was auf dem riesigen Areal entstanden ist. Auf einem Teil, dem Gelände eines ehemaligen Militärgebietes, dem Kindel, spielt sich derzeit ein beeindruckender Wiederbewaldungsprozess ab. Bäume aller Größen und Arten sind in dem seit 1998 ausgewiesenen Nationalparkgelände zu finden. Der Baumkronenpfad ist der bekannteste Teil des Nationalparks und im östlichen Teil bei Weberstedt gelegen. Bei jeder Jahreszeit ist er einen Besuch wert.

 

Wandertag (32)
Familienwandertag

 Heute fuhren wir allerdings in großer „Wandertagsgruppe“ in den westlichen Teil zur Mallinde in Berka vor dem Hainich. Der rund 3km lange Rundweg ist für Familien ideal. Hinter jeder Wegbiegung gibt es etwas Neues zu entdecken. „Alrunas Waldgeheimnisse“ umschreibt eine Märchenwanderung auf dem Silberbonpfad mit viel Klettermöglichkeiten für die Kinder. Dazu Natur pur und wenn das Wetter so Klasse ist wie heute, passt alles zusammen.

 

 

 

 

Zwei in einem Boot

AWO-Ball (11)
Showtanz beim AWO-Ball

 Unter diesem Motto trafen sich nun schon zum elften Mal die Ehrenamtlichen der AWO-Thüringen mit ihren Gästen im Erfurter Kaisersaal. Die Verleihung der Emma-Sachse-Ehrung ist ebenso Tradition beim AWO-Ball. Auch in diesem Jahr war ich wieder gerne zu Gast bei der AWO, weil mich das ehrenamtliche Engagement immer wieder beeindruckt. Die diesjährige Preisträgerin Ilona Holz aus Crawinkel hat dort mehrere Seniorenbegegnungstätten aufgebaut und erhielt zu Recht in diesem Jahr die Ehrung. Aber auch für die vielen ehrenamtlich Aktiven ist dieser Abend eine gute Gelegenheit Dank zu sagen. Die Ehrenamtsstiftung unterstützt den AWO-Ball seit mehreren Jahren und so gab es auch in diesem Jahr ein ansprechendes Ball-Programm. Die Matthias-Witt-Band spielte zum Tanz und der Rapper Doppel-U begeisterte das Publikum. Bei der Sammlung für den Sterntalerfond der AWO kammen über 2000 Euro an diesem Abend zusammen. Respekt und Anerkennung!

 

Während es bei der AWO um zwei in einem Boot ging, geht es bei den Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung in Thüringen nun um drei in einem Boot. Wenngleich das Ergebnis voraussehbar war, hat mich der Blick auf die Nachrichten im Internet gestern Nacht schon enttäuscht. Die Grünen/Bündnis 90 haben mit großer Mehrheit Sondierungsgespräche mit den Linken und der SPD beschlossen. Nach 19 Jahren sind die Grünen nun soweit, dass der Name Bündnis 90 nur noch idealistisches Beiwerk im Namen ist. Die Aussicht auf Ämter und Posten verdrängt den Anspruch nicht Steigbügelhalter für die Machtpläne von Ramelow sein zu wollen.

 

Ramelow dokumentiert mit täglich neuen Vorschlägen, dass es ihm nur noch darum geht eigene Karrierepläne durchzusetzen. Sein so genannter Verzicht auf das Ministerpräsidentenamt ist nur eine Verzweiflungstat, weil ihm wohl bewusst wird, dass er die notwendige Stimmenzahl im Landtag nie zusammenbekommt. Sein Vorschlag Matschie mögen nun auch verzichten garnierte Ramelow mit der Idee, dass er dann Superwirtschaftsminister und Vize-MP sein wolle, wurde von der SPD zurück gewiesen. Seine alte Koch und Kellner-Theorie ist Ramelow in seinem Kopf wohl immer noch nicht los.

 

Bemerkenswert erscheint aber die Reaktion der restlichen linken Genossen. Aus Berlin kam Schelte von Gysi und Lafontaine und auch in der eigenen Thüringer Truppe grummelt es. Die überregionale Presse wie die FAZ schaut in den heutigen Leitartikeln ebenso gespannt auf das Machtgezerre in Thüringen, wie es die Wählerinnen und Wähler inzwischen mit Mißtrauen begleiten. Ich bin sehr gespannt, wann sich der „Super-Stratege“ Ramelow nun endgültig zwischen alle Stühle setzt.

Botschaften und Bilder im Wahlkampf – dick da mit dem Hummer

hummer
Wahlwerbung mit Luxusmilitärmobil für bedingslose Grundeinkommen

Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl versammeln sich die Parteien wieder zum kollektiven Wahlkampf auf dem Erfurter Anger.

Heute aber prägte erstmals der „parteifreie Einzelbewerber“ im Bundestagswahlkreis Erfurt/Weimar Matthias Fimmel das Bild. Überraschend dabei war vor allem die gewagte Mischung, um seine Wahlbotschaft unters Wahlvolk zu bringen.

Eines seiner zentralen Politikziele ist die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Zwischen den eingespielten Musikjingles von Ost-Rock bis Klassikmusik gab es den eingespielten Wahlwerbeblock „Stellen Sie sich vor, sie hätten ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 Euro.“. Was könnte und sollte man damit tun?

Die Antwort lieferte Fimmel gleich mit: Im Idealfall in ein neues Auto investieren! Und ein passendes Modell stand gleich neben der Lautsprecheranlage. Da lacht das Autoliebhaberherz – ein Hummer H 2 –  selten gesehen in Erfurt, was wohl auch am Preis und Spritverbrauch liegt. Zwischen 68 Monats-Grundeinkommen bis zu über 100 Monats-Grundeinkommen müsste der potente Wähler von Herrn Fimmel dafür aufbringen. Da fällt es doch leicht sich vorzustellen, was man mit 1.000 Euro bedingungslosen Grundeinkommen machen würde! Umgerechnet könnte man sich dafür in Stotternheim einen Hummer H 2 für genau zwei und eine halbe Woche mieten. Cool!

Kein Problem übrigens für den parteifreien Einzelbewerber die Gesamtsumme des bedingungslosen Grundeinkommens zu stemmen. Sein Vorschlag: man könnte ja dafür die Hunderte Milliarden Zuschüsse für die Banken nehmen.

Seine weiteren politischen Ziele (sofortiger Rückzug aus Afghanistan und „Nein zum Lissabonvertrag“)  liegen nahe bei den Wahlaussagen der Linken, wurden aber von Herrn Fimmel noch nicht in Bilder auf dem Anger umgesetzt. Eventuell dient dazu dann aber auch der Hummer als beliebtes amerikanisches Militärfahrzeug zur Illustration 😉

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

BTW Thema Sport (21)
Michael Panse und Rolf Rombach, Präsident FC Rot-Weiß Erfurt

Sportlich geht es auch im Wahlkampf weiter. Und das Konzept der Thementage auf der Bühne am Anger 1 wird nach der Landtagswahl auch im Bundestagswahlkampf fortgesetzt. Ab heute bin ich nun auch wieder mit vollem Engagement im Bundestagswahlkampf für Antje Tillmann dabei. Am vergangenen Samstag fand bereits der Tag der Kommunalpolitik statt und heute war nun eines meiner Lieblingsthemen auf der Bühne dran. Passend zum Ort vor dem Karstadt Sport ging es um Sportvereine und Sportstätten in der Landeshauptstadt. Sportminister Jürgen Reinholz war ebenso wieder mit von der Partie, wie die Führungsriege des FC RWE.

Über das Gespräch und das Fachsimpeln mit Präsident Rolf Rombach und Manager Stephan Beutel habe ich mich sehr gefreut. Leider gab es gestern im Pokal nur ein mageres 1:1 in Nordhausen und mangels Licht fiel sogar das Elfmeterschiessen aus. Aber schon am Samstag beim Auswärtsspiel und auf alle Fälle Samstag in einer Woche gegen den SV Wehen ist Wiedergutmachung angesagt.

BTW Thema Sport (18)
Die Spielerinnen Fritzi Halwas und Juliane Hoppe, Präsident Michael Panse und Trainer Heiko Herzberg vom SWE Volley-Team

Fußballexperten, die wir alle sind 😉 , haben wir heute zwar nicht das Ergebnis aber dafür den Sieg der deutschen Fußballdamen beim EM-Finale am Abend gegen England voraus gesagt. Rolf Rombach und Stephan Beutel tippten 2:1, Antje Tillmann auf Sieg und ich lag mit meinem 3:1 auch nicht deutlich unter dem Resultat von 6:2. Glückwunsch an die Damen! Beim RWE steht die Gründung einer Damenmannschaft nach Worten des Präsidenten dann an, wenn es genügend Interessentinnen gibt.

Bei meinem SWE Volley-Team gibt es hingegen nur Damen- und Mädchenmannschaften. Die Spielerinnen Fritzi Halwas und Juliane Hoppe sowie unser Trainer Heiko Herzberg sind genauso wie ich schon in freudvoller Erwartung des ersten Saisonspiels am kommenden Samstag.

Bis dahin werde ich nun aber wieder heftig im Wahlkampf mitmischen. Im Sport und in der Politik gilt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ bzw. „Nach der Wahl ist vor der Wahl“. Und zum Wahlkampf passt auch die Aussage „Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft hat schon verloren“.